Sport in Berlin

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Spiel der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Berlin

Unter Sport in Berlin werden alle sportlichen Aktivitäten im Berliner Breiten- und Spitzensport zusammengefasst. Durch die hohe Dichte an regelmäßig stattfindenden sportlichen Wettbewerben in der Stadt hat sich Berlin im 21. Jahrhundert zu einem international profilierten Standort für Sportereignisse entwickelt.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1800–1900[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Friedrich Ludwig Jahn, auch Turnvater Jahn genannt, initiierte die deutsche Turnbewegung im frühen 19. Jahrhundert. Aus dem von ihm begründeten Turnen ging u. a. die heutige Sportart Gerätturnen hervor. Zahlreiche Turngeräte, wie beispielsweise das Reck und der Barren, wurden von ihm eingeführt. Den ersten Turnplatz schuf Jahn 1811 in der Hasenheide.

Die Berliner Schachgesellschaft (heute: Berliner Schachgesellschaft 1827 Eckbauer) wurde 1827 gegründet und entwickelte sich durch den Einfluss der Berliner Schule zum führenden Schachverein in Preußen. Sie ist gegenwärtig Deutschlands ältester noch existierender Schachverein.

Die Turngemeinde in Berlin wurde 1848 gegründet und gilt als ältester noch existierender Sportverein in Berlin.

Im Jahr 1867 wurde der Verein Seglerhaus am Wannsee gegründet. Er gilt gegenwärtig als zweitältester Segelverein in Deutschland.

Als ältester Golfclub in Deutschland gilt der 1895 gegründete Golf- und Land-Club Berlin-Wannsee.

Seit 1900[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1921 und 1998 wurden im Motorsport Rennen für Automobile und Motorräder und zuletzt Läufe zur Deutschen Tourenwagenmeisterschaft (DTM) auf der AVUS ausgetragen.

Seit 1974 werden Eisspeedwayrennen im Horst-Dohm-Eisstadion in Wilmersdorf abgehalten.

Das WTA Berlin (zuletzt offiziell: Qatar Telecom German Open) war ein Sandplatz-Tennisturnier der WTA Tour, das von 1979 bis 2008 als Internationale Deutsche Meisterschaften in Berlin ausgetragen wurde.

Sportanlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den nicht mehr bestehenden Anlagen zählt der Berliner Sportpalast. Die Veranstaltungshalle für 10.000 Zuschauer wurde 1910 eröffnet und 1973 abgerissen. Die im Palast eingerichtete Kunsteisbahn, galt zur Anfangszeit als die größte der Welt und verhalf den Sportarten Eishockey und Eisschnelllauf erstmals zu großen Publikumserfolgen in Berlin.

Das 1913 erbaute Deutsche Stadion für 33.000 Zuschauer wich ab 1934 dem Reichssportfeld, das für die Olympischen Sommerspiele 1936 errichtet wurde. Das Deutsche Stadion war Austragungsort für Endspiele um die deutsche Fußballmeisterschaft 1922, 1923, 1924 und 1927.

Die 1935 errichte Deutschlandhalle war als Mehrzweckhalle für über 10.000 Zuschauer ausgelegt und wurde u. a. für verschiedene Wettkämpfe während der Olympischen Spiele 1936 genutzt. Im Jahr 1938 fand in der Halle die erste Handball-Weltmeisterschaft der Männer statt. 2011 wurde die Halle abgerissen.

Aus der Zeit der DDR stammte das 1950 erbaute und 1992 abgerissene Stadion der Weltjugend. Hier wurden zwischen 1975 und 1989 die Endspiele um den FDGB-Pokal vor bis zu 55.000 Zuschauern ausgetragen.

Landessportbund Berlin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Landessportbund Berlin (LSB) ist einer von 16 regionalen Verbänden im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB). In Berlin gab es 2017 etwa 2400 Sportvereine mit über 640.000 registrierten Mitgliedern, die sich unter dem Dach des LSB organisiert haben.[2]

Verbände[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mitgliederzahlen der größten Sportverbände im Landessportbund Berlin 2016[3]

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Internationales Deutsches Turnfest 2017 in Berlin


