St. Aegyd am Neuwalde

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St. Aegyd am Neuwalde
Wappen von St. Aegyd am Neuwalde
St. Aegyd am Neuwalde (Österreich)
St. Aegyd am Neuwalde
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Lilienfeld
Kfz-Kennzeichen: LF
Hauptort: St. Aegyd am Neuwalde
Fläche: 184,6 km²
Koordinaten: 47° 51′ N, 15° 33′ OKoordinaten: 47° 51′ 0″ N, 15° 33′ 0″ O
Höhe: 588 m ü. A.
Einwohner: 1.954 (1. Jän. 2016)
Postleitzahlen: 3193; 3195, 3222, 8630, 8694
Vorwahl: 02768
Gemeindekennziffer: 3 14 11
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kirchenplatz 2
3193; 3195, 3222, 8630, 8694 St. Aegyd am Neuwalde
Website: www.staegyd.at
Politik
Bürgermeister: Rudolf Pfeffer (SPÖ)
Gemeinderat: (2015)
(21 Mitglieder)
 SPÖ  13,  ÖVP  7,  FPÖ  1
Lage der Marktgemeinde St. Aegyd am Neuwalde im Bezirk Lilienfeld
Annaberg Eschenau Hainfeld Hohenberg Kaumberg Kleinzell Lilienfeld Mitterbach am Erlaufsee Ramsau Rohrbach an der Gölsen St. Aegyd am Neuwalde St. Veit an der Gölsen Traisen Türnitz NiederösterreichLage der Gemeinde St. Aegyd am Neuwalde im Bezirk Lilienfeld (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

St. Aegyd am Neuwalde[1] (auch Sankt Aegyd am Neuwalde geschrieben, historisch auch St. Egyd) ist eine österreichische Marktgemeinde im Bezirk Lilienfeld in Niederösterreich mit 1954 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2016).

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Tal der Unrechtraisen, über Göller und Gippel alpenauswärts nach Nordosten: St-Aegyd/Eisenwerk untere Bildmitte, die Seitentäler hintere Unrechtraisen, Keerbach und Weißenbach. Das Tal am oberen Bildrand ist das Gölsental bei Hainfeld.

St. Aegyd am Neuwalde liegt im südlichsten Mostviertel in Niederösterreich, an der steirischen Grenze, etwa 40 Kilometer südlich von St. Pölten.

Das Gemeindegebiet umfasst die obere Hälfte des Tals der Unrechttraisen auf um die 500–600 m ü. A., am Fuß des Göller-Gippel-Zuges der Steirisch-niederösterreichische Kalkalpen (werden zu den Mürzsteger Alpen gerechnet). Nördlich liegt der Traisenberg (1230 m ü. A.) der Türnitzer Alpen, ganz im Nordosten gehören die Berge zu den Gutensteiner Alpen. Außerdem gehört eine orographische Exklave hinter Göller (1766 m ü. A.) und Gippel (1669 m ü. A.) dazu, die Herrschaftsgründe mit dem namengebenden Neuwald. Hier laufen – abweichend von den Ortsüblichkeiten – die Gemeindegrenzen, und damit auch die niederösterreichisch-steirische Landesgrenze, in den Tälern, sodass entlang des Göller-Südwestfußes bis zum Lahnsattel die Straße zur Gemeinde gehört. Dieser Sattel trennt oberste Salza und oberste Mürz, beide haben ihre Quellbäche auf St. Aegyder Gebiet. Im Westen erstreckt sich die Gemeinde noch über den Michelbühel und Krumbachsattel bis an den Großen Sulzberg (1400 m ü. A.).

Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 184,56 km². 87,61 % der Fläche sind bewaldet. Damit ist sie eine der waldreichsten Gemeinden in Mitteleuropa.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Annaberg Türnitz Hohenberg
(Mitterbach am Erlaufsee) Nachbargemeinden Rohr im Gebirge
(Bez. Wr. Neustadt-Land)
Mariazell (Bez. Bruck-Mürzzuschlag, Stmk.)

