Sportfreunde Lotte

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Sportfreunde Lotte
Vereinswappen der Sportfreunde Lotte
Basisdaten
Name Verein für Laufspiele
Sportfreunde Lotte e. V. von 1929
Sitz Lotte, Nordrhein-Westfalen
Gründung 1929
Farben Blau-Weiß
Mitglieder 1.500 (1. Juli 2017)[1]
Vorstandsvorsitzender Hans-Ulrich Saatkamp
Website sf-lotte.de
Erste Fußball-Mannschaft
Cheftrainerin Imke Wübbenhorst
Spielstätte Stadion am Lotter Kreuz
Plätze 10.059
Liga Regionalliga West
2018/19 18. Platz   (3. Liga)
Heim
Auswärts

Der VfL Sportfreunde Lotte ist ein Sportverein mit rund 1.500 Mitgliedern in sechs Abteilungen aus der Gemeinde Lotte in der westfälischen Region Tecklenburger Land (Kreis Steinfurt). Die erfolgreichste und bekannteste Abteilung des Vereins ist die Fußballmannschaft, die von 2016 bis 2019 in der 3. Liga spielte.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verein wurde 1929 unter dem Namen Turnverein Lotte gegründet und beschränkte sich zunächst ausschließlich auf das Turnen. Nach der Neugründung des Vereins unter dem Namen VfL Sportfreunde Lotte am 9. Februar 1946 wurden neben dem Turnen auch Abteilungen für Fußball und Handball eingerichtet.

Nachdem die Fußballer über viele Jahre in der Spitzengruppe der Verbandsliga gespielt hatten, gelang mit der Verbandsliga-Meisterschaft in der Saison 2003/04 der Aufstieg in die Oberliga Westfalen. In der Saison 2007/08 erreichte man dort den vierten Platz und qualifizierte sich somit für die neue dreigleisige Regionalliga. Die Saison 2008/09 beendeten die Sportfreunde unter Trainer Maik Walpurgis auf Platz 10 und qualifizierten sich durch die Finalteilnahme im Westfalenpokal für die 1. Hauptrunde des DFB-Pokals 2009/10. Dort wurde den Sportfreunden der Bundesligist VfL Bochum zugelost, der sich knapp mit 1:0 durchsetzen konnte.

Nachdem die Sportfreunde Lotte die Regionalligasaison 2011/12 in der Weststaffel als Tabellenzweiter mit einem Punkt Rückstand auf die zweite Mannschaft von Borussia Dortmund beendet hatten, legten sie beim DFB Beschwerde ein und forderten eine Aufnahme als 21. Mitglied in die 3. Liga 2012/13, weil Spieler von Rot-Weiss Essen gestanden hatten, am 36. Spieltag vor einem Spiel gegen Borussia Dortmund II gegen die eigene Mannschaft gesetzt zu haben.[2] Dieser Einspruch wurde am 25. Mai 2012 abgewiesen, da keine Spielmanipulation nachgewiesen werden konnte und zudem die Einspruchsfrist abgelaufen war.

Blick auf einen Teil der Haupttribüne des Frimo Stadions

Am Ende der Saison 2012/13 wurden die Sportfreunde Meister der Regionalliga West und sicherten sich damit die Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur 3. Fußball-Liga, in der sie in zwei Spielen gegen den Nordost-Meister RB Leipzig antraten. Das Auswärtsspiel ging 0:2 verloren, daheim führten die Sportfreunde nach 90 Minuten mit 2:0, scheiterten aber in der Verlängerung (2:2) und verfehlten damit den Aufstieg in die 3. Liga. In den folgenden Saisons spielten die Sportfreunde Lotte zwar vorne mit (2. Platz 2013/14, 6. Platz 2014/15), verpassten aber eine neuerliche Qualifikation für die Aufstiegsrunde. Diese wurde in der Saison 2015/16 erneut erreicht. Die Sportfreunde Lotte wurden mit 83 Punkten Meister der Regionalliga West. In der Aufstiegsrelegation zur 3. Liga setzen sie sich gegen Waldhof Mannheim, den Meister der Regionalliga Südwest, mit 2:0 nach Hin- und Rückspiel durch und stiegen zum ersten Mal in die 3. Liga auf.