01. Berliner Fußball-Verband 150.959
02. Berliner Turn- und Freizeitsport-Bund 095.603
03. Studentensportverband Berlin 062.783
04. Tennis-Verband Berlin-Brandenburg e. V. 033.677
05. Berliner Schwimm-Verband 029.084
06. Behinderten-Sportverband Berlin 027.933
07. Betriebssportverband Berlin 020.212
08. Landesverband Berlin des Deutschen Alpenvereins 019.978
09. Berliner Segler-Verband 014.435
10. Golfverband Berlin-Brandenburg 012.121

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hertha BSC ist der Sportverein mit den meisten Mitgliedern in der Stadt

Die größten Vereine in Berlin seit September 2017 sind Hertha BSC (35.800 Mitglieder, Stand: 23. November 2017), der 1. FC Union Berlin (18.939 Mitglieder, Stand: 2. Januar 2018) und die Sektion Berlin des Deutschen Alpenvereins (18.717 Mitglieder, Stand: Januar 2018). Alle drei Vereine zählen zu den 30 mitgliederstärksten Sportvereinen in Deutschland.

Das Verhältnis von Vereinsmitgliedern im Landessportbund zur Einwohnerzahl beträgt rund 18 % (Stand: 2015). Der Durchschnitt in Deutschland liegt bei 29 %. Dabei ist zu bemerken, dass die Gruppe der neuen Bundesländer traditionell einen geringeren Organisationsgrad von Sportvereinen aufweist.[4]

Im Jahr 2015 waren 73 Berliner Mannschaften in den verschiedenen ersten Bundesligen sowie 70 Mannschaften in den zweiten Bundesligen vertreten.[5]

Einige Vereine sind dabei im Bereich des professionellen Sports tätig. Zu den prominentesten Vertretern zählen hier Hertha BSC und der 1. FC Union Berlin (Fußball), Alba Berlin (Basketball), die Eisbären Berlin (Eishockey), die Füchse Berlin (Handball), die Berlin Recycling Volleys (Volleyball), die Berlin Adler (American Football), die Wasserfreunde Spandau 04 (Wasserball) und der Rugby Klub 03 Berlin (Rugby).

Sportveranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Berlin war in der Geschichte mehrfach Austragungsort internationaler Sportwettkämpfe.

Olympische Spiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Olympischen Sommerspiele 1916 wurden vom Internationalen Olympischen Komitee 1912 nach Berlin vergeben. Das IOC gab damit Berlin den Vorzug gegenüber Alexandria, Amsterdam, Brüssel, Budapest und Cleveland. Als Wettkampfstätte der Spiele war auf dem Gebiet der damals noch eigenständigen Stadt Charlottenburg das 1913 eingeweihte Deutsche Stadion errichtet worden. Wegen des Ersten Weltkriegs fanden die Spiele jedoch nicht statt.

Auf der 30. Session des IOC im Jahr 1931 Jahr wurden die Olympischen Sommerspiele 1936 nach Berlin vergeben. Bei der Stichwahl gegen die bis zuletzt übriggebliebene Kandidatenstadt Barcelona setzte sich die Bewerbung Berlins durch. Die Spiele der XI. Olympiade konnten vom 1. bis zum 16. August 1936 in Berlin ausgetragen werden. Das neuerrichtete Olympiastadion mit einem Fassungsvermögen von 100.000 Zuschauern wurde als zentrale Arena der Spiele ausgelegt. Mit 49 teilnehmenden Nationen und 3961 Athleten stellten die Olympischen Spiele in Berlin einen neuen Teilnehmerrekord sowie einen neuen Besucherrekord auf.

Berlin war außerdem eine der offiziellen Kandidatenstädte, die sich um die Austragung der Olympischen Sommerspiele 2000 bewarben. Im Auswahlverfahren scheiterte jedoch die Bewerbung 1993 in der ersten Runde.[6]

Fußball-Weltmeisterschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Mannschaft des Fußball-Weltmeisters 2014 auf dem Weg durch Berlin

Das Olympiastadion Berlin war mit 85.000 Plätzen (davon 61.800 Sitzplätze) das größte deutsche Stadion während der Fußball-Weltmeisterschaft 1974. In dem Stadion fanden drei Spiele der ersten Finalrunde statt. Insgesamt sahen 126.800 Zuschauer die drei Spiele. Die meisten (81.100) kamen zum Auftaktspiel der Mannschaft der Bundesrepublik gegen Chile, das damit das bestbesuchte Spiel der WM war.

Im Jahr 2006 fanden vier Vorrunden-, ein Viertelfinal- und das Finalspiel der Fußball-Weltmeisterschaft im Berliner Olympiastadion statt. Im Endspiel der WM standen sich Frankreich und Italien gegenüber. Weltmeister wurde Italien nach einem 5:3 im Elfmeterschießen. Das Spiel wurde in mehr als 200 Länder im Fernsehen live übertragen und nach Angaben der FIFA weltweit von etwa 715 Millionen Zuschauern gesehen. Die Liveübertagung zählt damit zu den zehn meistgesehenen TV-Ereignissen aller Zeiten.

Seit 2006 finden alle zwei Jahre jeweils zur Fußball Europa- und Weltmeisterschaft Fan Feste statt, bei denen zehntausende Zuschauer öffentlich die Fußballspiele auf Großbildleinwänden verfolgen. Der Veranstaltungsort, die Fanmeile, hat seinen Platz in der Straße des 17. Juni.[7]

Die offizielle Siegesfeier des Fußball-Weltmeisters 2014 fand in Berlin statt. Die bei der WM in Brasilien erfolgreiche Mannschaft aus Deutschland landete im sogenannten „Siegerflieger“[8] nach einem Überflug der Fanmeile am Brandenburger Tor in Berlin-Tegel. Es folgte eine Fahrt auf einem offenen Lkw-Auflieger zum Empfang auf der Fanmeile. Etwa eine halbe Million Menschen versammelten sich auf den Straßen Berlins um die Spieler, Trainer und Betreuer der deutschen Mannschaft zu begrüßen. Auf einer Bühne vor dem Brandenburger Tor präsentierten sich die Weltmeister mit dem FIFA-WM-Pokal um sich bei den Fans für ihre Unterstützung zu bedanken und sich ausgiebig feiern zu lassen.[9]

Formel-E-Meisterschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rennwagen der Formel E

Seit 2015 finden in Berlin Rennen der FIA-Formel-E-Meisterschaft statt. Der Berlin ePrix 2015 wurde auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tempelhof ausgetragen und war damit das erste Rennen, das nicht auf einem Straßenkurs ausgetragen wurde.

DFB-Pokalendspiel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Finale des DFB-Pokals findet seit 1985 alljährlich im Berliner Olympiastadion statt. Veranstalter des Finales ist der Deutsche Fußball-Bund (DFB). Der DFB-Pokal ist nach der deutschen Meisterschaft der zweitwichtigste Titel im nationalen Vereinsfußball.

Aufgrund der langjährigen Tradition des Endpielsorts in Berlin hat sich deutschlandweit ein für den Pokalwettbewerb typischer Schlachtruf entwickelt. Fangruppen der jeweils siegreichen Mannschaften in den K. o.-Runden skandieren nicht selten den Ruf „Berlin, Berlin, wir fahren Berlin!“

UEFA Champions League[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Endspiel der UEFA Champions League fand 2015 im Berliner Olympiastadion statt. Der FC Barcelona konnte sich mit 3:1 gegen Juventus Turin durchsetzen.[10] Das Spiel wurde weltweit von rund 180 Millionen Fernsehzuschauern verfolgt.[11]

Leichtathletik-Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1974 findet jedes Jahr der Berlin-Marathon statt. Mit gegenwärtig mehr als 40.000 Teilnehmern zählt er zu den größten und renommiertesten Laufveranstaltungen der Welt. Nach dem Jahr 2000 wurden die meisten offiziellen Marathon-Weltrekorde der Männer auf dem Berliner Kurs aufgestellt. Der aktuelle Weltrekord im Marathon (Stand: 2017) wurde 2014 von Dennis Kimetto aus Kenia ebenfalls in Berlin aufgestellt.

Der Leichtathletikwettbewerb ISTAF findet alljährlich in Berlin statt. Die erste Veranstaltung unter dem Namen ISTAF wurde 1921 abgehalten. Seit 1937 wird das ISTAF mit wenigen Ausnahmen regelmäßig ausgetragen.

Im Jahr 2009 wurden die Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Berlin ausgetragen. Usain Bolt aus Jamaika stellte hier die gegenwärtig geltenden Weltrekorde im 100- und 200-Meter-Lauf auf (Stand: 2017).[12]

Im August 2018 findet die 24. Leichtathletik-Europameisterschaften in Berlin statt.

