St-Séverin (Paris)

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St. Séverin de Paris - Frontseite
Seitenansicht mit Blick auf den Glockenturm
Mittelschiff

Die Pfarrkirche Saint-Séverin in Paris liegt an der Rue Saint-Séverin im Quartier Latin im 5. Arrondissement (Paris). Sie gilt als die älteste Kirche der Stadt auf dem linken Seine-Ufer.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ursprung der Kirche geht auf eine Eremitenklause des Severinus von Paris zurück, der hier im 6. Jahrhundert gelebt haben soll. Wo heute die gotische Kirche steht, standen schon seit dem 6. Jahrhundert verschiedene Kirchen. Dies war zuerst eine karolingische Kirche, welche von den Normannen zerstört wurde. Danach eine romanische Kirche, welche um 1220 abgerissen wurde, damit im Jahre 1230 mit dem Bau einer romanischen Kirche begonnen werden konnte. Diese brannte im 15. Jahrhundert aus, so dass die Kirche zum großen Teil neu aufgebaut werden musste. Vom Bau aus dem 13. Jahrhundert sind der Glockenturm, die westlichen drei Joche sowie Teile der Fassade erhalten geblieben.

Beim Bau handelt es sich um eine fünfschiffige Basilika ohne Querhaus. Die Maße sind eher ungotisch, mit einer Länge von 50 Metern und einer Breite von 34 Meter, ist die Raumhöhe von nur 17 Metern unüblich niedrig. Auch das Triforium, welches normalerweise keine Öffnungen hat, ist durchgehend mit Fenstern versehen. Die Fenster des Chores wurden 1966 durch den Künstler Jean Bazaine gestaltet, auch die alten Fenster aus dem 15. Jahrhundert sind sehenswert. Als Restaurator der Fenster in den 1580er Jahren wird Jacques Pinaigrier angeführt. Der Chorumgang, der infolge der Fünfschiffigkeit doppelt ist, gilt als der architektonisch wertvollste Teil der Kirche, während die moderne Glasmalerei sicher zu den Sehenswürdigkeiten der Kirche zählen.

An der Südseite befindet sich ein kleiner Garten und Beinhäuser.

Orgeln[Bearbeiten]

Blick auf die Hauptorgel

Seit dem 14. Jahrhundert sind in Saint-Séverin Orgeln nachweisbar. Die Kirche besitzt heute zwei Orgeln. Eine große Kern-Orgel aus dem Jahr 1963, und eine kleine Hartmann-Orgel aus dem Jahre 1966. Die Hauptorgel hat 59 Register auf vier Manualen und Pedal. Die Spiel- und Registertrakturen sind mechanisch.[1]

I Positif C–g3
Montre 8′
Bourdon 8′
Quintaton 8′
Prestant 4′
Flûte à cheminée 4′
Nasard 22/3
Doublette 2′
Tierce 13/5
Larigot 11/3
Plein Jeu V-VI
Cromorne 8′
Trompette 8′
Tremolo
II Grand Orgue C–g3
Montre 16′
Montre 8′
Flûte conique 8′
Prestant 4′
Doublette 2′
Cornet V 8′
Fourniture V
Cymbale IV
Cymbale-Tierce II
Bombarde 16′
Trompette 8′
Clairon 4′
III Écho expr. C–g3
Bourdon 8′
Viole de gambe 8′
Unda Maris 8′
Principal 4′
Flûte à fuseau 4′
Quarte 2′
Doublette 2′
Sesquialtera II
Cymbale V
Trompette 8′
Clairon 4′
IV Résonnance C–g3
Bourdon 16′
Bourdon à cheminée 8′
Flûte conique 4′
Grosse tierce 31/5
Nasard 22/3
Quarte 2′
Tierce 13/5
Sifflet 1′
Cornet V 8′
Musette 16′
Voix humaine 8′
Hautbois 8′
Tremolo
Pédale C–f1
Flûte 16′
Soubasse 16′
Principal 8′
Bourdon 8′
Principal 4′
Nachthorn 2′
Fourniture V
Cymbale IV
Contrebasson 32′
Bombarde 16′
Trompette 8′
Clairon 4′
  • Koppeln: I/II, III/II, IV/II, II/P, III/P

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Nähere Informationen zur Orgel

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: St-Séverin (Paris) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

48.8520527777782.3456638888889Koordinaten: 48° 51′ 7″ N, 2° 20′ 44″ O