Ständige Konferenz Schauspielausbildung

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Ständige Konferenz Schauspielausbildung (SKS) ist eine Arbeitsgemeinschaft der deutschsprachigen staatlichen oder städtischen Ausbildungsinstitute für Berufsschauspieler. Sie dient der Koordination der Aufgaben, die diesen Ausbildungsstätten übertragen sind, und fördert Erörterung inhaltlicher und organisatorischer Fragen der Schauspielausbildung, soweit sie von überregionaler Bedeutung sind.

Die SKS wirkt durch die Arbeit ihrer Mitgliedsinstitute an der Gestaltung eines jährlich stattfindenden Theatertreffens Deutschsprachiger Schauspielstudierender mit, verbunden mit dem Bundeswettbewerb zur Förderung des Schauspielnachwuchses des Bundesministeriums für Bildung und Forschung der Bundesrepublik Deutschland.

Mitgliedsinstitute[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Mitgliedsinstitute der SKS, also staatliche oder städtische Ausbildungsinstitute für Berufsschauspielerinnen und Schauspieler bzw. staatliche Hochschulen im deutschen Sprachraum, die den Studiengang Schauspiel anbieten – im allgemeinen Sprachgebrauch Schauspielschulen genannt –, sind:

Theatertreffen deutschsprachiger Schauspielstudierender[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Theatertreffen deutschsprachiger Schauspielstudierender – im allgemeinen Sprachgebrauch auch Schauspielschultreffen – findet jedes Jahr unter den Mitgliedsinstituten der Ständigen Konferenz Schauspielausbildung statt, am Standort eines der Institute. Unter den teilnehmenden Studentenensembles wird der Bundeswettbewerb zur Förderung des Schauspielnachwuchses ausgetragen.

Darüber hinaus dient das Treffen dem praktischen Erfahrungsaustausch in Seminaren und Workshops der Schauspielstudierenden und Hochschullehrer untereinander und mit Schauspielern, Regisseuren, Autoren und Dramaturgen aus der Berufspraxis, sowie der Auseinandersetzung mit den technisch-ästhetischen Medien und der Abstimmung der Weiterentwicklung des Wettbewerbs mit der SKS. Im Rahmen des Treffens findet die Mitgliederversammlung der SKS statt. Das Treffen wird in einer Dokumentation festgehalten und ausgewertet. Der Träger des Theatertreffens ist die Europäische Theaterakademie GmbH „Konrad Ekhof“ Hamburg.

Bundeswettbewerb zur Förderung des Schauspielnachwuchses[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An dem vom deutschen Bundesministerium für Bildung und Forschung ausgeschriebenen Wettbewerb beteiligen sich die Schauspielschulen mit Theaterproduktionen von Schauspielstudenten der höheren Semester. Die Preisträger bestimmt jedes Jahr eine Jury von deutschsprachigen Schauspielern und Regisseuren. Die verliehenen Preise sind:

Förderpreis für Schauspielstudierende[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Förderpreise für Schauspielstudierende der Bundesministerin für Bildung und Forschung der Bundesrepublik Deutschland werden als Solo-Preise für Schauspieler sowie als Ensemblepreise verliehen. Sie sind mit Geldpreisen von zusammen € 20.000 (2010) verbunden.

Max-Reinhardt-Preis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Max-Reinhardt-Preis des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung der Republik Österreich wird alle zwei Jahre, im Wechsel mit dem Vontobel-Preis, an ein Ensemble vergeben, das in seiner Arbeit zukunftsweisende Innovationen sichtbar werden lässt. Er wurde anlässlich des ersten Wiener Schauspielschultreffens 1993 vom österreichischen Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung gestiftet. Er ist mit € 10.000,- (2010) dotiert.

Vontobel-Preis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Vontobel-Preis der Familien-Vontobel-Stiftung Zürich wird alle zwei Jahre im Wechsel mit dem Max-Reinhardt-Preis für die intensive künstlerische Zusammenarbeit an ein Ensemble (Darstellerinnen und Darsteller) verliehen. Die Preissumme beträgt € 10.000,- (2009).

Preis der Studierenden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Preis der Studierenden wurde von der Schauspielerin und Dozentin Regine Lutz anlässlich des Theatertreffens 2001 in Bern gestiftet. 2014 übernahm der Schauspieler und an der Universität der Künste Berlin lehrende Gerd Wameling die Nachfolge des Stifters. Der Preis wird nach Abstimmung der offiziellen studentischen Teilnehmer für die schauspielerisch beste Ensemblearbeit vergeben und ist mit € 1.000,- (2010) dotiert.

Bisherige Austragungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jury Niels Bormann (Schauspieler), Katja Bürkle (Schauspielerin), Stefan Konarske (Schauspieler), Anne Lenk (Regisseurin), Friederike Schubert (Dramaturgin)
Jury Barbara David-Brüesch (Regisseurin), Daniel Hoevels (Schauspieler), Dominik Maringer (Schauspieler), Almut Wagner (Dramaturgin), Anita Vulesica (Schauspielerin)
Jury Judith Engel (Schauspielerin), Olaf Kröck (Dramaturg, Regisseur), Markus Meyer (Schauspieler), Tanja Schleiff (Schauspielerin), Kay Voges (Regisseur)
Jury Peter Danzeisen (Schauspieler), Andrea Koschwitz (Dramaturgin), Boris Nikitin (Regisseur), Çiğdem Teke (Schauspielerin), Alexander Schröder (Regisseur)
Jury Uwe Gössel (Dramaturg), Jutta Hoffmann (Schauspielerin), Schirin Khodadadian (Regisseurin), Martin Wigger (Dramaturg), Susanne Wolff (Schauspielerin)
Jury: Ulli Maier (Schauspielerin), Ulrich Matthes (Schauspieler), Klaus Missbach (Dramaturg), Andrea Schwieter (Intendantin), István Szabó (Regisseur)
Jury: Bruno Cathomas (Schauspieler, Regisseur), Jutta Hoffmann (Schauspielerin), Alexander Khuon (Schauspieler), Klaus Missbach (Dramaturg), Knut Weber (Intendant)
Jury: Katharina Rupp (Schauspielerin, Regisseurin, Theaterleiterin), Christine Dössel (Kulturjournalistin), Michael Gampe (Schauspieler), Sebastian Huber (Dramaturg), Jan Jochymski (Schauspieler, Regisseur, Theaterleiter)
Jury: Václav Cejpek (Dramaturg), Markus Imboden (Regisseur), Daniel Rohr (Schauspieler, Regisseur), Christiane Schneider (Regisseurin), Otto Kukla (Schauspieler)
Jury: Andreas Dresen (Regisseur), Nicole Heesters (Schauspielerin), Michael Neuenschwander (Schauspieler), Gertrud Rohl (Schauspielerin), Christiane Schneider (Regisseurin)
Jury: Sylvia Anders (Sängerin), Birgit Doll (Schauspielerin), Annelore Sarbach (Regisseurin), Tanja Schleiff (Schauspielerin), Jürgen Tarrach (Schauspieler)
  • 2006: München (Bayerische Theaterakademie August Everding)
Jury: Crescentia Dünßer (Schauspielerin, Regisseurin), Sissy Höfferer (Schauspielerin), Christoph Schroth (Regisseur), Katharina Schubert (Schauspielerin), Tina Lanik (Regisseurin)
Jury: Crescentia Dünßer, Katrin Grumeth (Schauspielerin), Philipp Hauß (Schauspieler), Ulrich Matthes (Schauspieler), Swetlana Schönfeld (Schauspielerin)
Jury: Wilfried Schulz (Intendant), Lena Stolze (Schauspielerin), Rita Thiele (Dramaturgin), Thomas Birkmeir (Direktor, Regisseur), Crescentia Dünßer (Theaterleiterin, Schauspielerin)
Jury: Florian Boesch (Regisseur), Ursula Karusseit (Schauspielerin), Ulrich Khuon (Intendant), Swetlana Schönfeld (Schauspielerin), Lilian Naef (Regisseurin, Schauspielerin)
Jury: Ingrid Andree (Schauspielerin), Uwe.B Carstensen (Dramaturg), Ulrike Kahle (Kulturjournalistin), Felix Prader (Regisseur), Roland Schimmelpfennig (Autor)
Jury: Ingrid Andree (Schauspielerin), Matthias Habich (Schauspieler), Ulrike Kahle (Kulturjournalistin), Felix Prader (Regisseur), Roland Schimmelpfennig (Autor)
Jury: Frank Beyer (Regisseur), Verena Buss (Schauspielerin, Regisseurin), Adolf Dresen (Regisseur), Gabriele Gysi (Regisseurin), Günther Rühle (Theaterhistoriker und -kritiker)
Jury: Gabriele Gysi (Regisseurin), Heinz-Gerhard Lück (Schauspieler), Günther Rühle (Kritiker), Leonie Stein (Regisseurin, Pädagogin), Bettina Woernle (Regisseurin)
  • 1998: München (Otto-Falckenberg-Schule)
Jury: Beatrix Bühler (Dramaturgin), Hille Darjes (Schauspielerin), Heinz-Gerhard Lück (Schauspieler), Günther Rühle (Kritiker)
Jury: Beatrix Bühler (Dramaturgin), Hille Darjes (Schauspielerin), Annette Paulmann (Schauspielerin), Felix Rellstab (Regisseur, Pädagoge), Günther Rühle (Kritiker)
Jury: Martin Linzer (Herausgeber Theater der Zeit), Verena Buss (Schauspielerin), Regine Lutz (Schauspielerin/ Autorin, von 1949 bis 1960 Mitglied des Berliner Ensemble), Friedrich Schirmer, Ferruccio Soleri (Schauspieler/ Regisseur)
  • 1994: Hannover
Jury: Erni Mangold (Schauspielerin), François Florent (Theaterleiter), Nikola Weisse (Schauspielerin), Ulrich Khuon (Theaterleiter), Christoph Schroth (Regisseur)
  • 1993: Wien
Jury: Oleg Tabakow (Theaterleiter), Erika Pluhar (Schauspielerin), Axel Corti (Regisseur), Bettina Woernle (Regisseurin), Gerhard Blasche (künstlerischer Betriebsdirektor)
  • 1992: Berlin
Jury: Peter Palitzsch (Regisseur), Richard Erny (Kulturdezernent), Ursula Karusseit (Schauspielerin), Fritz Marquardt (Regisseur), Detlef Jacobsen (Pädagoge)
  • 1991: Hamburg
Jury: Peter Danzeisen (Schauspieler), Rotraut de Neve (Schauspielerin), Karl Paryla (Schauspieler), Klaus Witzeling (Theaterkritiker)
  • 1990: Hamburg
Jury: Jutta Hoffmann (Schauspielerin), Dieter Braun (Regisseur), Jürgen Flimm (Regisseur), Manfred Karge (Regisseur), F. Schumacher

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]