Sportarten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fußball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fans von Union Berlin

Hertha BSC (auch als Alte Dame bekannt) wurde 1892 gegründet und hat heute seinen Sitz im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf. Hertha ist Gründungsmitglied des DFB sowie der Fußball-Bundesliga im Jahr 1963. Seit der Saison 2013/14 spielt Hertha BSC durchgehend in der 1. Fußball-Bundesliga der Herren. Die 1. Mannschaft wurde 1930 und 1931 Deutscher Meister und war UEFA-Pokal-Halbfinalist 1979.

Der 1. FC Union Berlin (auch „Eiserne“ genannt) wurde 1966 gegründet. Zu den sportlichen Erfolgen des Klubs zählen der Gewinn des FDGB-Pokals 1968 sowie das Erreichen des DFB-Pokalendspiels 2001. Seit der Saison 2009/10 spielt Union Berlin durchgehend in der 2. Fußball-Bundesliga der Männer.

Zu den erfolgreichen in Berlin geborenen Fußballern gehören Jérôme Boateng, Kevin-Prince Boateng, Guido Buchwald, Thomas Häßler, Robert Huth, Niko Kovač, Pierre Littbarski und Christian Ziege.

Basketball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alba Berlin, 2012

Alba Berlin wurde 1991 gegründet und spielt seitdem durchgehend in der Basketball-Bundesliga (BBL) der Männer und verschiedenen europäischen Ligawettbewerben. Alba Berlin ist der mitgliederstärkste Basketballverein Deutschlands,[13] und mit acht deutschen Meisterschaften und neun Pokalsiegen auch einer der erfolgreichsten des Landes. Im Jahr 1995 wurde Alba Berlin Korać-Cup-Sieger.[14]

Die Heimspiele von Alba Berlin gehören zu den am meisten besuchten Basketball-Veranstaltungen in Europa.[15]

Eishockey[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spiel der Eisbären Berlin in der Mercedes-Benz Arena

Die Eisbären Berlin spielen seit 1994, und damit als Gründungsmitglied, in der Deutschen Eishockey Liga der Männer. Austragungsort der Eisbären-Heimspiele ist die Mercedes-Benz Arena.

Mit dem Gewinn von sieben deutschen Meisterschaften von 2005 bis 2013 sind die Eisbären DEL-Rekordmeister. Im Jahr 2010 wurden das Profi-Team Sieger der European Trophy.

Die Heimspiele der Eisbären zählen zu den am meisten besuchten Eishockeyveranstaltungen in Europa.[16]

Handball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Füchse Berlin sind eine Profihandball-Mannschaft, die aus dem Verein Füchse Berlin Reinickendorf hervorgegangen sind. Unter dem Namen treten sowohl die Männer als auch die Frauen an. Das Herrenteam spielt seit der Saison 2007/08 in der ersten Handball-Bundesliga. Die Füchse wurden im Jahr 2014 DHB-Pokalsieger, in den Jahren 2015 und 2018 EHF-Pokalsieger sowie Vereinsweltmeister in den Jahren 2015 und 2016.

Tennis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Tennissport hat in Berlin nicht nur eine lange Tradition, sondern bot vielen internationalen Spitzensportlern ein Sprungbrett für ihre Karriere. Beim LTTC Rot-Weiß Berlin spielten Cilly Aussem, Boris Becker, Gottfried von Cramm, Otto Froitzheim, Steffi Graf, Roman Najuch und Daniel Prenn. 1911 bis 1952 fanden hier die German Pro Championships und von 1979 bis 2008 die German Open statt. 1963 waren im Berliner Tennisverband 50 Vereine organisiert.[17]

Volleyball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Berlin Volleys im Finale der Volleyball Champions League, 2015

Die Berlin Recycling Volleys spielen seit 1991 in der ersten Deutschen Volleyball-Bundesliga der Männer. Bis zum Jahr 2011 spielte das Team unter dem Namen SC Charlottenburg. Das Volleyballteam wurde zwischen 1993 und 2017 sieben Mal Deutscher Meister, vier Mal Pokalsieger und ein Mal CEV-Sieger.

Die in der Max-Schmeling-Halle ausgetragenen Heimspiele der Berlin Volleys sind die im Saisonschnitt am meisten besuchten Volleyballereignisse in Deutschland.

Alpinsport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sektionen des Deutschen Alpenvereins in Berlin sind die Sektion Berlin, mit fast 19.000 Mitgliedern einer der größten Sportvereine in Berlin, der AlpinClub Berlin, die Sektion Brandenburger Tor und die Sektion Alexander von Humboldt. Die Sektionen besitzen mehrere alpine Hütten, sowie diverse Kletteranlagen in Berlin.

