St. Gereon (Köln-Merheim)

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Koeln Merheim St Gereon02.jpg
Patrozinium: Hl. Gereon von Köln
Bauzeit: um 1820
Anschrift: Von-Eltz-Platz 6

51109 Köln Merheim

Die Kirche St. Gereon im Kölner Stadtteil Merheim ist eine römisch-katholische Kirche im Erzbistum Köln. Sie ist Teil des katholischen Pfarreienverbandes Brück-Merheim. Die dem Hl. Gereon von Köln geweihte Kirche entstand um 1820 nach Abriss der alten romanischen Kirche.

Lage und Umgebung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St. Gereon zu Köln-Merheim
Ansicht vom Kirchhof

Die Kirche liegt etwas abseits des Stadtteilmittelpunktes Merheim. Umgeben von Wiesen und Feldern stellte der Anblick auf die Kirche schon immer ein besonderes Panorama dar. Um die Kirche herum befinden sich Grabsteine und Denkmäler des ehemaligen Friedhofs. In der Nachbarschaft der Kirche befindet sich das Pfarrhaus mit der Pfarrwohnung und dem Pastoralbüro. Daneben schließt sich das Pfarr- und Jugendheim an.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Funde fränkischer Grabsteine weisen darauf hin, dass in Merheim seit dem 8. Jahrhundert eine Pfarrkirche existiert haben soll. [1] Zum Pfarrbezirk Merheim zählten viele der umliegenden Ortschaften. Deren Bevölkerung pilgerte bis ins 19. Jahrhundert Sonntags zur Messe in die Merheimer Kirche. Daher verdanken viele Wege in der Umgebung ihren Namen (zum Beispiel der "Rather Kirchweg", der von der Ortschaft Rath nach Merheim zur Kirche führt).

Nach dem Abriss der alten Kirche 1817 wurde um 1820 ein Neubau der alten Kirche in neuen Maßen begonnen. Die Kirche wurde damals als Saalkirche ohne ihre heutigen Säulen erbaut, die erst 1907 nachträglich eingefügt wurden und somit die Kirche in ein Hauptschiff und zwei Nebenschiffe teilten.

1822 wurde der Turm der heutigen Pfarrkirche erbaut, 1849 wurde die achteckige Turmspitze auf den Turm gesetzt. Diese hohe Turmspitze wurde zu Beginn des Zweiten Weltkrieges aufgrund eines nahen Fliegerhorstes durch ein stumpfes Spitzdach ersetzt. Der Turm trägt ein grünes Kreuz mit Wetterhahn von Walter Prinz mit einer Höhe von 4,60 m.[2]

Ausstattung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hochaltar und Zelebrationsaltar[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Hochaltar in der Apsis der Kirche stammt etwa aus dem Zeitraum des Barock 1600–1730. Im Laufe der Zeit ist sein Aussehen häufig verändert worden, Figuren(-gruppen) sind hinzugefügt oder weggenommen worden. Bei der letzten Restaurierung 1959 wurde versucht, die ursprüngliche Farbgebung möglichst getreu nachzubilden. Der Zelebrationsaltar ist gestaltet von Herbert Kreutzer. Er ist aus Mainsandstein gefertigt und wurde nach der Liturgiereform des Zweiten Vatikanischen Konzils in die Kirche eingebaut.[2]

Statuen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum Schatz der Kirche St. Gereon gehört die Schlesische Madonna. Eine Darstellung der Mutter Gottes aus Schlesien, die lebensgroß etwa um 1500 gefertigt wurde. Sie steht im rechten Seitenschiff der Kirche und ist eine Dauerleihgabe von Privatleuten. Die hölzerne Marienstatue der Kirche stammt aus der alten Kirche und ist somit aus dem 18. Jahrhundert oder älter. Sie stellt die gekrönte Maria mit Zepter und Reichsapfel dar und trägt einen blauen Umhang.[2]

An den Säulen des Mittelschiffes befinden sich Statuen der Apostel. Sie sind aus Holz gefertigt und stammen aus der Zeit von 1846 bis 1849. Es sind insgesamt 14 Statuen, die der 12 Apostel plus die des später für den Apostel Judas berufenen Apostel Matthias und plus die des Erzengel Michael. Die Apostel sind mit Gegenständen und Symbolen versehen, die auf ihre Persönlichkeit hinweisen, so ist der Apostel Petrus zum Beispiel klassisch mit den beiden Schlüsseln dargestellt.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirche verfügt im Kirchenschatz über zahlreiche weitere Kunstgegenstände, unter ihnen eine wertvolle goldene Monstranz im gotischen Stil. Die Statue "Der Hörende" des Bildhauers Toni Zenz ergänzt das Ambo. Dargestellt ist ein Mann, der seine Hände an die Ohren gelegt, der Frohen Botschaft lauscht.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die Kirche St. Gereon Informationsseite über den Stadtteil Merheim
  2. a b c Die Kirche St. Gereon auf der Website der Kirchengemeinde

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Saint Gereon Church (Merheim) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 50° 56′ 55″ N, 7° 3′ 6,1″ O