Stössing

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Stössing
Wappen Österreichkarte
Wappen von Stössing
Stössing (Österreich)
Stössing
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Sankt Pölten-Land
Kfz-Kennzeichen: PL
Fläche: 27,49 km²
Koordinaten: 48° 7′ N, 15° 49′ OKoordinaten: 48° 7′ 0″ N, 15° 49′ 0″ O
Höhe: 344 m ü. A.
Einwohner: 841 (1. Jän. 2020)
Postleitzahl: 3073
Vorwahl: 02744
Gemeindekennziffer: 3 19 41
Adresse der
Gemeinde­verwaltung:
Stössing 7
3073 Stössing
Website: www.stoessing.gv.at
Politik
Bürgermeister: Rupert Hobl (ÖVP)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2020)
(15 Mitglieder)
10
4
1
10 
Insgesamt 15 Sitze
Lage von Stössing im Bezirk Sankt Pölten-Land
AltlengbachAsperhofenBöheimkirchenBrand-LaabenEichgrabenFrankenfelsGablitzGerersdorfHafnerbachHaunoldsteinHerzogenburgHofstetten-GrünauInzersdorf-GetzersdorfKapellnKarlstettenKasten bei BöheimkirchenKirchberg an der PielachKirchstettenLoichMarkersdorf-HaindorfMaria AnzbachMauerbachMichelbachNeidlingNeulengbachNeustift-InnermanzingNußdorf ob der TraisenObritzberg-RustOber-GrafendorfPerschlingPressbaumPrinzersdorfPurkersdorfPyhraRabenstein an der PielachSchwarzenbach an der PielachSt. Margarethen an der SierningSt. PöltenStatzendorfStössingTraismauerTullnerbachWeinburgWilhelmsburgWölblingWolfsgrabenLage der Gemeinde Stössing im Bezirk Sankt Pölten (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Gemeindezentrum von Stössing
Gemeindezentrum von Stössing
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Stössing ist eine Gemeinde mit 841 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2020) im Bezirk Sankt Pölten-Land in Niederösterreich.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stössing liegt im Mostviertel in Niederösterreich. Die Fläche der Gemeinde umfasst 27,49 Quadratkilometer, etwa 41 Prozent der Fläche ist bewaldet. Auf dem Gemeindegebiet von Stössing befindet sich der 655 Meter hohe Hegerberg.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst zehn Katastralgemeinden und gliedert sich in zehn gleichnamige Ortschaften (in Klammern Fläche Stand 31. Dezember 2019[1] bzw. Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2020[2]):

  • Bonnleiten (407,59 ha; 87 Ew.) samt Goin
  • Buchbach (171,65 ha; 38 Ew.)
  • Dachsbach (214,65 ha; 38 Ew.)
  • Freiling (100,17 ha; 44 Ew.)
  • Hendelgraben (61,19 ha; 124 Ew.)
  • Hochgschaid (495,09 ha; 137 Ew.) samt Waldhäuseln
  • Hochstraß (707,49 ha; 72 Ew.)
  • Hof (45,39 ha; 14 Ew.)
  • Sonnleiten (197,39 ha; 23 Ew.)
  • Stössing (347,92 ha; 264 Ew.)

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Nachbargemeinden sind:

Kasten bei Böheimkirchen, Michelbach, Neustift-Innermanzing, Brand-Laaben und Neulengbach.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Altertum war das Gebiet Teil der Provinz Noricum.

Die Erstnennung des Namens Stössing erfolgte 1204. Im Jahre 1248 wurde Stössing gemeinsam mit Außerkasten, Kasten und Schildberg unter den Filialkirchen der Mutterpfarre Böheimkirchen genannt. Im 14. und 15. Jahrhundert wurde die Pfarrkirche zu ihrer heutigen Gestalt ausgebaut, in dieser Zeit hatte Stössing auch Pfarrrechte. Die Zerstörung und Entvölkerung durch die Türkenkriege 1529 und 1683 (Türkenkapelle in Hochgschaid) brachten einen Niedergang, so dass das Pfarrgebiet von Stössing abwechselnd von Kasten und Brand betreut werden musste. Im Rahmen der Josephinischen Reformen wurde 1784 die Pfarre Stössing errichtet.

Die heutige politische Gemeinde entstand um das Jahr 1850. 1895 wurde die heutige Fachschule für ökologische Land- und Hauswirtschaft Hochstrass, damals Landwirtschaftliche Haushaltungsschule der Töchter der göttlichen Liebe, als Privatschule gegründet und erhielt 1917 das Öffentlichkeitsrecht. Nachdem die Schule im Jahr 2009 geschlossen wurde, musste auch das Kloster Hochstraß, in dem zum Schluss noch acht Nonnen wohnten, 2011 schließen.[3]

Im Zuge der Gemeindereform im Jahr 1971 wurden die Gemeinden Stössing und Kasten bei Böheimkirchen zusammengelegt. Mit Beginn des Jahres 1988 wurden die beiden Gemeinden wieder geteilt, wobei Stössing allerdings die ursprünglich zu seinem Gemeindegebiet gehörige Katastralgemeinde Mayerhöfen an Michelbach abtreten musste.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Stössing
  • Ehemaliges Kloster Hochstraß
  • Pfarrkirche des Hl. Ägydius: mit Kreuzrippengewölbe und gotischen Fenstern

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Blasmusikkapelle Stössing-Laaben
  • Kirchenchor
  • Singgruppe Stössing

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rossmarkt: Das dreitägige Pferde- und Countryfest findet Anfang August mit Pferdeschauen und Reitturnieren statt. Der rassenmäßige Schwerpunkt ist dabei der Noriker.
  • Feuerwehrfest: Anfang Juli findet ein von der Freiwilligen Feuerwehr veranstalteter Feuerwehrheurigen statt.
  • Ägydi-Gartenfest: Zu Ehren des Kirchenpatrons, des Hl. Ägidius, findet regelmäßig Ende August das Ägidi Gartenfest statt.
  • Grünlandparty: Party der Landjugend Stössing: findet im April statt.

