Sretensk

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Stadt
Sretensk
Сретенск
Flagge Wappen
Flagge
Wappen
Föderationskreis Sibirien
Region Transbaikalien
Rajon Sretensk
Erste Erwähnung 1689
Stadt seit 1789, erneuert 1926
Fläche 36 km²
Bevölkerung 6850 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte 190 Einwohner/km²
Höhe des Zentrums 450 m
Zeitzone UTC+9
Telefonvorwahl (+7) 30246
Postleitzahl 673500
Kfz-Kennzeichen 75, 80
OKATO 76 240 501
Geographische Lage
Koordinaten 52° 15′ N, 117° 43′ OKoordinaten: 52° 15′ 0″ N, 117° 43′ 0″ O
Sretensk (Russland)
Red pog.svg
Lage in Russland
Sretensk (Region Transbaikalien)
Red pog.svg
Lage in der Region Transbaikalien
Liste der Städte in Russland

Sretensk (russisch Сретенск) ist eine Kleinstadt in der Region Transbaikalien (Russland) mit 6850 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010).[1]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt liegt nördlich des Borschtschowotschnygebirges in Transbaikalien, etwa 380 km östlich der Regionshauptstadt Tschita, am Fluss Schilka, dem linken Quellfluss des Amur.

Die Stadt Sretensk ist Verwaltungszentrum des gleichnamigen Rajons.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort war seit 1689 als Kosakenwinterlager bekannt. 1783 wurde ein Ostrog errichtet. 1789 wurde Stretensk Stadt und Verwaltungszentrum eines Kreises (Ujesds). Der Name bezieht sich auf die Darstellung des Herrn (russisch Sretenije Gospodne) – an diesem Tag wurde eine Kapelle geweiht. 1798 verlor der Ort den Stadtstatus jedoch wieder.

Bis weit in das 19. Jahrhundert war auch die Schreibweise Stretensk anzutreffen.

1897 wurde Sretensk zum vorläufigen Endpunkt der Transbaikalstrecke der Transsibirischen Eisenbahn (die Chinesische Ostbahn durch die Mandschurei nach Wladiwostok zweigte 280 Kilometer weiter westlich ab). Vom Sretensk wurden Güter und Personen weiter mit Dampfschiffen auf Schilka und Amur in Richtung Blagoweschtschensk und Chabarowsk befördert. Der Ort wurde zu einer bedeutenden Handelssiedlung, zumindest bevor 1916 die Amurbahn endgültig eröffnet wurde (Bau ab 1908), die von der ursprünglichen Transsibstrecke aus strategischen Gründen (Entfernung von der chinesischen Grenze) wiederum weiter westlich abzweigte und den Durchgangsverkehr aufnahm.

Trotzdem erhielt Sretensk 1926 erneut Stadtrecht.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1897 1.400
1926 8.600
1939 13.528
1959 15.138
1970 13.805
1979 13.414
1989 10.445
2002 8.192
2010 6.850

Anmerkung: Volkszählungsdaten (bis 1926 gerundet)

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Sretensk gibt es ein kleines Heimatmuseum.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt Betriebe der Leicht-, Lebensmittel- und Holzindustrie, in der Siedlung Kokui (10 km westlich) Schiffbau (kleinere Flussschiffe).

Sretensk ist Endpunkt einer 52 Kilometer langen Zweigstrecke, die bei Dunajewo (Station Kuenga) von der Hauptstrecke der Transsibirischen Eisenbahn abzweigt. In Sretensk überquert seit 1986 die „Straße republikanischer Bedeutung“ R426, welche die südöstlichen Teile der Region Transbaikalien an das Straßennetz anschließt, die Schilka.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sretensk – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien