Sportler des Jahres (Dänemark)

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Bahnradsportler Lasse Norman Hansen, Dänemarks Sportler des Jahres 2012

Dänemarks Sportler des Jahres (dänisch Årets Sportsnavn) ist eine Auszeichnung, die seit 1991 jährlich vom dänischen Sportverband Danmarks Idræts-Forbund (DIF) in Zusammenarbeit mit der Tageszeitung Jyllands-Posten vergeben wird. Ermittelt wird Dänemarks bester Sportler des abgelaufenen Kalenderjahres, wobei Männer, Frauen und auch Mannschaften gegeneinander antreten. Als Juroren fungiert eine Expertenjury. Das Ergebnis wird in der Regel Anfang Januar bekanntgegeben. Der Preis ist mit 50.000 Dänischen Kronen (circa 6710 Euro) dotiert und gilt als bedeutendste Auszeichnung im dänischen Sport.[1]

Die Jury erstellt eine Nominiertenliste aus drei Sportlern beziehungsweise Mannschaften und zeichnet sich auch für die Wahl des Gewinners verantwortlich. Bei der Preisverleihung im Jahr 2011 bestand diese aus fünf Sportfunktionären und zwei Journalisten von Jyllands-Posten.[2]

Bei der letzten Preisverleihung am 5. Januar 2013 auf dem Messegelände in Herning setzte sich der Bahnrad-Olympiasieger Lasse Norman Hansen durch. Laudator war der dänische Kronprinz Frederik. Nominiert waren die Ruder-Olympiasieger Mads Rasmussen und Rasmus Quist sowie die Dänische Männer-Handballnationalmannschaft, die Gold bei der Europameisterschaft in Serbien gewonnen hatte.[3]

Neben der Auszeichnung für Dänemarks Sportler des Jahres werden im Rahmen der Veranstaltung weitere Preise verliehen. 2013 waren u. a. Auszeichnungen für den besten dänischen Fußballspieler, die größte Olympische Nachwuchshoffnung sowie für den Behindertensport ausgelobt.

Preisträger[Bearbeiten]

Am häufigsten ausgezeichnet wurde die dänische Frauen-Handballnationalmannschaft (drei Siege), gefolgt von den beiden Ruderern Eskild Ebbesen und Thomas Ebert, der Schwimmerin Mette Jacobsen und dem Autorennfahrer Tom Kristensen (je zwei). Am häufigsten vertretene Sportart unter den Gewinnern ist der Handballsport und Schwimmen (je vier Siege), gefolgt vom Rudersport (drei).

In neun von 22 Fällen wurden Frauen zu Dänemarks Sportlern des Jahres gekürt. Wintersportler waren bislang noch nicht erfolgreich.

