Valensina

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Valensina GmbH
Rechtsform GmbH
Gründung 1967
Sitz Mönchengladbach
Leitung Tino Mocken, Felix Müller
Mitarbeiter 222 (Konzern)
Umsatz 145 Mio. Euro (Konzern)
Branche Getränkeherstellung
Website www.valensina.de
Stand: 2014 Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Stand 2014
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Die Valensina GmbH ist ein deutscher Hersteller und Vertreiber von Fruchtsäften und Fruchtsaftgetränken. Sitz des Unternehmens ist Mönchengladbach in Nordrhein-Westfalen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hitchcock, Getränkemarke des gleichnamigen Tochtergesellschaft der Valensina GmbH

Der Gründer des Unternehmens Valensina, Rolf H. Dittmeyer, war ab 1955 für den Lebensmittelgroßhändler Edeka tätig und baute ein Vertriebsnetz für Frischfrüchte auf. 1960 machte sich Dittmeyer mit der Idee selbständig, im Ernteland direkt in Flaschen gefüllte Fruchtsäfte zu produzieren. Den Markennamen Valensina erfand seine Frau Hannelore 1967.[1] Mit seinen Fruchtsäften war er von 1972 bis 1984 Exklusivlieferant der Olympischen Spiele. 1975 kam die Marke Punica hinzu.

Nach einem Hörsturz 1984 veräußerte Dittmeyer seine Firmengruppe an den US-amerikanischen Konsumgüterproduzenten Procter & Gamble.

In den Jahren 1988 bis 1992 trat Dittmeyer persönlich in Fernsehwerbespots auf, in denen er mit dem Satz „Entweder frisch gepresst oder Valensina“ für Valensina warb. In den Medien wurde über ihn als „Onkel Dittmeyer“ gesprochen.

1998 kaufte Dittmeyer die Marke Valensina zurück und baute in Bremen mit der Dittmeyer KG und rund 50 Mitarbeitern eine eigene Produktion auf. Im Juli 2001 musste er Insolvenz anmelden. Im November 2001 wurde die Übernahme der Marke durch die Sportfit Fruchtsaft GmbH & Co. KG. (Gesellschafter: zu knapp 75 Prozent Wilfried Mocken, Sperrminorität bei der Underberg AG) bekannt. Das Werk in Bremen wurde nicht übernommen.[2] 2013 wurde Sportfit auf die Valensina GmbH verschmolzen.

Durch die angespannte Lage auf dem deutschen Markt hatten viele Produzenten Probleme wirtschaftlich zu arbeiten. Um die Marke weiter aufzubauen und die Finanzierung zu sichern, gab Valensina im Jahr 2011 Anleihen im Wert von 50 Millionen Euro aus. Im Jahr darauf wurden nochmals Anleihen im Wert von 15 Millionen Euro ausgegeben. Die Rückzahlung war im Jahr 2016 fällig.

Im Jahr 2012 betrug der Umsatz der Gesamtgruppe 212 Millionen Euro, der Absatz 267 Millionen Liter, davon 215 Millionen Liter in Deutschland. Damit nahm die Valensina-Gruppe einen der vorderen Plätze im Ranking der deutschen Fruchtsaftindustrie ein.[3]

Im Januar 2014 wurde bekannt, dass Valensina einen Investor sucht. Die US-Investmentbank Lincoln International wurde bereits im Jahr 2013 beauftragt, einen Käufer zu suchen.[4] Im November 2013 schickte die Bank Präsentationen an mögliche Interessenten und bat um Angebote für eine Übernahme von 100 Prozent der Anteile.[5] Gegenüber der Lebensmittelzeitung bestätigte Wilfried Mocken die Suche nach einem strategischen Investor, bestritt jedoch die Absicht zum Komplettverkauf. Im November 2015 bestätigte Valensina, dass die Europatochter der thailändischen Boon Rawd Brewery mittels einer Kapitalerhöhung künftig einen Anteil von 49 % an Valensina halten wird.[6]

Eigentümerstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 85 % Valensina Holding (Wilfried Mocken; er ist zugleich Generalbevollmächtigter der Semper idem Underberg GmbH)
  • 15 % Tino Mocken

Beteiligungen und Tochtergesellschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wolfra Kelterei GmbH, Erding
  • Hitchcock GmbH, Mönchengladbach
  • FSP Frische (FSP Frischsaft Frische Produktions GmbH), Mönchengladbach: 1993 gegründet, 2009 von Valensina übernommen; spezialisiert auf kühlpflichtige Säfte (Direktsäfte); hierin Marktführer im deutschen Lebensmitteleinzelhandel, betreibt den größten Produktionsbetrieb für gekühlte Frischsäfte in Deutschland, Beteiligungsgesellschaften in den Niederlanden (FruityKing Vers Sap B.V., Barendrecht).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Legendärer Saftproduzent: „Onkel Dittmeyer“ ist tot. In: Der Spiegel Online. Abgerufen am 22. Mai 2017.
  2. Birger Nicolai: Underberg-Chef kauft Markennamen Valensina. In: Die Welt, 20. November 2001, abgerufen am 1. Juli 2017.
  3. Top Fruchtsaft- und Fruchtnektar-Hersteller Deutschland 2013 – Rankings. In: Lebensmittel Zeitung. 1. Juni 2013. Abgerufen am 5. Mai 2014.
  4. lincolninternational.com z. B. Donath.
  5. Gesund, aber hilfebedürftig: Valensina sucht Käufer – Unternehmen. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 18. Januar 2014. Abgerufen am 5. Mai 2014.
  6. Unternehmen: Thailändischer Investor bei Valensina. n-tv.de, 9. November 2015.