Unter anderem: DAV-Kletterzentrum Berlin, Kletterturm am Teufelsberg (Grunewald), Kletterwand am Humboldthain (Gesundbrunnen), Kletterturm Kirchbachspitze (Schöneberg). Wuhletalwächter (Marzahn), Kletterturm Spandau am Großen Spektesee, Schwedter Nordwand im Mauerpark, Monte Balkon in Hohenschönhausen, derzeit gesperrt, Kletterhalle Hüttenweg in Zehlendorf, Kletterturm in Reinickendorf (Kooperation Jugendclub), Kletterwand der B-Traven-Schule Spandau.

Sportstätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den größten Sportstätten der Stadt gehören das Olympiastadion mit 74.649 Plätzen,[18] das Stadion An der Alten Försterei mit 22.012 Plätzen, der Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark mit 19.000 Plätzen, die Mercedes-Benz Arena mit maximal 17.000 Plätzen, das Velodrom mit maximal 12.000 Plätzen und die Max-Schmeling-Halle mit bis zu 11.900 Plätzen.

Berlin verfügte im Jahr 2013 über 286 Sportplätze mit einer Gesamtzahl von 323 Großspielfeldern (ab 62 m × 94 m) und 96 400-Meter-Rundlaufbahnen.[19]

→ Siehe auch: Liste der Spielstätten für Fußball in Berlin

Olympiastützpunkt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Claudia Pechstein – fünffache Olympiasiegerin

Der Deutsche Olympische Sportbund betreibt in Berlin einen von 19 Olympia­stützpunkten. Rund 500 Bundeskaderathleten aus über 30 olympischen Sportarten bilden das leistungssportliche Kontingent.[20]

An den Olympiastützpunkt in Berlin sind drei der insgesamt 43 deutschen Sport-Eliteschulen mit Internaten angebunden: das Schul- und Leistungssportzentrum Berlin am Sportforum Hohenschönhausen, die Flatow-Oberschule am Großen Müggelsee und die Poelchau-Schule am Olympiapark.

Bekannte Berliner oder in Berlin lebende erfolgreiche Olympioniken sind Franziska van Almsick (Schwimmen), Robert Harting (Diskuswurf), Carsten Keller (Hockey), Laura Ludwig (Beachvolleyball), Claudia Pechstein (Eisschnelllauf), Jochen Schümann (Segeln), Ulf Timmermann (Kugelstoßen), Hagen Stamm (Wasserball), Britta Steffen (Schwimmen) und Katarina Witt (Eiskunstlauf).[21]

Wassersport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Größere nationale und internationale Schwimm- und Wasserspringwettkämpfe finden in der Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark (SSE) statt. Die Halle wurde zusammen mit dem Velodrom im Zuge der Olympiabewerbung 2000 gebaut und bietet 2500 (erweiterbar auf 4000) Zuschauern Platz. Hier werden seit 2004 jedes Jahr die deutschen Schwimmmeisterschaften ausgetragen. 2002 und 2014 fanden die Schwimmeuropameisterschaften im SSE statt.

Der Deutsche Schwimm-Verband unterhält in Berlin einen seiner fünf Bundesstützpunkte zur Spitzensportförderung.[22] Hierfür wird die Schwimmhalle im Sportforum Hohenschönhausen als Trainingsstätte genutzt.

Die Heimspiele des deutschen Rekordmeisters im Wasserball Spandau 04 finden in der Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg (mit einer Kapazität von 1000 Zuschauerplätzen) statt.

Die Berliner Bäder-Betriebe betreiben insgesamt in Berlin 29 öffentliche Schwimmhallen sowie weitere neun nichtöffentliche Schwimmeinrichtungen für den Schul- und Vereinsbetrieb.[23] Zusammen mit den sonstigen öffentlichen Bädern verfügt die Stadt über 57 Hallenbäder und 31 Freibäder.[19]

Freizeitsport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Mellowpark ist ein Sport- und Freizeitgelände im Bezirk Treptow-Köpenick. Er entstand auf Initiative des 1994 gegründeten Vereins „all eins e. V.“ als Outdoor-Skatepark 1999 auf dem Areal einer stillgelegten Kabelfabrik. Hier erfolgte bis zum Sommer 2012 ein schrittweiser Ausbau zu „Europas größtem Skateboard- und BMX-Park“. Der Träger ist der Verein Mellowpark.