Jahr Preisträger/-in Sportart Erfolg(e)
1991 Mette Jacobsen Schwimmen vierfache Medaillengewinnerin bei den 20. Schwimmeuropameisterschaften in Athen (Gold über 200-Meter-Freistil, 200-Meter-Schmetterling und 4x200-Meter-Freistil, Bronze über 4x100-Meter-Freistil), zweifache Medaillengewinnerin bei den 6. Schwimmweltmeisterschaften in Perth (Bronze über 200-Meter-Freistil, 4x200-Meter-Freistil)
1992 Jesper Bank
Jesper Seier
Steen Secher
Segeln Goldmedaillengewinner bei den XXV. Olympischen Sommerspielen in Barcelona (Soling)
1993 Frauen-Handballnationalmannschaft Handball Silbermedaillengewinner bei der 11. Handball-Weltmeisterschaft in Norwegen
1994 Frauen-Handballnationalmannschaft Handball Goldmedaillengewinner bei der 11. Handball-Europameisterschaft in Deutschland
1995 Mette Jacobsen Schwimmen fünffache Medaillengewinnerin bei den 22. Schwimmeuropameisterschaften in Wien (Gold über 100-Meter-Rücken und 100-Meter-Schmetterlin, Silber über 200-Meter-Schmetterling und 100-Meter-Freistil, Bronze über 200-Meter-Freistil)
1996 Bjarne Riis Radsport Gewinner der 83. Tour de France
1997 Wilson Kipketer Leichtathletik Goldmedaillengewinner bei den 6. Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Athen (800-Meter-Lauf), Goldmedaillengewinner bei den 6. Leichtathletik-Hallenweltmeisterschaften in Paris (800-Meter-Lauf mit Weltrekord – 1:42,67 min), Freiluftweltrekord – 1:41,11 min, 13 Saisonsiege
1998 Thomas Poulsen
Eskild Ebbesen
Victor Feddersen
Thomas Ebert
Rudern Goldmedaillengewinner bei den 23. Ruder-Weltmeisterschaften in Köln (Leichtgewichts-Vierer ohne Steuermann)
1999 Camilla Martin Badminton Goldmedaillengewinnerin bei den 11. Badminton-Weltmeisterschaften in Kopenhagen (Einzel)
2000 Frauen-Handballnationalmannschaft Handball Goldmedaillengewinner bei den XXVII. Olympischen Spielen in Sydney
2001 Thomas Bjørn Golf Gewinner der Dubai Desert Classic, Zweiter bei den Scottish Open, Ranking-Position sieben auf der European Tour
2002 Tom Kristensen Motorsport Gewinner des 24-Stunden-Rennens von Le Mans (Audi), der American Le-Mans-Serie (Audi) und von Petit Le Mans (Audi)
2003 Nicki Pedersen Speedway Einzel-Weltmeister
2004 Eskild Ebbesen
Thomas Ebert
Thor Kristensen
Stephan Mølvig
Rudern Goldmedaillengewinner bei den XXVIII. Olympischen Sommerspielen in Athen (Leichtgewichts-Vierer ohne Steuermann)
2005 Tom Kristensen Motorsport Gewinner des 24-Stunden-Rennens von Le Mans (Audi) und des 12-Stunden-Rennens von Sebring, Dritter der DTM-Saison
2006 Mikkel Kessler Boxen Weltmeister nach WBA und WBC (Supermittelgewicht)
2007 Mads Rasmussen
Rasmus Quist
Rudern Goldmedaillengewinner bei den 32. Ruder-Weltmeisterschaften in München (Leichtgewichts-Doppelzweier, LM2x), Weltbestzeit im Leichtgewichts-Doppelzweier
2008 Männer-Handballnationalmannschaft Handball Goldmedaillengewinner bei der 8. Handball-Europameisterschaft in Norwegen
2009 Lotte Friis Schwimmen zweifache Medaillengewinnerin bei den 13. Schwimmweltmeisterschaften in Rom (Gold über 800-Meter-Freistil, Silber über 1500-Meter-Freistil), Weltrekord über 1500-Meter-Freistil (Kurzbahn – 15:28,65 min)
2010 Caroline Wozniacki Tennis Weltranglistenerste und Gewinnerin von sechs WTA-Turnieren
2011 Jeanette Ottesen Schwimmen Goldmedaillengewinnerin bei den 14. Schwimmweltmeisterschaften in Shanghai (100-Meter-Freistil), sechsfache Medaillengewinnerin bei den 19. Kurzbahneuropameisterschaften in Stettin (Gold über 50- und 100-Meter-Schmetterling und mit der 4x50-Meter-Lagenstaffel, Silber über 50- und 100-Meter-Freistil und mit der 4x50-Meter-Freistilstaffel)
2012 Lasse Norman Hansen Radsport Goldmedaillengewinner bei den XXX. Olympischen Sommerspielen in London (Omnium)
2013 Maja Jager Bogenschießen Gold- und Bronzemedaillengewinnerin (Olympischer Bogen) bei den Weltmeisterschaften im Bogenschießen 2013 in Antalya[4]

Siehe auch[Bearbeiten]

Sportler des Jahres

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. vgl. Audi Pilot Tom Kristensen ist "Sportler des Jahres" bei motorsport-server.de, 29. Dezember 2005 (aufgerufen am 7. Januar 2011)
  2. Årets Sportsnavn for 20. gang. Friis, Wozniacki eller Breschel? bei jyllands-posten.dk, 13. November 2010 (abgerufen am 7. Januar 2011).
  3. 20-årig blev "Årets Sportsnavn" bei jyllands-posten.dk, 5. Januar 2013 (abgerufen am 20. Februar 2013).
  4. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatJacob Draminsky: Bueskytten Maja Jager er Årets Sportsnavn 2013. Danmarks Idræts-Forbund, 4. Januar 2014, abgerufen am 14. Januar 2014 (dänisch).