In der Saison 2016/17 trafen die Sportfreunde in der 1. Runde des DFB-Pokals auf den Bundesligisten Werder Bremen, den sie am 21. August 2016 mit 2:1 besiegten. Mit 10.059 Zuschauern wurde in diesem Spiel ein neuer Vereinsrekord aufgestellt. In der 2. Runde konnten sich die Sportfreunde im heimischen Frimo Stadion vor 8.763 Zuschauern gegen einen weiteren Bundesligisten, Bayer 04 Leverkusen, mit 6:5 n. E. durchsetzen. Im Achtelfinale wurde der Zweitligist TSV 1860 München mit 2:0 bezwungen. Als Gegner im Viertelfinale wurde Borussia Dortmund ausgelost. Das Spiel konnte am 28. Februar 2017 jedoch wegen eines Unwetters nicht stattfinden[3] und wurde verschoben auf den 14. März 2017. Für die Austragung wich man an die Bremer Brücke im benachbarten Osnabrück aus. Hier schied Lotte im Viertelfinale gegen Borussia Dortmund mit 0:3 aus.[4] Die Klasse konnten die Sportfreunde in ihrer ersten Drittligaspielzeit halten, sie schlossen die Saison 2016/17 auf Platz zwölf ab.

Trainer Ismail Atalan wechselte daraufhin zum VfL Bochum und wurde durch Oscar Corrochano ersetzt. Dessen Vertrag wurde nach nur wenigen Wochen aufgelöst. Marc Fascher übernahm Ende Juli 2017 das Traineramt und wurde nach nur drei Monaten entlassen. Andreas Golombek wurde sein Nachfolger und schaffte mit den Sportfreunden noch den Klassenerhalt. Die Saison 2018/19 begann erneut mit einem Trainerkarussel. Matthias Maucksch wurde nach wenigen Spieltagen entlassen und auch sein Nachfolger Nils Drube hielt sich nur bis Anfang April 2019. Daraufhin kehrte Ismail Atalan nach Lotte zurück, konnte aber den Abstieg seiner Mannschaft nicht mehr verhindern.

Ende Februar 2020 gab Atalan seine Trainer-Tätigkeit bei Lotte auf, weil er in gleicher Aufgabe zum Hallescher FC wechselte.[5] Am 17. April des Jahres wurde Imke Wübbenhorst als neue Trainerin des Clubs, ab dem 1. Juli 2020, vorgestellt. Sie ist, nach Inka Grings beim SV Straelen im April 2019, die zweite Trainerin, die einen deutschen Fußball-Viertligisten im Männerbereich trainiert. Sie erhielt einen Zweijahresvertrag.[6]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platzierungen der letzten Jahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1988/89: 1. der Bezirksliga Westfalen Staffel 10
  • 1989/90: 10. der Landesliga Westfalen Staffel 4
  • 1990/91: 4. der Landesliga Westfalen Staffel 4
  • 1991/92: 2. der Landesliga Westfalen Staffel 4
  • 1992/93: 2. der Landesliga Westfalen Staffel 4
  • 1993/94: 4. der Landesliga Westfalen Staffel 4
  • 1994/95: 2. der Landesliga Westfalen Staffel 4
  • 1995/96: 1. der Landesliga Westfalen Staffel 4
  • 1996/97: 6. der Verbandsliga Westfalen Staffel 1
  • 1997/98: 3. der Verbandsliga Westfalen Staffel 1
  • 1998/99: 5. der Verbandsliga Westfalen Staffel 1
  • 1999/00: 4. der Verbandsliga Westfalen Staffel 1
  • 2000/01: 8. der Verbandsliga Westfalen Staffel 1
  • 2001/02: 5. der Verbandsliga Westfalen Staffel 1
  • 2002/03: 5. der Verbandsliga Westfalen Staffel 1
  • 2003/04: 1. der Verbandsliga Westfalen Staffel 1
  • 2004/05: 8. der Oberliga Westfalen
  • 2005/06: 5. der Oberliga Westfalen
  • 2006/07: 8. der Oberliga Westfalen
  • 2007/08: 4. der Oberliga Westfalen
  • 2008/09: 10. der Regionalliga West
  • 2009/10: 2. der Regionalliga West
  • 2010/11: 3. der Regionalliga West
  • 2011/12: 2. der Regionalliga West
  • 2012/13: 1. der Regionalliga West
  • 2013/14: 2. der Regionalliga West
  • 2014/15: 6. der Regionalliga West
  • 2015/16: 1. der Regionalliga West
  • 2016/17: 12. der 3. Liga
  • 2017/18: 16. der 3. Liga
  • 2018/19: 18. der 3. Liga

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kader der Saison 2019/20[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stand: 17. April 2020[7]