Neuberg an der Mürz (Bez. Bruck-Mürzzuschlag, Stmk.)
Schwarzau im Gebirge (Bez. Neunkirchen)
Mitterbach grenzt nicht direkt an, da sich im Fadental auf 50 m Annaberger Gebiet dazwischenschiebt.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde umfasst:

Sieben Katastralgemeinden (Fläche in Klammern):[2]
  • Gscheid (5,67 km²)
  • Herrschaftsgründe (105,38 km²)[3]
  • Keeramt (19,52 km²)
  • Mitterbachamt (13,10 km²)
  • St. Aegyd am Neuwalde (3,19 km²)
  • Unrechttraisen (17,23 km²)
  • Weißenbachamt (20,53 km²)
    Fünf Ortschaften (Einwohnerzahlen vom 1. Jänner 2016[4]):

Unrechttraisenamt und Weißenbachamt wurden bis in die 1970er als eigenständige Ortschaften gerechnet.[5]

Zählsprengel sind St.Aegyd-Zentralraum für den Hauptort und St.Aegyd-Umgebung für den Rest der Gemeinde.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnhof und Eisenwerk um 1900

Spuren gibt es schon aus der Zeit der Kelten und später der Slawen. In der Römerzeit war das Gebiet Teil der Provinz Noricum. Im österreichischen Kernland liegend teilte der Ort die wechselvolle Geschichte Österreichs.

Die Kirche wurde im Hochmittelalter 1254–71 erbaut und war seit 1325 eigenständige Pfarre.[6] St. Aegyd am Neuwalde erhielt im Jahr 1444 das Marktrecht.[6]

Die Herrschaftsgründe waren ein alter landesfürstlicher Jagdbann, eine der größten Dominikalbesitzungen im seinerzeitigen Österreich,[7] zu deren weiterem Umfeld auch das Jagdschloss Hochreith (heute Gemeinde Rohr) gehört. Davon rühren auch die -amt-Namen der Gemeinde her, die sich auf alte Forstamtssprengel beziehen, und die teils ungewöhnlichen Verläufe der Verwaltungsgrenzen in der Gemeinde.

Einen Aufschwung nahm der Ort im 18. und 19. Jahrhundert, als in der frühneuzeitlichen Kleineisenindustrie eine erste Industrialisierung einsetzte. Damals kamen viele fremde Facharbeiter in das obere Traisental. Auch die Forstwirtschaft benötigte Arbeitskräfte, insbesondere als um 1800 Georg Huebmer, der „Raxkönig“, die Wälder am Gscheidl zu roden begann. So kam eine geschlossene Gruppe von Protestanten aus dem Salzkammergut auch nach St. Aegyd. Huebmer siedelte sie am Lahnsattel und Ulreichsberg an.[6] Daher liegt der Anteil der Protestanten mit 12,4 % noch heute über dem österreichischen Durchschnitt. In den Jahren 1810 bis 1820 entstanden die Stahlguss- und Drahtseilwerke,[8] ab 1869 St. Egydi Eisen- und Stahlindustrie Gesellschaft. Das Werk wurde 1918 in ein Motorenwerk umgewandelt. Am Ort gab es auch eine bedeutende Produktion von Stahlfeilen unter der Marke „St. Aegyd“, die Feilenfabrik in Furthof (Gemeinde Hohenberg), die 1982 stillgelegt wurde. Vom 2. November 1944 bis 1. April 1945 gab es in St. Aegyd ein KZ-Nebenlager. Bis zu 300 Häftlinge wurden hier als Zwangsarbeiter für die Lagererrichtung, Kfz-Motoren-Herstellung und den Straßenbau eingesetzt.[9] Hier befand sich auch die Kraftfahrtechnische Lehranstalt der Waffen-SS. Heute ist St. Aegyd Standort für innovative Technik.

