St. Georgen am Reith

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St. Georgen am Reith
Wappen von St. Georgen am Reith
St. Georgen am Reith (Österreich)
St. Georgen am Reith
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Amstetten
Kfz-Kennzeichen: AM
Fläche: 40,08 km²
Koordinaten: 47° 49′ N, 14° 52′ OKoordinaten: 47° 49′ 0″ N, 14° 52′ 0″ O
Höhe: 522 m ü. A.
Einwohner: 599 (1. Jän. 2016)
Postleitzahl: 3344
Vorwahl: 07484
Gemeindekennziffer: 3 05 26
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Sankt Georgen am Reith 58
3344 St. Georgen am Reith
Website: www.st-georgen-reith.gv.at
Politik
Bürgermeister: Helmut Schagerl (SPÖ)
Gemeinderat: (2015)
(15 Mitglieder)
8
7
Von 15 Sitzen entfallen auf:
Lage der Gemeinde St. Georgen am Reith im Bezirk Amstetten
Amstetten Ardagger Aschbach-Markt Behamberg Biberbach Ennsdorf Ernsthofen Ertl Euratsfeld Ferschnitz Haag Haidershofen Hollenstein an der Ybbs Kematen an der Ybbs Neuhofen an der Ybbs Neustadtl an der Donau Oed-Oehling Opponitz Seitenstetten Sonntagberg St. Georgen am Reith St. Georgen am Ybbsfelde St. Pantaleon-Erla St. Peter in der Au St. Valentin Strengberg Viehdorf Wallsee-Sindelburg Weistrach Winklarn Wolfsbach Ybbsitz Zeillern Allhartsberg NiederösterreichLage der Gemeinde St. Georgen am Reith im Bezirk Amstetten (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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St. Georgen am Reith, Pfarrkirche - dahinter Schulgebäude
St. Georgen am Reith, Pfarrkirche - dahinter Schulgebäude
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

St. Georgen am Reith[1] (auch Sankt Georgen am Reith) ist eine österreichische Gemeinde mit 599 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2016) im Bezirk Amstetten in Niederösterreich.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St. Georgen am Reith liegt im Mostviertel in Niederösterreich. Das Gemeindegebiet erstreckt sich auf einer Länge von etwa zehn Kilometer entlang der Ybbs. 77,32 % der Fläche der Gemeinde sind bewaldet.

Die Gemeinde St. Georgen am Reith besteht aus den vier Ortschaften bzw. Katastralgemeinden (in Klammer die Einwohnerzahlen Stand 1. Jänner 2015[2]):

  • Hochau (4,38 km², 47 Ew.)
  • Kogelsbach (12,30 km², 197 Ew.)
  • Königsbergau (8,98 km², 82 Ew.)
  • St. Georgen am Reith (14,41 km², 229 Ew.)

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits im Altertum war das Gebiet von den Römern besiedelt, es war Teil der Provinz Noricum. Der Ort wurde von der Herrschaft Gleiß verwaltet. 1192 kam die Grundherrschaft bis zur Säkularisation in Besitz des Hochstifts Passau. Im österreichischen Kernland Niederösterreich liegend, teilte der Ort die wechselvolle Geschichte Österreichs.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die meisten Einwohner hatte St. Georgen mit 1.017 Personen im Jahr 1923. Dies liegt mit hoher Wahrscheinlichkeit daran, dass von 1922 - 1924 der Bau der Rohrleitung (Dükerbrücke) stattfand. Bei der nächsten Zählung im Jahr 1934 waren es nur mehr 676 Einwohner. Bei der Zählung 1971 waren es noch 604 Personen. Seither ist die Einwohnerzahl immer unter 600 Personen gelegen, 2014 waren es 564 Personen.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Statistik Austria hat im Jahr 2011 287 erwerbstätige Personen ermittelt, von denen 6 Personen arbeitslos waren. 79 Personen waren selbstständig tätig, davon 66 in der Land- und Forstwirtschaft. Die allgemeine Erwerbsquote lag bei 49,8 %.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St. Georgen am Reith war Station an der schmalspurigen Ybbstalbahn der ÖBB. Die Schmalspurbahn wurde aus wirtschaftlichen Gründen 2010 eingestellt und durch eine Busverbindung ersetzt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in St. Georgen am Reith
  • Pfarrkirche: um 1500 erbaut, gotisch. Der Innenraum ist im spätgotischen Stil gestaltet. Bemerkenswertes Maskenrelief am Turm - vermutlich aus der Keltenzeit.
  • Jagdschloss: Das Jagdschloss liegt am Waldesrand, inmitten eines mehr als 10.000 m² großen Parks. Das Schloss ist heute ein Hotel.
  • Dükerbrücke: Die Rohrbrücke (40 Meter Spannweite; Baubeginn 1922) dient zur Überquerung der Ybbs und leitet das Wasser zum Kraftwerk Opponitz, welches im Besitz der Stadt Wien ist.

Freizeit und Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wander- und Radfahrerwege: Wanderer und Radfahrer finden in der näheren und weiteren Umgebung von St. Georgen am Reith ein weitläufiges, gut markiertes Wegenetz in unberührter Landschaft vor. Durch das Gemeindegebiet führt der Ybbstalradweg, der auf der ehemaligen Ybbstalbahntrasse errichtet wird.
  • Angelsport: Besonders Angler kommen in St. Georgen am Reith auf ihre Kosten.
  • Kanusport: Auch Kanufahren auf der Ybbs ist möglich.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderatswahlen
 %
60
50
40
30
20
10
0
50,95 %
(+3,24 %p)
43,35 %
(-3,98 %p)
5,70 %
(n. k.)
n. k.
(-4,96 %p)
 

Bei der Gemeinderatswahl 2015 wurde die höchste Wahlbeteiligung Niederösterreichs von 94,9 % (2010: 95,3 %) erzielt. Das Wahlergebnis brachte keine Mandatsveränderung. Die SPÖ hält 8 der 15 Mandate, folglich die ÖVP 7 Mandate. Kein Mandat erhält die Liste MIR (Miteinander in Reith). Im Vorfeld der Gemeinderatswahl entstand zwischen den Parteien eine Diskussion aufgrund des Anstiegs der Wahlberechtigten auf 622 Personen (2010: 554 Personen) bei einer Einwohnerzahl von rund 570 Personen. Dieser Anstieg erklärt sich aufgrund des NÖ-Wahlrechts, dass Personen mit Nebenwohnsitz ebenfalls ein Wahlrecht einräumt.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die amtliche Schreibweise ist festgelegt bzw. dargestellt im Gesetz über die Gliederung des Landes Niederösterreich in Gemeinden LGBl.Nr.1030–94 vom 9. Dezember 2011 und auf Statistik Austria: Ein Blick auf die Gemeinde
  2. Statistik Austria, Bevölkerung am 1.1.2015 nach Ortschaften

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: St. Georgen am Reith – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien