St. Apollonia (Eilendorf)

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Apollonia-Kapelle Eilendorf

St. Apollonia ist ein Kirchengebäude der römisch-katholischen Kirche in Eilendorf, einem Stadtteil der Stadt Aachen. Sie dient als Filialkirche der Pfarrei St. Severin.

Vorgeschichte 1774–1780[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 1774 wurde in Eilendorf mit Billigung des Pfarrers Christian Virnich, aber ohne Wissen des Administrators der Reichsabtei Kornelimünster, die St. Apollonia-Kapelle erbaut. Sie ist die einzige erhaltene von ehemals fünf Kapellen und ist unter Denkmalschutz gestellt worden. Am 2. Juni 1777 erteilte der Administrator von Kornelimünster, Carl Casper Freiherr von der Horst, nachträglich die Genehmigung zum Bau. Drei Jahre später, am 30. Juni 1780, genehmigte die Kölner Erzbischöfliche Behörde die Weihe der Kapelle der heiligen Jungfrau und Märtyrerin Apollonia von Alexandria. Zwischen 1855 und 1886 fanden Messen und Hochämter in der Kapelle statt[1]. Es existiert ein Förderverein zur Erhaltung der Kapelle.

1926 bis heute[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 23. Februar 1926 begannen Bestrebungen einzelner Dorfbewohner zur Gründung eines Kirchenbau-Vereins[2]. Am 1. August 1926 gründete sich zunächst die St. Apollonia-Schützenbruderschaft und am 20. Juni 1947 beantragte Pfarrer Offermann schließlich den Bau des Kindergartens St. Apollonia. Die Baugenehmigung wurde am 26. Januar 1950 erteilt; die Grundsteinlegung erfolgte am 17. September 1950 und die Fertigstellung am 1. Juni 1953 mit integrierter Notkirche im Kindergarten. Die erste Messe wurde in der Notkirche am 9. Februar 1954 gefeiert. Im selben Jahr erfolgte die Gründung des St. Apollonia-Kirchbau-Vereins Ober-Eilendorf. Der Erlös des Pfarrfestes 1957 unter dem Motto Wir bauen eine Kirche kam der neuen Kirche zugute.

Filialkirche

Am 29. Januar 1958 wurde der Aachener Architekt Peter Salm mit der Planung der neuen Kirche beauftragt. Der Bau dauerte von 1959 bis 1961 und am 24./25. August 1961 konsekrierte Bischof Dr. Johannes Pohlschneider die Kirche. Die Glasfenster der neuen Kirche wurden von dem Aldorfer Künstler Ludwig Schaffrath entworfen. Der Würselener Metallbildhauer Albert Sous gestaltete die neue Tabernakelanlage, den Ambo (beides 1968) sowie einen Osterleuchter (1969). Ende 1972 wurde ein neues Glockengeläut angeschafft. Alle vier Glocken wurden in der Eifeler Glockengießerei in Brockscheid gegossen.[3]

Am 1. Januar 1965 wurde die Kirche ausgepfarrt und zur Pfarrvikarie erhoben. Seit 2010 bildet St. Apollonia mit drei weiteren Pfarrgemeinden die neue Gesamtpfarre St. Severin. Seit 2010 besteht der Förderverein zum Erhalt der Apollonia-Kapelle in Aachen Eilendendorf e.V., der gemeinsam mit der Pfarre die Kapelle restauriert.[4]

Quellen/Bücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hubert Beckers: Aus der Geschichte der Pfarre St. Apollonia Aachen-Eilendorf
  • Hubert Beckers: Kirchen und Kapellen im Bereich der ursprünglichen Pfarre Eilendorf

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Pfarrarchiv
  2. Kirchenprotokoll von St.Severin
  3. Hubert Beckers: Aus der Geschichte der Pfarre St. Apollonia Aachen-Eilendorf. Aachen 1986.
  4. Website des Fördervereins zum Erhalt der Apollonia-Kapelle in Aachen Eilendendorf e.V.

Koordinaten: 50° 46′ 44″ N, 6° 10′ 6″ O