Historischer Wasserturm am Bahnhof St. Aegyd-Markt

Schon 1878 war die Bahnstrecke von Traisen her erbaut worden. Nachdem die ÖBB 1988 den Betrieb bis Kernhof eingestellt hatte, übernahmen die Traisentalgemeinden den Betrieb erfolgreich selbst.[10]

Ab dem späteren 20. Jahrhundert ist St. Aegyd eine ruhige Tourismusgemeinde, die von der seit dem Hochmittelalter ungebrochenen Beliebtheit der Wallfahrt nach Mariazell profitiert.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Ergebnis der Volkszählung 2001 gab es 2.344 Einwohner. 1991 hatte die Marktgemeinde 2.518 Einwohner, 1981 2.887 und im Jahr 1971 3.188 Einwohner.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

13
7
1
13 
Von 21 Sitzen entfallen auf:

Gemeinderatswahlen
 %
70
60
50
40
30
20
10
0
61,17 %
(-5,63 %p)
31,93 %
(-1,27 %p)
6,90 %
(n. k.)
2010

2015


Der Gemeinderat hat 21 Sitze, die sich nach der Gemeinderatswahl 2015 verteilen:

Bei der Gemeinderatswahl 2005 erreichte die SPÖ 12 und die ÖVP 9 Mandate. Bei der Gemeinderatswahl 2010 verlor die ÖVP zwei Sitze an die SPÖ.[11]

Bürgermeister
  • bis 2008 Herbert Mitterböck
  • 2008–2011 Johann Ettenauer (SPÖ)
  • seit 2011 Rudolf Pfeffer (SPÖ)
Regionalpolitik

Die Gemeinde gehört zur Kleinregion Traisen-Gölsental,[12] und raumplanerisch zur Hauptregion („Viertel“) NÖ-Mitte.

Hauptort der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorlage:Infobox Gemeindeteil in Österreich/Wartung/Nebenboxf0f1f0f1

Sankt Aegyd am Neuwalde (Hauptort einer Marktgemeinde)
Ortschaft St. Aegyd am Neuwalde
Katastralgemeinde St. Aegyd am Neuwalde
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Lilienfeldf8, Niederösterreich
Pol. Gemeinde St. Aegyd am Neuwalde
Koordinaten 47° 51′ 11″ N, 15° 33′ 44″ O
Höhe 588 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 1590 (2011)
Gebäudestand 560 (Adressen 2014f1)
Fläche d. KG 3,19 km²
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 04447
Katastralgemeinde-Nummer 19301
Zählsprengel/ -bezirk St.Aegyd-Zentralraum und St.Aegyd-Umgebung (31411 X [000,001])
St.Aegyd-Zentralraum (Ort mit Pfarrsiedlung): 1425 EW, 488 Geb. (2001); Hälfte des Ortes liegt in der KG Weißenbachamt; Ortschaft mit Eisenwerk, Rotenbach, Rubesfang, Unrechttraisen, Wällischgraben, Weißenbach; Ort i.w.S. auch mit Mitterbach[1]
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS

Geographie des Marktorts[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptort der Gemeinde wie auch eine Ortschaft und Katastralgemeinde bildet der Marktort Sankt Aegyd am Neuwalde.[1]

Der Ort befindet sich 40 Kilometer südlich von St. Pölten und 18 Kilometer südlich von Lilienfeld. Er liegt im hinteren Tal der Unrecht Traisen auf um die 588 m ü. A. Höhe, im Nordosten des Gemeindegebietes. Das Tal schwenkt hier auf einen Ost–West-Verlauf. Südlich erhebt sich der Gippel (1669 m ü. A.) und sein Nordgrat über Hochsteinkogel (1087 m ü. A.) und Klaushofer Berg (987 m ü. A.) und der ganze Göller-Gippel-Zug. Nördlich liegen Stadelmauer, Höllmauer und Starkhöhe, die bis knapp 1200 m ü. A. aufragenden Anhöhen des östlichen Traisenbergs. Östlich liegt der Haselstein (1087 m ü. A.), der schon zur Gruppe Reisalpe–Hegerberg der Gutensteiner Alpen gerechnet wird, und davor über dem Ort der Weyerberg (794 m ü. A.) mit der Plannerwarte. Zwischen Klaushofer Berg und Weyerberg mündet das Weißenbachtal. Westlich liegen die Abhänge des Steinhofer Kogels (1114 m ü. A.), der noch zu den Türnitzer Alpen gerechnet wird. Hier geht das Unrechttraisen-Tal westwärts weiter, von Süden mündet das Tal des Keerbachs.

