Spuk im Hochhaus

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Seriendaten
Originaltitel Spuk im Hochhaus
Produktionsland DDR
Originalsprache Deutsch
Jahr 1981/1982
Länge 30 Minuten
Episoden 7 in 1 Staffel
Genre Kinderserie, Grusel, Filmkomödie
Idee C. U. Wiesner
Günter Meyer
Musik Thomas Natschinski
Erstausstrahlung 25. Dezember 1982 auf DDR 1
Besetzung

Hauptdarsteller:

Nebendarsteller: Berndt Renné, Wolfgang Greese, Ulrike Flegel

Spuk im Hochhaus ist eine Kinderserie des Fernsehens der DDR, hergestellt im DEFA-Studio für Spielfilme, aus dem Jahr 1982 (Regie: Günter Meyer). Sie ist im Rahmenkonzept ähnlich angelegt wie die ebenfalls von Günther Meyer gedrehte Reihe Spuk unterm Riesenrad. Das Drehbuch stammt von C. U. Wiesner.

Handlung (Kurzfassung)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Wo die Tannen düster rauschen und dem Wanderer stockt der Schritt
steht ein Wirtshaus, und drin hausen August und Jette Deibelschmidt.

Wenn ein Gast mit blanken Talern ihnen unters Auge tritt
greifen flugs zur Selbstbedienung: August und Jette Deibelschmidt.

Unrecht Gut gedeihet nimmer, hört ihr schon des Schicksals Schritt:
gleich pocht es an eure Türe, August und Jette Deibelschmidt!“

Die Handlung beginnt in einem Wirtshaus vor 200 Jahren, in dem die Wirtsleute Jette und August Deibelschmidt aus Habsucht immer wieder ihre Gäste betrunken machen und sie bestehlen. Der „Polizeikommissarius“ Friedrich Wilhelm Licht kommt den beiden jedoch auf die Schliche. Bei dem Versuch der beiden, ihn außer Gefecht zu setzen, wird er von einem herabfallenden Kronleuchter erschlagen. In seinen letzten Worten verflucht der Polizeikommissarius das Diebespaar, in den nächsten 200 Jahren keine Ruhe mehr im Grab zu finden:

„Die bösen Taten zahlt ihr teuer, so fahrt dahin mit Rauch und Feuer!
Eh' nicht 200 Jahre schwinden, sollt keine Ruh' im Grab ihr finden!
Erlösung kann euch nur geraten, vollbringt ihr sieben gute Taten!“

Erst nach dieser Zeit sollen sie Erlösung erfahren, wenn sie sieben gute Taten vollbringen. Als sie fliehen wollen und über ihr angehäuftes Diebesgut streiten, gerät das Haus in Brand, wobei die beiden vor lauter Gier nach dem Gold im Feuer sterben. Als Jette und August 200 Jahre später aus ihren Gräbern auferstehen, müssen sie feststellen, dass an der Stelle ihres Wirtshauses „Fuhrmannsschenke“ nun ein Hochhaus steht. Zufälligerweise bemerken sie, dass sie die Fähigkeit haben, durch Wände zu gehen. Sie versuchen, sich in ihrer neuen Umgebung zurechtzufinden und schnellstmöglich die geforderten guten Taten zu vollbringen. Dabei werden sie durch den Ururururenkel des Polizeikommisarius, der (wie sich am Ende herausstellt) der eigentliche Polizeikommissarius von vor 200 Jahren ist, überwacht und teilweise unterstützt.

Drehort[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Außenaufnahmen rund um das Hochhaus Nr. 4 entstanden in Berlin-Friedrichshain. Das Haus selbst steht in der Langen Straße unweit des Ostbahnhofs. Die Innenaufnahmen fanden fast alle in Babelsberg statt, wo die Wohnungen und Flure im Studio aufgebaut waren.

Daten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kamera: Peter Süring
  • Maske: Peter Vohs
  • Dramaturgie: Anne Goßens
  • Szenenbild: Werner Pieske
  • Requisite: Peter Röh
  • Schnitt: Ruth Ebel, Helga Wardeck
  • Ton: Peter Förster

Episoden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Feuer und Wasser
  2. Das zornige Sofa
  3. Wie Hund und Katz'
  4. Bemme und die sieben Geißlein
  5. Kuß oder Keile
  6. Omas Wunderkuchen
  7. Abschied wider Willen

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu DDR-Zeiten wurde Spuk im Hochhaus als siebenteilige Fernsehserie ausgestrahlt und zu einem zweiteiligen Kinofilm (1. Teil: Feuer und Wasser, Folgen 1-4; 2. Teil: Abschied wider Willen, Folgen 5-7) zusammengeschnitten, der auch erfolgreich in den DDR-Kinos lief. Im Jahr 1987 erschien die Nachfolgeserie Spuk von draußen.

DVD[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Serie wurde von Icestorm Entertainment auf DVD veröffentlicht.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]