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Srećko Bogdan

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Srećko Bogdan
Personalia
Geburtstag 5. Januar 1957
Geburtsort Mursko Središće, SFR Jugoslawien
Sterbedatum 8. April 2026
Größe 183 cm
Position Abwehrspieler
Junioren
Jahre Station
1970–1973 Rudar Mursko Središće
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1973–1974 NK Čakovec
1975–1985 Dinamo Zagreb 262 (31)
1985–1993 Karlsruher SC 245 (21)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
~1978~ Jugoslawien U-21 mind. 6 0(1)
1977–1983 Jugoslawien 110(0)
1990–1991 Kroatien 2 0(1)
Stationen als Trainer
Jahre Station
1996–2001 Karlsruher SC (Co-Trainer)
2001–2002 VfR Mannheim
2005–2006 Inter Zaprešić
2007–2008 HNK Segesta Sisak
2009–2010 Međimurje Čakovec
2011–2018 Inter Zaprešić U-19
2018–2020 Inter Zaprešić Jugend
2020–2021 NK Savski Marof
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.

Srećko Bogdan (* 5. Januar 1957 in Mursko Središće; † 8. April 2026 ebenda[1]) war ein jugoslawischer beziehungsweise kroatischer Fußballspieler und -trainer.

Sportliche Laufbahn

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Vereinskarriere

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Bogdan begann seine Karriere in seiner Heimatstadt mit Rudar Mursko Središće und wechselte 1973 zum MTČ Čakovec. Im Januar 1975 wechselte er dann zum kroatischen Spitzenklub Dinamo Zagreb, für den er in zehn Jahren insgesamt 595 Pflichtspiele absolvierte und dabei 125 Tore schoss. Damit belegt er den dritten Platz in der Liste der Spieler mit den meisten Einsätzen in der Geschichte des Vereins.[2]

Bogdan wechselte 1985 für eine Ablösesumme von 150.000 DM zum damaligen Zweitligisten Karlsruher SC. Dort avancierte er als Abwehrorganisator sofort zum Stammspieler und absolvierte alle 38 Spiele der Saison 1985/86. In der darauffolgenden Saison, unter Trainer Winfried Schäfer, stieg er mit der Mannschaft in die Bundesliga auf und war in den darauf folgenden Spielzeiten maßgeblich am Erfolg des KSC beteiligt, der mit dem 6. Platz in der Saison 1992/93 und der damit verbundenen erstmaligen Qualifikation für den UEFA-Pokal seinen vorläufigen Höhepunkt fand. Im letzten Saisonspiel am 5. Juni 1993 gegen Borussia Dortmund (3:0) kam Bogdan, der in dieser Saison verletzungsbedingt lange hatte pausieren müssen und nur zehn Spiele absolvierte, letztmals zum Einsatz. Bogdan absolvierte zwischen 1985 und 1993 insgesamt 75 Zweitliga- und 170 Erstligaspiele für den KSC und erzielte dabei 13 Treffer im Oberhaus und acht Tore in Liga 2.

Der 1,83 Meter große zentrale Abwehrspieler zeichnete sich unter anderem durch seine Kopfballstärke aus, die er auch bei Vorstößen in den gegnerischen Strafraum zu nutzen wusste. Bogdan war, wie es der ehemalige KSC-Präsident Schmider ausdrückte, „ein absolutes Vorbild sportlich, als auch menschlich“. Trainer Schäfer schätzte Bogdan, der bei den Badenern auch die Kapitänsbinde trug, als Bindeglied zwischen Trainer und Mannschaft.

Auswahleinsätze

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Mit der jugoslawischen U-21-Auswahl spielte er die 1978er-Ausgabe der U-21-EM und gewann mit seinem Heimatland den kontinentalen Titel. In den Finalspielen setzten sich das Team gegen die DDR-Nachwuchsauswahl um Dirk Heyne, Lutz Eigendorf und Hans-Jürgen Riediger durch. Nach einem 1:0-Auswärtssieg in Ostdeutschland reichte den Jugoslawen ein 4:4 vor heimischer Kulisse in Mostar mit einem Tor Bogdans für den Gesamtsieg.

Er bestritt für die A-Nationalelf Jugoslawiens zwischen 1977 und 1983 elf Länderspiele. Den letzten Auftritt für das Team absolvierte er gegen die Bundesrepublik Deutschland. Rund um die Auflösung des Vielvölkerstaates kam der Karlsruher Verteidiger 1990 und 1991 in zwei Partien für Kroatien zum Einsatz. In der ersten dieser beiden Begegnungen gelang ihm beim 2:0-Sieg gegen Rumänien ein Treffer.

Trainer- und Funktionärslaufbahn

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Nach Ende seiner aktiven Laufbahn war Bogdan zunächst bis 2000 als Trainer und Koordinator von KSC-Jugendmannschaften sowie als Co-Trainer von Winfried Schäfer tätig. Er war in der Saison 2005/06 Trainer des kroatischen Klubs Inter Zaprešić, der in der Saison 2006/07 aus der obersten kroatischen Liga (1. HNL) abstieg. Ab Anfang 2007 war er Trainer von Segesta Sisak, mit dem er am Ende der Saison 2006/07 in die zweite Liga aufstieg, jedoch Ende 2008 vom Trainerposten entbunden wurde. In der Saison 2009/10 trainierte er die Mannschaft NK Međimurje Čakovec in der 2. Liga.

Weiterer Werdegang

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Bogdan starb am 8. April 2026.[3][4]

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Einzelnachweise

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  1. Preminuo Srećko Bogdan. Dinamo Zagreb, 8. April 2026, abgerufen am 9. April 2026 (kroatisch).
  2. Igrači s najviše nastupa: 3. Srećko Bogdan (Čeči). In: nk-dinamo.hr. 2007, archiviert vom Original am 9. Februar 2010; abgerufen am 8. April 2026 (kroatisch).
  3. Preminuo Srećko Bogdan. In: gnkdinamo.hr. 8. April 2026, abgerufen am 8. April 2026 (kroatisch).
  4. Umro je legendarni Srećko Bogdan. In: sportklub.n1info.hr. 8. April 2026, abgerufen am 8. April 2026 (kroatisch).