Die Skate­halle Berlin hat eine überdachte Fläche von über 6000 m² und gilt als eine der größten Hallen für Skateboard-Sport in Europa.

Der Shaolin-Tempel Deutschland ist der einzige offizielle Ableger des weltberühmten Shaolin-Klosters aus der Provinz Henan, China. 2007 bereiteten die Berliner Shaolin Mönche die Olympioniken des Team-Peking aus der Rhein-Neckar-Region mit Taijiquan- und Kung Fu-Übungen auf die Olympischen Spiele 2008 in Peking vor.[24]

In Berlin gab es im Jahr 2016 mindestens 247 Fitnessstudios.[25]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Portal: Berlin – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Berlin

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. SportBusiness Ultimate Sports Cities Awards 2016, sportsbusiness.com, abgerufen am 5. August 2018.
  2. Vereinsliste – Landessportbund Berlin. Abgerufen am 8. August 2016.
  3. Neuer Mitglieder-Rekord im LSB@1@2Vorlage:Toter Link/www.rbb24.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., rbb, abgerufen am 1. November 2017.
  4. Bestandserhebung des DOSB 2015, (Memento des Originals vom 17. März 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.dosb.de dosb.de.
  5. Bundesligamannschaften, lsb-berlin.net.
  6. Focus Magazin: Berlin: ein Kaiser ohne Kleider, 19. April 1993. Abgerufen am 11. Februar 2011.
  7. Die Eventmacher. In: Der Tagesspiegel. Abgerufen am 17. Dezember 2012.
  8. Siegerflieger 18 Tage im Dienst. In: sport1.de. Sport1, 15. Juli 2014, abgerufen am 16. Juli 2014.
  9. Weltmeister-Feier am Brandenburger Tor: Jubel, Trubel, Heiserkeit. In: spiegel.de. Spiegel Online, 15. Juli 2014, abgerufen am 16. Juli 2014.
  10. Olympiastadion 2015: Berlin bekommt Zuschlag für Champions-League-Finale. In: Spiegel Online. 23. Mai 2013, abgerufen am 26. Mai 2016.
  11. Berlin final captures the world’s imagination, UEFA, abgerufen am 8. November 2017.
  12. Bolt holt Gold und Weltrekord. In: Spiegel Online, abgerufen am 19. Mai 2010.
  13. Die 100 größten Basketball-Vereine des DBB (Teilnehmerausweise, Stand 31.12.2016). (PDF; 445 kB) Deutscher Basketball Bund e. V., abgerufen am 12. August 2017.
  14. Dietmar Wenck: Warum Alba Berlin Deutschlands Topklub ist. In: Berliner Morgenpost, 15. März 2010, abgerufen am 4. Juli 2017.
  15. Neuer Besucherrekord & Zuschauerkönig in Europa. (Memento des Originals vom 19. Oktober 2014 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.albaberlin.de Auf: Alba-Website, abgerufen am 13. Februar 2013.
  16. Zuschauer (Europa) auf hockeyarenas.net, Zugriff am 8. April 2010.
  17. Protokoll des Berliner Tennisverbandes
  18. Zahlen und Fakten zum Berliner Olympiastadion. (Memento des Originals vom 15. August 2012 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.olympiastadion-berlin.de olympiastadion-berlin.de, abgerufen am 17. Mai 2014.
  19. a b Sportanlagen und ausgewählte Bewegungsräume 2013 (PDF), berlin.de.
  20. Olympiastützpunkt Berlin – Stützpunkt – Sportarten. In: osp-berlin.de. Trägerverein des Olympiastützpunktes Berlin e. V., abgerufen am 8. Juni 2017.
  21. Olympiastützpunkt Berlin, (Memento des Originals vom 19. Februar 2014 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.osp-berlin.de OSP-Berlin, abgerufen am 19. Mai 2010.
  22. Bundesstuetzpunkte in Berlin, (Memento des Originals vom 8. August 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.osp-berlin.de OSP-Berlin.
  23. Bäder der Berliner Bäder-Betriebe, berlinerbaeder.de.
  24. Mehr als Verbindung von Sport und Wirtschaft. In: Mannheimer Morgen, 30. November 2007.
  25. Fitnessstudios in Berlin Berlin.de, abgerufen am 9. November 2017.