St. Barbara (Wallerfangen)

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Koordinaten: 49° 19′ 54″ N, 6° 40′ 55″ O

St. Barbara
Gemeinde Wallerfangen
Wappen der ehemaligen Gemeinde St. Barbara
Fläche: 1,68 km²
Einwohner: 819 (31. Dez. 2008)
Bevölkerungsdichte: 488 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1974
Postleitzahl: 66798
Vorwahl: 06831
St. Barbara (Saarland)
St. Barbara

Lage von St. Barbara im Saarland

Filialkirche St. Salvator

Filialkirche St. Salvator

St. Barbara ist ein Ortsteil der Gemeinde Wallerfangen im Landkreis Saarlouis (Saarland). Bis Ende 1973 war Sankt Barbara (offizielle Gemeindebezeichnung) eine eigenständige Gemeinde. Bekannt ist St. Barbara durch den Anbau von Erdbeeren.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort St. Barbara liegt auf dem Saargau. Von hier hat man einen hervorragenden Blick auf das Tal der Saar mit Saarlouis und Dillingen/Saar.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt Siedlungsfunde aus der jüngeren Steinzeit, der mittleren Bronzezeit und der Hallstattzeit. Der römische Kupferstollen des Emilianus ist unversehrt erhalten. Kupfererz wurde bis in das 19. Jahrhundert abgebaut und in der Dillinger Hütte verarbeitet. Seit 1967 ist er der Öffentlichkeit zugänglich. Eine erstmals 1170 erwähnte Burg Altenfelsberg lag an der Spitze des Ortes, sie war Vorgängerin der als „Teufelsburg“ bekannten Burg Neu-Felsberg.

Im Rahmen der saarländischen Gebiets- und Verwaltungsreform wurde die bis dahin eigenständige Gemeinde „Sankt Barbara“ der Gemeinde Wallerfangen zugeordnet.[1] St. Barbara ist seitdem ein Ortsteil und ein Gemeindebezirk.

Kirche St. Salvator[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die katholische Kirche St. Salvator wurde unter der Ägide des Wallerfanger Pfarrers Josef Hoff nach den Plänen des Saarlouiser Architekten Alois Havener[2] und des Saarbrücker Architekten Rudolf Güthler errichtet (Planerstellung: 1949, Grundsteinlegung: 17. September 1950, Einweihung: 1. August 1954).[3] Die lateinische Inschrift des Grundsteins lautet: "SALVATOR SALVA NOS ANNO SANCTO 1950" (dt. Übersetzung: Heiland, heile uns. Im heiligen Jahr 1950.). Die Kirche von St. Barbara ist als Saal mit neoromanischen Elementen des Abstraktions-Historismus gestaltet. Vergleicht man den Kirchbau in St. Barbara und die Kirche St. Josef und St. Wendelin in Diefflen, ebenfalls von Havener und Güthler nahezu zeitgleich entworfen, so wird die Parallelität beider Bauten deutlich sichtbar. Besonders die Gestaltung des breiten, bossierten Rechteckturmes mit rundbogigen Schallarkaden und flach geneigtem Turmdach ist bei beiden Bauten sehr ähnlich. Das Radfenster, das in Diefflen in der Giebelfassade des Kirchenschiffs eingepasst wurde, befindet sich bei der kleineren Kirche in St. Barbara über dem Kircheneingang in der Turmfassade. Beide Kirchen weisen Rundbogenfenster und flache Innenraumdecken auf, wobei die Außenmauern der Kirche in Münchener Rauputz verputzt sind.[4][5][6][7]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 808.
  2. http://www.kunstlexikonsaar.de/personen-a-z/artikel/-/havener-alois/, abgerufen am 10. Mai 2015.
  3. Festschrift anlässlich der Weihe der Salvator-Kirche in Ste. Barbe bei Wallerfangen, hrsg. von Josef Hoff, Saarlouis 1954.
  4. Kristine Marschall: Sakralbauwerke des Klassizismus und des Historismus im Saarland, (Veröffentlichungen des Instituts für Landeskunde im Saarland, Bd. 40), Saarbrücken 2002, S. 342 u. 580.
  5. Kristine Laue: Schnittmengen in der Architektur, Sakralbauten zwischen Historismus und Moderne an der Saar, in: Von Altdorfer bis Serra, Schülerfestschrift für Lorenz Dittmann, St. Ingbert 1993, S. 136.
  6. Das katholische Saarland, Heimat und Kirche, Hrsg.: L. Sudbrack und A. Jakob, Band II/III, Saarbrücken 1954, S. 26f.
  7. Johann Klein: Dörfer auf dem Muschelkalk, Wiebelskirchen 1970, S. 244.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]