Städtisches Theodolinden-Gymnasium

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Städtisches Theodolinden-Gymnasium
Gebäude des Theodolinden-Gymnasiums
Schulform Gymnasium
Gründung 1939
Adresse

Am Staudengarten 2

Ort München-Harlaching
Land Bayern
Staat Deutschland
Koordinaten 48° 5′ 52″ N, 11° 34′ 31″ OKoordinaten: 48° 5′ 52″ N, 11° 34′ 31″ O
Träger Stadt München
Schüler 850 (Schuljahr 2016/17)[1]
Lehrkräfte 90
Leitung Werner Ziegler
Website www.tlg.musin.de

Lage und Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Städtische Theodolinden-Gymnasium (TLG) ist ein Gymnasium in München-Harlaching. Es trägt diesen Namen nach der bayerischen Herzogin und Königin der Langobarden Theodolinde seit dem Jahr 1960. Es ist aus dem früheren Städtischen Mädchen Realgymnasium hervorgegangen, das im Jahr 1939 gegründet wurde, nachdem die seit 1843 von den Armen Schulschwestern von unseren lieben Frau geführte Mädchenschule (Angerkloster) auf Druck der nationalsozialistischen Führung seit 1936 sukzessive ihren Dienst einstellen musste. Im Jahre 1956 bezog die Schule das auch heute noch genutzte Gebäude am Staudengarten. Seit 1977 wird das bis dahin nur Mädchen vorbehaltene Realgymnasium koedukativ geführt. Seit 1999 ist das Thedolinden-Gymnasium Partnerschule des Leistungssports mit jeweils einer Sportklasse pro Jahrgang. Die Schulgebäude liegen auf einem weitläufigen Gelände, auf dem sich auch die Grundschule an der Rotbuchenstraße befindet. Das Gebäude wurde 1935/36 als Schule für die zeitgleich entstandenen Wohnsiedlungen an der Grünwalder und Naupliastraße erbaut und nach dem 1935 verstorbenen nationalsozialistischen Kultusminister Hans Schemm benannt. Nach dem Krieg wurden die unzerstörten Gebäude von den US-Amerikanern requiriert und erst 1956 der Stadt zurückgegeben.[2][3] Die Schule erhielt im Jahr 2008 eine schuleigene Mensa. Die neue Sporthalle wurde 2015 fertiggestellt.

Ausbildungsrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Gymnasium mit sozialwissenschaftlichem Profil (WSG-S): Englisch (ab 5. Kl.), Französisch (ab 6. Kl.), Sozialkunde und Sozialwissenschaftliche Grundbildung (ab 8. Kl.)
  • Sprachliches Gymnasium (SG / koedukativ): Englisch (ab 5. Kl.), Latein (ab 6. Kl.), Französisch (ab 8. Kl.),
  • Sportwissenschaftliches Gymnasium (koedukativ, Fußball): Englisch (ab 5. Kl.), Französisch (ab 6. Kl.), Sport und Sporttheorie als Profilfach (ab 8. Kl.)

Pädagogische Angebote[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • offene Ganztagsbetreuung bis 16.15 Uhr (Mo – Do)
  • Mittagessen in der schuleigenen Mensa
  • qualifizierte Hausaufgabenbetreuung bzw. Förderunterricht durch Lehrkräfte der Schule (Klassen 5–8)
  • mehrwöchige Betriebspraktika (10) bzw. Trainerlehrgänge (Kl. 10 und 11)
  • Austauschprogramme mit Frankreich, Italien, Russland und Schottland
  • Schulbibliothek mit eigener Bibliothekarin
  • zwei Theatergruppen

Besonderheiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Russischunterricht für Anfänger (als Rezeptivkurs) und Muttersprachler bis hin zur Abiturprüfung

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Theodolinden-Gymnasium München – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst. Abgerufen am 7. März 2018.
  2. Geschichte der Schule
  3. Gisela Graßl, Die Entstehung unserer Schule, in: Andrea Haunschild u. a. (Hrsg.), 50 Jahre Theodolinden-Gymnasium München, Festschrift und Jahresbericht, München 1989, S. 7f
  4. DFB zeichnet drei "Eliteschulen des Fußballs" in München aus. In: DFB - Deutscher Fußball-Bund e.V. (dfb.de [abgerufen am 6. März 2017]).