Kulinarische Spezialitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Elsbeere (Adlitzbeere): Stössing ist eine der wenigen Gemeinden in Österreich, die gezielt die Frucht der Elsbeerbäume zu kostbaren Delikatessen, wie. z. B. Edelbränden, Elsbeerschokolade, Elsbeerhonig, getrocknete Elsbeeren, verarbeitet. Die Gemeinde Stössing gehört zur Genuss-Region Wiesenwienerwald Elsbeere.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 25, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 86. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 339. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 47 Prozent.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Stössing befindet sich eine Volksschule.[4]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor dem Stössinger Ortszentrum befindet sich die örtliche Sport- und Freizeitanlage unter anderem mit Fußballplatz, Asphaltstockbahn und Spielplatz. Weiters besteht in der Katastralgemeinde Hof eine Reitschule des Reitclubs Stössing, es stehen eine Reithalle und ein Freiluft-Trainingsparcour zur Verfügung. Wöchentlich finden im Sportsaal der Volksschule verschiedene Sportarten wie Yoga, Wirbelsäulengymnastik und Jiu-Jitsu statt.

Wenn es die Schneeverhältnisse erlauben, wird einer der wenigen Schilifte im Wienerwald, der Schilift am Hegerberg, in Betrieb genommen.

Ansässige Sportvereine sind unter anderem
  • HSC Stössing
  • SV Stössing
  • Schiclub-Hegerberg
  • Jiu Jitsu Stössing

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

BW

Der Gemeinderat hat 15 Mitglieder. Nach den Gemeinderatswahlen hatte der Gemeinderat folgende Verteilungen:

  • 1990: 12 ÖVP und 3 SPÖ
  • 1995: 12 ÖVP, 2 SPÖ und 1 FPÖ[5]
  • 2000: 12 ÖVP, 2 SPÖ und 1 FPÖ[6]
  • 2005: 11 ÖVP, 3 SPÖ und 1 FPÖ[7]
  • 2010: 9 ÖVP, 4 Alternative Liste Stössing und 2 SPÖ[8]
  • 2015: 8 ÖVP, 4 Alternative Liste Stössing und 3 SPÖ[9]

Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2020 hat der Gemeinderat folgende Verteilung:

10 ÖVP, 4 SPÖ und 1 Alternative Liste Stössing.[10]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • bis 2018 Alois Daxböck (ÖVP)
  • seit 2018 Rupert Hobl (ÖVP)

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen der Gemeinde Stössing zeigt einen spitzen Dreiberg, eine goldene Linde und eine Hirschkuh auf schwarz-grünem Hintergrund. Der spitze Dreiberg verweist auf den Hegerberg. Ebenso wurde die 1988 gepflanzte Linde anlässlich der in diesem Jahr wiedererlangten Selbständigkeit in das Wappen aufgenommen – 1971 wurde Stössing mit Kasten bei Böheimkirchen vereinigt und erst 17 Jahre später wieder getrennt. Die Hirschkuh nimmt auf den Kirchenpatron, den Heiligen Ägydius, Bezug, der immer mit einer Hirschkuh abgebildet ist. Die grüne und schwarze Schildfarbe steht für den Wiesen- und Waldreichtum im Gemeindegebiet sowie für die engen Täler des Alpenvorlandes.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Stössing – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Regionalinformation, bev.gv.at (1.094 kB); abgerufen am 10. Jänner 2020.
  2. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2020 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2020), (CSV)
  3. Acht Nonnen müssen aus ihrem Kloster ausziehen in Mein Bezirk vom 5. Oktober 2011, abgerufen am 12. November 2011.
  4. Schulensuche. In: Schulen online. Abgerufen am 2. Oktober 2020.
  5. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 1995 in Stössing. Amt der NÖ Landesregierung, 30. März 2000, abgerufen am 11. Juli 2020.
  6. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2000 in Stössing. Amt der NÖ Landesregierung, 4. Februar 2005, abgerufen am 11. Juli 2020.
  7. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2005 in Stössing. Amt der NÖ Landesregierung, 4. März 2005, abgerufen am 11. Juli 2020.
  8. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2010 in Stössing. Amt der NÖ Landesregierung, 8. Oktober 2010, abgerufen am 11. Juli 2020.
  9. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2015 in Stössing. Amt der NÖ Landesregierung, 1. Dezember 2015, abgerufen am 11. Juli 2020.
  10. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2020 in Stössing. Amt der NÖ Landesregierung, 26. Januar 2020, abgerufen am 11. Juli 2020.