Der Ort mitsamt der Pfarrsiedlung erstreckt sich über gut 1½ km beiderseits im Tal, und umfasst etwa knapp 500 Gebäude mit gut 1400 Einwohnern. Das entspricht dem Zählsprengel St.Aegyd-Zentralraum, und sind an die 35 der Gemeindebevölkerung.

Zur Katastralgemeinde St. Aegyd am Neuwalde mit knapp 319 Hektar gehören nur der westliche alte Ortskern, die Pfarrsiedlung, sowie die Bürgeralpe am Traisenberg mit der Zdarskyhütte (Naturfreunde).[13] Diese Katastralgemeinde hat eine Ausdehnung von etwa 1,8 km taleinwärts und 3,1 km von Süd nach Nord. Der Ostteil der Marktortes gehört schon zur Katastralgemeinde Weißenbachamt.

Die Ortschaft St. Aegyd am Neuwalde wird noch umfassender gesehen, sie hat um die 560 Gebäude mit etwa 1600 Einwohnern. Zum Ortschaftsgebiet gehört auch die Ortslage Eisenwerk-Kroatendorf talauswärts, die mit St. Aegyd heute vollständig verwachsen ist, wie auch ganz Weißenbach (KG Weißenbachamt), und taleinwärts werden die zerstreuten Häuser Unrechttraisen, Rotenbach, Wällischgraben (Ortschaftsbestandteil Unrechttraisenamt) und Rubesfang (KG Keeramt) ebenfalls noch zur Ortschaft gerechnet. Zum Ort im weitesten Sinne gehört auch die Ortschaft Mitterbach weiter talauswärts mit Seebach im Nebental bei Kroatendorf (KG Mitterbach).[1]

St. Aegyd, vorn der Bahnhof, 1906
Nachbarorte, -ortschaften und -katastralgemeinden:
Weidenau­rotte (O u. KG, Gem. Türnitz) Traisenbach­rotte (O u. KG, Gem. Türnitz)
Unrecht­traisen (Unrecht Traisen KG) Nachbargemeinden
Wällischgraben

Rubesfang
Das westlich hinter Unrechttraisen liegende Gscheid gehört zur Ortsch. Kernhof.
∗∗ Die südlich des Göllers liegenden Ortslagen gehören zur Ortsch. Lahnsattel

Geschichte des Marktorts[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der um die katholische Kirche (1254–71 erbaut) entstandene Ort wurde schon im Hochmittelalter 1325 Pfarrsitz,[6] und erhielt 1444 das Marktrecht.[6] Der Marktflecken hatte in der frühen Neuzeit um die 20 Häuser, die ganze heutige Ortschaft um 70.[5] Die Ortsentwicklung setzte dann mit der Begründung des Fischer’schen Walz- und Drahtwerkes und des Miller’schen Gusswerkes (Hackenschmiede) ab den 1810ern und dem Bau der Traisentalbahn als Nebenstrecke der Leobersdorfer Bahn in den 1870ern ein. Um 1900 umfasste der Ort 50 Häuser, die Ortschaft 100.[5] Zu dieser Zeit wurde der Ort auch evangelischer Pfarrsitz.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 95, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 104. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 977. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 42,61 %.

