Sportfreunde Lotte

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Sportfreunde Lotte
Vereinswappen der Sportfreunde Lotte
Basisdaten
Name Verein für Laufspiele
Sportfreunde Lotte e. V. von 1929
Sitz Lotte, Nordrhein-Westfalen
Gründung 1929
Farben Blau-Weiß
Präsident Hans-Ulrich Saatkamp
Website www.sf-lotte.de
Erste Mannschaft
Trainer Ismail Atalan
Stadion Frimo Stadion
Plätze 10.059
Liga 3. Liga
2016/17 12. Platz
Heim
Auswärts

Der VfL Sportfreunde Lotte ist ein Sportverein mit rund 1.400 Mitgliedern in sechs Abteilungen aus der Gemeinde Lotte in der westfälischen Region Tecklenburger Land (Kreis Steinfurt). Die erfolgreichste und bekannteste Abteilung des Vereins ist die in der 3. Liga spielende Fußballmannschaft.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verein wurde 1929 unter dem Namen Turnverein Lotte gegründet und beschränkte sich zunächst ausschließlich auf das Turnen. Nach der Neugründung des Vereins unter dem Namen VfL Sportfreunde Lotte am 9. Februar 1946 wurden neben dem Turnen auch Abteilungen für Fußball und Handball eingerichtet.

Nachdem die Fußballer über viele Jahre in der Spitzengruppe der Verbandsliga gespielt hatten, gelang mit der Verbandsliga-Meisterschaft in der Saison 2003/04 der Aufstieg in die Oberliga Westfalen. In der Saison 2007/08 erreichte man dort den vierten Platz und qualifizierte sich somit für die neue dreigleisige Regionalliga. Die Saison 2008/09 beendeten die Sportfreunde unter Trainer Maik Walpurgis auf Platz 10 und qualifizierten sich durch die Finalteilnahme im Westfalenpokal für die 1. Hauptrunde des DFB-Pokals 2009/10. Dort wurde den Sportfreunden der Bundesligist VfL Bochum zugelost, der sich knapp mit 1:0 durchsetzen konnte.

Nachdem die Sportfreunde Lotte die Regionalligasaison 2011/12 in der Weststaffel als Tabellenzweiter mit einem Punkt Rückstand auf die zweite Mannschaft von Borussia Dortmund beendet hatten, legten sie beim DFB Beschwerde ein und forderten eine Aufnahme als 21. Mitglied in die 3. Liga 2012/13, weil Spieler von Rot-Weiss Essen gestanden hatten, am 36. Spieltag vor einem Spiel gegen Borussia Dortmund II gegen die eigene Mannschaft gesetzt zu haben.[1] Dieser Einspruch wurde am 25. Mai 2012 abgewiesen, da keine Spielmanipulation nachgewiesen werden konnte und zudem die Einspruchsfrist abgelaufen war.

Blick auf einen Teil der Haupttribüne des Frimo Stadions

Am Ende der Saison 2012/13 wurden die Sportfreunde Meister der Regionalliga West und sicherten sich damit die Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur 3. Fußball-Liga, in der sie in zwei Spielen gegen den Nordost-Meister RB Leipzig antraten. Das Auswärtsspiel ging 0:2 verloren, daheim führten die Sportfreunde nach 90 Minuten mit 2:0, scheiterten aber in der Verlängerung (2:2) und verfehlten damit den Aufstieg in die 3. Liga. In den folgenden Saisons spielten die Sportfreunde Lotte zwar vorne mit (2. Platz 2013/14, 6. Platz 2014/15), verpassten aber eine neuerliche Qualifikation für die Aufstiegsrunde. Diese wurde in der Saison 2015/16 erneut erreicht. Die Sportfreunde Lotte wurden mit 83 Punkten Meister der Regionalliga West. In der Aufstiegsrelegation zur 3. Liga setzen sie sich gegen Waldhof Mannheim, den Meister der Regionalliga Südwest, mit 2:0 nach Hin- und Rückspiel durch und stiegen zum ersten Mal in die 3. Liga auf.