Nr. Nat. Spieler Im Verein seit Letzter Verein
Torwart
01 DeutschlandDeutschland Alexander Eiban 2019 1. FC Schweinfurt 05
33 DeutschlandDeutschland Jhonny Peitzmeier 2019 Arminia Bielefeld
30 DeutschlandDeutschland Norman Quindt 2018 TSG Neustrelitz
Abwehr
04 KosovoKosovo Besfort Kolgeci 2019 Eintracht Braunschweig
05 DeutschlandDeutschland Matthias Rahn 2014 KSV Hessen Kassel
07 OsterreichÖsterreich Fabian Gmeiner 2019 Hamburger SV
22 DeutschlandDeutschland Dennis Engel 2019 SV Rödinghausen
23 DeutschlandDeutschland Alexander Langlitz 2014 Rot-Weiss Essen
25 DeutschlandDeutschland Jeron Al-Hazaimeh 2018 Preußen Münster
27 DeutschlandDeutschland Filip Lisnic 2019 NK Osijek II
Mittelfeld
03 DeutschlandDeutschland Tim Wendel 2013 TSV Havelse
06 DeutschlandDeutschland Tim Möller 2019 VfL Osnabrück
08 DeutschlandDeutschland Erhan Yilmaz 2019 TSV Havelse
16 DeutschlandDeutschland Timo Brauer 2019 Rot-Weiss Essen
32 DeutschlandDeutschland Gianluca Przondziono 2019 VfL Osnabrück U19
Angriff
10 DeutschlandDeutschland Leon Demaj 2019 SV Meppen
11 DeutschlandDeutschland Marcell Sobotta 2019 Wacker Nordhausen
15 NiederlandeNiederlande Jules Reimerink 2018 VfL Osnabrück
17 KamerunKamerun Nelson Mandela Mbouhom 2019 Eintracht Frankfurt
19 DeutschlandDeutschland Kevin Freiberger 2019 Rot-Weiss Essen
21 DeutschlandDeutschland Jegor Jagupov 2019 BSG Wismut Gera
24 PolenPolen Jaroslaw Lindner 2016 SV Wehen Wiesbaden

Trainerteam[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name Funktion
Imke Wübbenhorst Trainerin
Andy Steinmann Co-Trainer
Johannes Thienel Athletiktrainer

Transfers der Saison 2019/20[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zugänge
Nat. Name abgebender Verein Transferperiode
DeutschlandDeutschland Alexander Eiban 1. FC Schweinfurt 05 Sommer 2019
Abgänge
Nat. Name aufnehmender Verein Transferperiode
DeutschlandDeutschland Thomas Blomeyer MSV Duisburgw.a. Sommer 2019
DeutschlandDeutschland Paterson Chato SV Wehen Wiesbaden
DeutschlandDeutschland Lars Dietz 1. FC Union Berlinw.a.
DeutschlandDeutschland Felix Drinkuth SC Paderborn 07w.a.
DeutschlandDeutschland Sascha Härtel FC Erzgebirge Auew.a.FSV Zwickau
DeutschlandDeutschland Jonas Hofmann FC Schalke 04 II
DeutschlandDeutschland Steve Kroll SpVgg Unterhaching
DeutschlandDeutschland Toni Jović NK Široki Brijeg
DeutschlandDeutschland Sinan Karweina MSV Duisburg
DeutschlandDeutschland Noah Plume TSV Havelse
DeutschlandDeutschland Kevin Pytlik Wuppertaler SV
KanadaKanada Adam Straith Hansa Rostock
DeutschlandDeutschland Tobias Trautner Stuttgarter Kickers
DeutschlandDeutschland Gerrit Wegkamp FSV Zwickau
DeutschlandDeutschland Aygün Yildirim SC Verl
DeutschlandDeutschland Joshua Putze FSV Union Fürstenwalde
DeutschlandDeutschland Maximilian Oesterhelweg Vertrag endete,
ab Januar 2020 Chemnitzer FC
a. ausgeliehen
w.a. war ausgeliehen

Ehemalige Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Sportfreunde Lotte – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kicker.de: Vereinsdaten - Sportfreunde Lotte
  2. Lotte fordert Aufstockung der dritten Liga. Der Spiegel, 21. Mai 2012, abgerufen am 21. Mai 2012.
  3. Alexander Krei: Spielabsage: Das Erste zeigt "Tatort" statt Pokal. In: dwdl.de. DWDL.de, 28. Februar 2017, abgerufen am 28. Juli 2018.
  4. Trotz schwacher Halbzeit: BVB steht im DFB-Pokal-Halbfinale gegen den FC Bayern. Focus, abgerufen am 6. August 2017.
  5. Atalan und Laumann nach Halle. Sportfreunde Lotte, 25. Februar 2020, abgerufen am 26. Februar 2020.
  6. Regionalliga! Imke Wübbenhorsts Traum wird wahr. In: ndr.de. 17. April 2020, abgerufen am 17. April 2020.
  7. Kader, transfermarkt.de