Das ehemalige Eisenwerk ist heute Standort des Automobilzulieferers Roth-Technik Austria (RTA, Sitz in Gaggenau, Baden-Württemberg)[14] und der Seil-Sparte der Teufelberger-Gruppe.[15]

St. Aegyd ist auch ein Ausflugsgebiet, das auch durch die Nähe zu Mariazell profitiert. Auch die Nähe zum Naturpark Ötscher–Tormäuer lockt Gäste an. Vorteilhaft für die Gemeinde ist, dass die Industrie im Tal vor dem Ort angesiedelt ist, und die hinteren Täler sehr naturbelassen sind. Im Winter ist das Gebiet zwischen Gippel und Göller für Langläufer, Schneeschuhwanderer, Schifahrer und Tourenschifahrer ein ruhiges Wintersportgebiet.

Im denkmalgeschützten alten Gusstahlwerk im Markt befindet sich seit 2001 das Michaelsheim mit der Bergrettungszentrale und einer Station der Volkshilfe.[16]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die B21 Gutensteiner Straße Wiener NeustadtMariazell durchquert die Gemeinde vom Ochsattel kommend bis Terz. Über den Lahnsattel mündet dort die B23 Lahnsattel Straße von Mürzzuschlag her. Von Freiland an der Traisen (B20) her kommt die B214 Hohenberger Straße. Von Gscheid über den Michelbühel und die Ortschaft Ulreichsberg nach Annaberg (B20) geht die L101.

Die Bahnstrecke Traisen–Kernhof wird heute von den Gemeinden selbst betrieben (Traisen-Gölsental Regionalmanagement GmbH).[10] Der Bahnhof St. Aegyd am Neuwalde liegt direkt im Ort, eine Haltestelle gibt es auch in Eisenwerk.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsfriedhof Lahnsattel
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in St. Aegyd am Neuwalde

Von den ehemaligen alten Wäldern der Herrschaftsgründe am Gscheidl, dem Neuwald, ist heute nur mehr ein Rest verblieben, Lahnsattler Urwald genannt.[17]

Als Publikumsmagnet hat sich in der Katastralgemeinde Kernhof das im Jahr 2000 gegründete Kameltheater Kernhof mit 35.000 Besuchern entwickelt.

Der Traisental-Radweg führt durch St. Aegyd und bietet speziell für Kinder viele Attraktionen.

Ein Anziehungspunkt ist auch die Feinbäckerei Herzerl-Mitzi, die 1989 das Weltrekordherz mit 31,13 m² gebacken hat und damit in das Guinness-Buch der Rekorde kam. Auch kulinarisch hat St. Aegyd für die Touristen viel zu bieten. Ein Haubenlokal Zum Blumentritt in St. Aegyd erfreut viele kulinarisch Interessierte.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Töchter und Söhne der Gemeinde:

  • Leopold Pölzl (1879–1944), tschechoslowakischer Kommunalpolitiker und Dissident.

Ehrenbürger:

  • Johann Heppner (* 31. Jänner 1868; † 22. Oktober 1954)
  • Engelbert Forster (* 5. November 1877; † 24. August 1962)
  • Karl Winkler (* 29. Oktober 1893; † 28. Mai 1966)
  • August Mitterböck (* 16. August 1910; † 18. Oktober 1976)
  • Gerfried Hilscher (* 19. August 1919; † 6. Mai 1997)
  • Herbert Mitterböck (* 10. Juni 1948)

Weitere Personen:

  • Jakob Fischer (1743–1809, geb. in Suhl, Thüringen), Säbelschmied und Stahlwarenfabrikant
  • Martin Miller (eigentlich Mühler, 1769–1833, geb. in Wien), Stahlwarenfabrikant
  • Daniel Fischer (1773–1833, geb. in Wien, Sohn des Jakob), Stahlwarenfabrikant

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • M. Pirkfellner: Struktur und Entwicklung der Wirtschaft im oberen Traisental, insbesondere in St. Aegyd am Neuwalde. Diplomarbeit, Wien 1989.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: St. Aegyd am Neuwalde – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Gemeinde: Die amtliche Schreibweise ist festgelegt bzw. dargestellt im Gesetz über die Gliederung des Landes Niederösterreich in Gemeinden LGBl.Nr.1030–94 vom 9. Dezember 2011 und auf Statistik Austria: Ein Blick auf die Gemeinde
    Ort: Im Ortsnamensbuch Geonam Österreich des BEV ist der Ort in der Schreibung Sankt Aegyd verzeichnet (AMAP online), in der Österreichischen Karte 1:50000 und im Ortverzeichnis der Statistik Austria als St. Aegyd; dieses führt die Ortschaft als St. Aegyd am Neuwalde, der niederösterreichische Namensserver NÖGIS gibt den Ort des Adressbereichs als St. Aegyd am Neuwalde, Markt einschliesslich Mitterbach (NÖGIS → Suche: Adresse).
  2. Fakten, staegyd.at
  3. Vergl. dazu den Artikel Gscheidlhöhe
  4. Statistik Austria, Bevölkerung am 1.1.2016 nach Ortschaften
  5. a b c Kurt Klein (Bearb.): Historisches Ortslexikon. Statistische Dokumentation zur Bevölkerungs- und Siedlungsgeschichte. Hrsg.: Vienna Institute of Demography [VID] d. Österreichische Akademie der Wissenschaften. Niederösterreich Teil 2, St. Aegyd am Neuwalde: St. Aegyd am Neuwalde (mit St. Aegyd am Neuwalde OB), S. 122 (Onlinedokument, Erläuterungen. Suppl.; beide PDF o.D. [aktual.]).
  6. a b c d e Geschichte. staegyd.at.
  7. Heiner Eichner, Otto Back, Peter Ernst, Sergios Katsikas: Sprachnormung und Sprachplanung. Festschrift für Otto Back zum 70. Geburtstag; mit Beiträgen aus den Bereichen Graphematik, Orthographie, Namenkunde, Österreichisches Deutsch, Sprachnormung und Plansprachenkunde, 2. Auflage. Verlag Edition Praesens, 1996, S. 161 f. (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  8. Ausführlicher in Gerhard A. Stadler: Das industrielle Erbe Niederösterreichs: Geschichte, Technik, Architektur. Böhlau Verlag, Wien 2006, ISBN 3-205-77460-4, S. 587 ff.
  9. Christian Rabl: Das KZ-Außenlager St. Aegyd am Neuwalde. Band 6 von Mauthausen-Studien. Bundesministerium für Inneres, Wien 2008, ISBN 978-3-9502183-9-8.
  10. a b Der Zug kommt in die Fabrik – Anschlussbahnen. Wolfgang Pozsogar in Die Presse online, 18. November 2014.
  11. Endergebnis der Gemeinderatswahl 2010
  12. Traisen-Gölsental.at – Webseite des Tourismusverbandes und des Regionalmanagments der Kleinregion.
  13. Zdarsky-Hütte am Traisenberg - St. Aegyd. st-aegyd.naturfreunde.at.
  14. Unternehmen. rothtechnik.eu (abgerufen 21. April 2015).
  15. St. Aegyd (AT). teufelberger.com, abgerufen am 21. April 2015.
  16. LHStv. Onodi eröffnet neue Bergrettungszentrale und die Station der Volkshilfe in St. Aegyd am Neuwalde. APA, OTS0022, 26. Mai 2001.
  17. Der Neuwald ist aber anders als der Rothwald, der eine ähnliche orographische Exklaven-Lage hatte, weil er frei zugänglich ist, kein echter Urwald im Sinne eines Naturreservates. Ausführlich in K. Zukrigl, G. Eckhart, J. Nather: Standortskundliche und waldbauliche Untersuchungen in Urwaldresten der niederösterreichischen Kalkalpen. = Mitteilungen der Forstlichen Bundes-Versuchsanstalt Mariabrunn 62, 1963, S. 9