In der Saison 2016/17 trafen die Sportfreunde in der 1. Runde des DFB-Pokals auf den Bundesligisten Werder Bremen, den sie am 21. August 2016 mit 2:1 besiegten. Mit 10.059 Zuschauern wurde in diesem Spiel ein neuer Vereinsrekord aufgestellt. In der 2. Runde konnten sich die Sportfreunde im heimischen Frimo Stadion vor 8.763 Zuschauern gegen einen weiteren Bundesligisten, Bayer 04 Leverkusen, mit 6:5 n. E. durchsetzen. Im Achtelfinale wurde der Zweitligist TSV 1860 München mit 2:0 bezwungen. Als Gegner im Viertelfinale wurde Borussia Dortmund ausgelost. Das Spiel konnte am 28. Februar 2017 jedoch wegen eines Unwetters nicht stattfinden[2] und wurde verschoben auf den 14. März 2017 (Austragungs-Ort Osnabrück). Hier schied Lotte im Viertelfinale gegen Borussia Dortmund mit 0:3 aus.[3]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platzierungen der letzten Jahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1988/89: 1. der Bezirksliga Westfalen Staffel 10
  • 1989/90: 10. der Landesliga Westfalen Staffel 4
  • 1990/91: 4. der Landesliga Westfalen Staffel 4
  • 1991/92: 2. der Landesliga Westfalen Staffel 4
  • 1992/93: 2. der Landesliga Westfalen Staffel 4
  • 1993/94: 4. der Landesliga Westfalen Staffel 4
  • 1994/95: 2. der Landesliga Westfalen Staffel 4
  • 1995/96: 1. der Landesliga Westfalen Staffel 4
  • 1996/97: 6. der Verbandsliga Westfalen Staffel 1
  • 1997/98: 3. der Verbandsliga Westfalen Staffel 1
  • 1998/99: 5. der Verbandsliga Westfalen Staffel 1
  • 1999/00: 4. der Verbandsliga Westfalen Staffel 1
  • 2000/01: 8. der Verbandsliga Westfalen Staffel 1
  • 2001/02: 5. der Verbandsliga Westfalen Staffel 1
  • 2002/03: 5. der Verbandsliga Westfalen Staffel 1
  • 2003/04: 1. der Verbandsliga Westfalen Staffel 1
  • 2004/05: 8. der Oberliga Westfalen
  • 2005/06: 5. der Oberliga Westfalen
  • 2006/07: 8. der Oberliga Westfalen
  • 2007/08: 4. der Oberliga Westfalen
  • 2008/09: 10. der Regionalliga West
  • 2009/10: 2. der Regionalliga West
  • 2010/11: 3. der Regionalliga West
  • 2011/12: 2. der Regionalliga West
  • 2012/13: 1. der Regionalliga West
  • 2013/14: 2. der Regionalliga West
  • 2014/15: 6. der Regionalliga West
  • 2015/16: 1. der Regionalliga West
  • 2016/17: 12. der 3. Fußball-Liga

Drittliga-Kader 2016/17[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stand: 18. März 2017

Name und Position Rückennummer Nationalität Im Verein seit Letzter Verein
Torwart
David Buchholz 1 DeutschlandDeutschland 2016 FC 08 Homburg
Benedikt Fernandez 30 DeutschlandDeutschland 2015 SV 07 Elversberg
Yannick Zummack 33 DeutschlandDeutschland 2016 Eintracht Frankfurt
Abwehr
Tim Wendel 3 DeutschlandDeutschland 2013 TSV Havelse
Gerrit Nauber 4 DeutschlandDeutschland 2012 Bayer 04 Leverkusen II
Matthias Rahn 5 DeutschlandDeutschland 2014 KSV Hessen Kassel
Nico Neidhart 16 DeutschlandDeutschland 2015 FC Schalke 04 II
Phillipp Steinhart 21 DeutschlandDeutschland 2016 FC Bayern München II
Dennis Engel 22 DeutschlandDeutschland 2016 VfB Oldenburg
Alexander Langlitz 23 DeutschlandDeutschland 2014 Rot-Weiss Essen
Tobias Haitz 25 DeutschlandDeutschland 2017 Alemannia Aachen
Mittelfeld
Tim Gorschlüter 6 DeutschlandDeutschland 2010 Rot Weiss Ahlen
Alexander Hettich 7 DeutschlandDeutschland 2015 FC Carl Zeiss Jena
André Dej 8 PolenPolen DeutschlandDeutschland 2015 FC Viktoria Köln
Patrick Schikowski 14 PolenPolen DeutschlandDeutschland 2016 FC Rot-Weiß Erfurt
Moritz Heyer 15 DeutschlandDeutschland 2014 VfL Osnabrück U19
Nico Granatowski 17 DeutschlandDeutschland 2015 SG Sonnenhof Großaspach
Kevin Pires-Rodrigues 20 PortugalPortugal DeutschlandDeutschland 2016 TSV Steinbach
Jarosław Lindner 24 PolenPolen DeutschlandDeutschland 2016 SV Wehen Wiesbaden
Dennis Brock 27 DeutschlandDeutschland 2015 FC Viktoria Köln
Marcel Kaffenberger 31 DeutschlandDeutschland 2016 Chemnitzer FC
Angriff
Saliou Sané 9 DeutschlandDeutschland SenegalSenegal 2017 Holstein Kiel
Bernd Rosinger 10 DeutschlandDeutschland 2014 Wacker Burghausen
Luka Tankulic 11 DeutschlandDeutschland KroatienKroatien 2016 FC Dundee
Kevin Freiberger 19 DeutschlandDeutschland 2015 VfL Osnabrück

Trainerteam[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name Funktion
Ismail Atalan Trainer
Joseph Laumann Co-Trainer
Bastian Görrissen Torwarttrainer
Chris Löffler Athletiktrainer

Funktionsteam[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name Funktion
Melanie Hubert Physiotherapeutin
Sebastian Klingebiel Mannschaftsarzt
Can Özalp Betreuer
Manfred Wilke Fußballobmann

Bekannte ehemalige Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lotte fordert Aufstockung der dritten Liga. Der Spiegel, 21. Mai 2012, abgerufen am 21. Mai 2012.
  2. http://www.dwdl.de/nachrichten/60343/spielabsage_das_erste_zeigt_tatort_statt_pokal/
  3. FOCUS Online: Trotz schwacher Halbzeit: BVB steht im DFB-Pokal-Halbfinale gegen den FC Bayern. In: FOCUS Online. (focus.de [abgerufen am 14. März 2017]).