St. Antonius (Düsseldorf-Hassels)

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St.-Antonius-Kirche

Die katholische Kirche St. Antonius in Düsseldorf-Hassels ist einer der wenigen Kirchbauten, die während der NS-Herrschaft fertiggestellt wurden. Besonders bemerkenswert sind die 1944 fertiggestellten Kirchenfenster, von denen eines einen Davidstern zeigt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine erste Kapelle am Ort der heutigen Antoniuskirche gab es seit den 1660er-Jahren, seit 1918 auch eine Notkirche. Der Bau der heutigen Antoniuskirche durch den Architekten Hermann Schagen wurde 1927 begonnen. Der ursprünglich geplante Portalturm wurde nicht ausgeführt, stattdessen fungiert ein Dachreiter als Glockenträger.

Die äußere Erscheinung folgt einer klaren Geometrie, wie es für die 1920er-Jahre typisch ist. Auch das Rundfenster über dem Portal entspricht dem Zeitgeist der 1920er.

Der Innenraum spielt auf barocke Ausstattungen an. Das Dach ist gewölbt, die Fenster haben einen gebogenen oberen Abschluss, der Deckenbogen umgibt sie mit runden Buchten. Seitlich der Fenster sind Säulen angedeutet, Bögen unter den Fenstern spielen auf scheinbare Nebenschiffe an und lassen die Fenster als Obergadenfenster erscheinen, obwohl es sich um eine einschiffige Saalkirche handelt.

Bemerkenswert sind insbesondere die 1944 von Wilhelm Schmitz-Steinkrüger fertiggestellten Kirchenfenster, die erst nach Kriegsende installiert wurden. Sie nehmen klar auf die christliche Tradition einschließlich einer alttestamentlich-jüdischen Symbolik Bezug, was unter den Bedingungen der NS-Herrschaft sehr außergewöhnlich war. Insbesondere ein Fenster beinhaltet den Spruch: „O Völkerkönig, du Sehnsucht der Heiden, du Eckstein, der alle Völker vereint, komm bringe Heil dem Menschen, den du aus Erde gebildet“.

Orgel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Orgel wurde 1990 von dem Orgelbauer Weibms (Hellenthal) erbaut und 2007 erweitert. Das Schleifladen-Instrument hat 27 Register auf drei Manualen und Pedal. Die Spieltrakturen sind mechanisch, die Pedaltrakturen und die Registertrakturen sind elektrisch.[1]

II Hauptwerk C–g3
Bordun 16′
Principal 8′
Metallgedeckt 8′
Octave 4′
Rohrflöte 4′
Nasard 223
Superoktave 2′
Terz 135
Mixtur IV 113
Trompete 8′
Tremulant
III Schwellwerk C–g3
Hohlflöte 8′
Salicional 8′
Schwebung 8′
Oktavflöte 4′
Oktavin 2′
Larigot 113
Scharf IV 1′
Basson 16′
Hautbois 8′
Clairon 4′
Tremulant
Pedalwerk C–f3
Subbass 16′
Oktavbass 8′
Pommer 8′
Choralbass 4′
Nachthorn 2′
Posaune 16′
Trompete 8′
  • Koppeln: II/II (Sub- und Superoktavkoppeln), III/III (Sub- und Superoktavkoppeln), II/P (auch als Superoktavkoppel), III/P (auch als Superoktavkoppel),

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Informationen zur Orgel (Memento des Originals vom 5. August 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.weimbs.de auf der Website der Orgelbaufirma

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: St. Antonius (Düsseldorf-Hassels) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 51° 10′ 48,1″ N, 6° 52′ 31,9″ O