St. Gotthard im Mühlkreis

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St. Gotthard im Mühlkreis
Wappen Österreichkarte
Wappen von St. Gotthard im Mühlkreis
St. Gotthard im Mühlkreis (Österreich)
St. Gotthard im Mühlkreis
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Urfahr-Umgebung
Kfz-Kennzeichen: UU
Hauptort: Rottenegg
Fläche: 12,07 km²
Koordinaten: 48° 23′ N, 14° 8′ OKoordinaten: 48° 22′ 48″ N, 14° 7′ 56″ O
Höhe: 473 m ü. A.
Einwohner: 1.332 (1. Jän. 2018)
Bevölkerungsdichte: 110 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4112
Vorwahl: 07234
Gemeindekennziffer: 4 16 21
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rottenegger Straße 17
4112 St. Gotthard im Mühlkreis
Website: www.sanktgotthard.at
Politik
Bürgermeister: Johannes Rechberger (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(19 Mitglieder)
9
7
3
Insgesamt 19 Sitze
Lage von St. Gotthard im Mühlkreis im Bezirk Urfahr-Umgebung
Alberndorf in der RiedmarkAltenberg bei LinzBad LeonfeldenEidenbergEngerwitzdorfFeldkirchen an der DonauGallneukirchenGoldwörthGramastettenHaibach im MühlkreisHellmonsödtHerzogsdorfKirchschlag bei LinzLichtenbergLinzOberneukirchenOttenschlag im MühlkreisOttensheimPuchenauReichenau im MühlkreisReichenthalSchenkenfeldenSonnberg im MühlkreisSt. Gotthard im MühlkreisSteyreggVorderweißenbachWaldingZwettl an der RodlOberösterreichLage der Gemeinde St. Gotthard im Mühlkreis im Bezirk Urfahr-Umgebung (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

BW

St. Gotthard im Mühlkreis ist eine Gemeinde im Oberen Mühlviertel im Bezirk Urfahr-Umgebung in Oberösterreich mit 1332 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2018). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Urfahr.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St. Gotthard im Mühlkreis liegt auf einer Höhe von 473 m ü. A. im Oberen Mühlviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 5,0 km und von West nach Ost 5,0 km. Die Gesamtfläche beträgt 12 km². Der höchste Punkt der Gemeinde liegt mit 517 m ü. A. in der Ortschaft Grasbach, der niedrigste mit 276 m in Rottenegg.

Das Gemeindegebiet umfasst folgende Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2018[1]):

  • Eschelberg (203)
  • Grasbach (84)
  • Haselwies (74)
  • Maierleiten (47)
  • Mühlholz (9)
  • Oberstraß (141)
  • Rottenegg (457)
  • St. Gotthard im Mühlkreis (317)

Das Gemeindeamt und der Kindergarten befinden sich in Rottenegg. Das über 200 m höher gelegene St. Gotthard beherbergt neben der spätbarocken Pfarrkirche den Pfarrhof und die Volksschule. Der an der Mühlkreisbahn gelegene Bahnhof Rottenegg befindet sich auf dem Gemeindegebiet von Walding.[2]

Flächenverteilung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herzogsdorf
Feldkirchen an der Donau Nachbargemeinden Gramastetten
Walding

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wie ein Steinbeilfund bei der Pfarrkirche zeigt, war das Gemeindegebiet von St. Gotthard bereits in der Steinzeit besiedelt. Vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert profitierte die Gegend wirtschaftlich aufgrund ihrer Lage an der Krumauer Reichsstraße, einem Teilstück der 1142 erstmals urkundlich erwähnten Via Regia zwischen Linz und Böhmen. Der rege Handelsverkehr führte zum Bau der Burgen Eschelberg (vor 1205) und Rottenegg (vor 1285).

Im Jahr 1558 wird der Ortsname bei der Nennung eines gewissen „Hannß von Sanndt Gothart“ erstmals urkundlich erwähnt.[3]

Im 17. Jahrhundert wurde am Ort der heutigen Pfarrkirche eine dem Hl. Godehard geweihte Kapelle errichtet, die 1711 durch Graf Gundacker von Starhemberg zu einer Kirche im spätbarocken Stil umgestaltet wurde.

Ursprünglich im Ostteil des Herzogtums Bayern gelegen, gehörte der Ort seit dem 12. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich. Von 1490 an wird er dem Fürstentum Österreich ob der Enns zugerechnet.

Während der Napoleonischen Kriege wurde der Ort mehrfach besetzt.

Nachdem St. Gotthard ab 1875 mit Herzogsdorf und Stamering gemeinsam verwaltet worden war, wurde es 1888 aufgrund einer Petition vom Oberösterreichischen Landtag als eigene Gemeinde wiedererrichtet. 1951 erfolgte die Eingliederung des nördlichen Teils der Ortschaft Grasbach sowie die Umbenennung der Gemeinde von St. Gotthard in St. Gotthard im Mühlkreis.[2][4]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quelle Einwohnerentwicklung: Statistik Austria, Volkszählungsergebnisse, Statistik der Standesfälle, Datenbank POPREG am 1. Jänner 2006.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: Von Rot und Gold gespalten durch einen Pfahl, der von Silber und Rot gespalten und mit einem geradarmigen Tatzenkreuz in gewechselten Farben belegt ist; beiderseits auf grünen Felsen je ein Zinnenturm, rechts ein silberner, links ein roter, mit zwei durchbrochenen Fenstern übereinander.

Die Gemeindefarben sind Weiß-Grün.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Johannes Rechberger (ÖVP). Der Gemeinderat hat 19 Mitglieder (9 ÖVP, 7 SPÖ, 3 FPÖ).[5]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfarrkirche und Pfarrhof von St. Gotthard im Mühlkreis

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: St. Gotthard im Mühlkreis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2018 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2018), (CSV)
  2. a b Gemeinde St. Gotthard im Mühlkreis: Ortsbeschreibung. Abgerufen am 10. Mai 2016.
  3. Karl Hohensinner und Peter Wiesinger: Ortsnamenbuch des Landes Oberösterreich 10. Die Ortsnamen des politischen Bezirks Urfahr-Umgebung (Mittleres Mühlviertel).Wien 2006
  4. 42. Kundmachung der o. ö. Landesregierung vom 8. Oktober 1951
  5. Gemeinderat. In: www.webwahl.net. Abgerufen am 23. November 2015.
  6. "Ich genieße jede Sekunde beim LASK". In: meinbezirk.at. (meinbezirk.at [abgerufen am 10. November 2018]).