Sportfreunde Siegen (Frauenfußball)

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Sportfreunde Siegen
(Frauenfußball)
Logo
Basisdaten
Name Sportfreunde Siegen
von 1899 e. V.
Sitz Siegen, Nordrhein-Westfalen
Gründung 1996
Farben rot-weiß
Vorstand Roland Schöler
Website sportfreunde-siegen.de
Erste Mannschaft
Trainer Manuela Frettlöh
Stadion Leimbachstadion
Plätze 18.500
Liga Westfalenliga
2016/17 3. Platz
Heim
Auswärts

Die Sportfreunde Siegen sind ein deutscher Fußballverein aus Siegen. Zur Saison 1996/97 übernahmen die Sportfreunde Siegen die Frauenabteilung vom TSV Siegen. An die großen Erfolge des TSV Siegen konnten die Frauenmannschaft der Sportfreunde Siegen nicht anknüpfen. Der Einzug in das DFB-Pokalfinale in der Saison 1999/2000 ist der größte Erfolg für die Sportfreunde.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1996 bis 2001: Als Nachfolger in der Bundesliga[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor der Saison 1996/97 übernahmen die Sportfreunde Siegen die Frauenabteilung des TSV Siegen, nachdem der TSV in der Saison 1995/96 die deutsche Meisterschaft gewann. Als „Titelverteidiger“ belegte man in der Bundesliga Nord den dritten Platz und verpasste dadurch die Qualifikation für die Endrunde um die deutsche Meisterschaft. Im DFB-Pokal konnte die Mannschaft das Viertelfinale erreichen und verlor dort gegen den FC Rumeln-Kaldenhausen mit 0:2.

Zur Saison 1997/98 erfolgte die Bundesliga-Reform, sodass es in der Bundesliga nur noch eine Staffel mit 12 Teams gibt. In der ersten Saison im neuen Format erreichten die Sportfreunde den 5. Platz und im DFB-Pokal erreichte man das Halbfinale, wo man mit 2:3 nach Verlängerung gegen den FSV Frankfurt verlor. In der folgenden Spielzeiten sammelte die Mannschaft aus Siegen insgesamt 37 Punkte und belegten den dritten Platz. Im DFB-Pokal schied man gegen den FCR 2001 Duisburg mit 1:4.

In der Saison 1999/2000 konnte man sich diesmal mit 42 Punkten den dritten Platz erreichen und im DFB-Pokal konnte man den größten Erfolg der Vereinsgeschichte feiern. Durch Siege gegen SpVgg Oberaußem-Fortuna, SC 07 Bad Neuenahr, WSV Wolfsburg und Grün-Weiß Brauweiler erreichten die Siegenerinnen das Pokalfinale. Im Olympiastadion Berlin unterlag die Mannschaft um Silke Rottenberg gegen den 1. FFC Frankfurt.

2000 bis 2004: Zweifacher Abstieg und Wiederaufstieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Saison 2000/01 belegten die Sportfreunde Siegen den achten Platz und damit die schlechteste Platzierung in der eingleisigen Bundesliga. Obwohl der achte Platz kein Abstiegsplatz ist, musste die Sportfreunde aus Siegen abstiegen, weil der Verein keine Lizenz für die kommende Bundesliga-Spielzeit erhielt. Im Achtelfinale des DFB-Pokal war nach einer 0:10-Niederlage gegen den 1. FFC Frankfurt Endstation.

Durch den Zwangsabstieg musste die Frauenmannschaft der Sportfreunde Siegen in der Saison 2001/02 in der zweitklassigen Fußball-Regionalliga West antreten. In der ersten Regionalliga-Saison belegte man mit 50 Punkten den zweiten Platz hinter dem SpVgg Oberaußem-Fortuna und verpassten damit die Qualifikation für die Aufstiegsrunde zur Bundesliga. Als letztjähriger Bundesligist waren die Siegenerinnen für den DFB-Pokal qualifiziert und trafen in der 1. Runde auf den FCR 2001 Duisburg. Das Spiel ging mit 0:9 verloren. Für die nächste Saison konnte sich die Sportfreunde Siegen durch eine Niederlage im Finale des Westfalenpokal gegen FC Gütersloh 2000 nicht qualifizieren.

In der darauffolgenden Regionalliga-Spielzeit konnten die Sportfreunde Siegen nicht an die Leistungen der Vorsaison anknüpfen und sammelten nur 11 Punkte. Damit belegten sie den 13. Platz und stiegen in die Verbandsliga Westfalen ab. In der Verbandsliga wurde man Vizemeister und konnte damit in die Regionalliga West aufsteigen.

Saison Liga Platz S U N Tore Punkte DFB-Pokal
1996/97 Bundesliga Nord 3. 13 1 4 52:15 40 Viertelfinale
1997/98 Bundesliga 5. 12 2 8 46:23 38 Halbfinale
1998/99 Bundesliga 3. 10 7 5 32:28 37 Achtelfinale
1999/00 Bundesliga 3. 13 3 6 48:28 42 Finale
2000/01 Bundesliga 8. 7 5 10 28:46 26 Achtelfinale
2001/02 Regionalliga West 2. 15 5 4 79:39 50 1. Runde
2002/03 Regionalliga West 13. 3 2 19 41:89 11 nicht qualifiziert
2003/04 Verbandsliga Westfalen 2. 21 5 2 110:40 68 nicht qualifiziert
2004/05 Regionalliga West 6. 11 4 7 71:51 37 nicht qualifiziert
2005/06 Regionalliga West 6. 9 3 10 32:42 30 nicht qualifiziert
2006/07 Regionalliga West 8. 7 5 10 30:36 26 nicht qualifiziert
2007/08 Regionalliga West 7. 7 6 7 26:30 27 nicht qualifiziert
2008/09 Regionalliga West 12. 8 5 13 34:43 29 nicht qualifiziert
2009/10 Verbandsliga Westfalen 1. 25 1 0 98:18 76 nicht qualifiziert
2010/11 Regionalliga West 3. 13 4 9 56:41 43 nicht qualifiziert
2011/12 Regionalliga West 4. 13 5 6 46:33 44 nicht qualifiziert
2012/13 Regionalliga West 9. 8 5 11 43:44 29 1. Runde
2013/14 Regionalliga West 6. 13 2 11 55:60 61 1. Runde
2014/15 Regionalliga West 10. 9 4 13 54:67 31 nicht qualifiziert
2015/16 Regionalliga West 12. 7 2 17 34:72 23 nicht qualifiziert
grün unterlegte Spielzeiten kennzeichnen einen Aufstieg, rot unterlegte einen Abstieg

2004 bis 2008: Etablierung in der Regionalliga[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Aufsteiger sicherte sich die Frauenmannschaft der Sportfreunde Siegen in der Saison 2004/05 den sechsten Platz in der Regionalliga West und in der darauffolgenden Spielzeit konnte sie den sechsten Platz bestätigen und etablierten sich in der Regionalliga. In der Saison 2006/07 bestätigten sie weiter die Ergebnisse aus den Vorjahr durch einen achten Platz und in der Saison 2007/08 durch einen siebten Platz.

2008 bis 2010: Abstieg und Wiederaufstieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem man sich in den vorherigen Spielzeiten in der Regionalliga etablieren konnte, sammelte die Mannschaft in der Saison 2008/09 nur 29. Punkte und belegten auf den 12. Platz. Dadurch musste die Mannschaft einen Abstieg verkraften.

Im Gegensatz zur letzten Spielzeit in der Verbandsliga konnte die Siegenerinnen diesmal die Liga gewinnen und dadurch schafften sie den sofortigen Wiederaufstieg in die Regionalliga. In der Spielzeit verlor die Mannschaft kein Spiel und am Ende standen 25 Siege und ein Remis zu Buche.

2010 bis 2015: Erneute Etablierung in der Regionalliga[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Saison 2010/11 sorgen die Sportfreunde aus Siegen in der Regionalliga für Furore und belegte am Ende der Saison den dritten Platz. Im Westfalenpokal erreichte die Mannschaft das Pokalfinale und verpasste dort durch eine 0:4-Niederlage gegen den VfL Bochum die Qualifikation für den DFB-Pokal.

In der darauffolgenden Saison konnten sie die Leistungen aus der Vorsaison durch den vierten Tabellenplatz. Im Westfalen erreichte man erneut das Finale und traf dort auf Germania Hauenhorst. Mit einem 3:2-Sieg sicherte man sich die Qualifikation für den DFB-Pokal.

In der Saison 2012/13 konnten sie die starken Leistungen aus den beiden vorherigen Spielzeiten nicht bestätigen und konnten mit den neunten Platz und 29 Punkten den Klassenerhalt sichern. Im DFB-Pokal traf die Mannschaft der Sportfreunde Siegen auf den Zweitligisten TSG 1899 Hoffenheim und man verlor das Spiel im eigenen Stadion mit 0:2. Im Westfalenpokal konnte man zum dritten Mal in Folge das Pokalfinale erreichen und traf dort wieder auf den VfL Bochum. Obwohl die Mannschaft das Spiel mit 1:2 verlor, qualifizierte man sich für den DFB-Pokal, weil der VfL Bochum durch den Aufstieg in die zweite Bundesliga direkt für den DFB-Pokal qualifiziert war.

In der darauffolgenden Saison konnte die Mannschaft mit den sechsten Platz eine stärkere Saison spielen. Im DFB-Pokal lief es nicht so gut und die Mannschaft schied in der ersten Runde durch eine 0:9-Niederlage gegen den Zweitligisten SC Sand. In der Saison 2014/15 spielte die Sportfreunde aus Siegen wieder gegen den Abstieg und erreichten das Ziel Klassenerhalt mit den 10. Platz.

Seit 2015: Abstieg in die Verbandsliga[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Saison 2015/16 kämpften die Sportfreunde Siegen wieder gegen den Abstieg. Mit 23 Punkten und den zwölften Platz in der Regionalliga West konnte er nicht verhindern werden, sodass die Mannschaft seit der Saison 2016/17 in der Westfalenliga antritt.

Bekannte Spielerinnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Silke Rottenberg: Zwischen 1996 und 2000 bei den Sportfreunden Siegen aktiv

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zweite Mannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Saison 2008/09 spielte die zweite Mannschaft der Kreisliga und nach drei Spielzeiten in der Kreisliga stiegen sie auf in die Bezirksliga auf. Die zweiten Mannschaft der Sportfreunde konnte mit insgesamt 65 Punkten die Liga gewinnen und schafften den Durchmarsch aus der Kreisliga in die Landesliga.

In ihrer ersten Landesliga-Spielzeiten in der Saison 2012/13 sichersten sich die Siegenerinnen mit Platz 11 den Klassenerhalt und in der zweiten Spielzeit konnten sie sich weiter in der Landesliga etablieren. Am Ende der Saison stand der achte Platz zu Buche und in der Saison 2015/16 sicherte man sich mit den 14. Platz den Klassenerhalt. In der darauffolgenden Saison erreichte man nur noch den 15. Platz und stieg in die Bezirksliga ab.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]