St. Johann (Ahrntal)

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Pfarrkirche St. Johann
Blick auf St. Johann Richtung Nordosten

St. Johann, auch Ahrn genannt (italienisch San Giovanni), ist eine Fraktion der Gemeinde Ahrntal in Südtirol (Italien). Mit 1.849 Einwohnern ist es eine der größten Ortschaften im Tauferer Ahrntal. St. Johann liegt auf 1017 m über dem Meeresspiegel.

Die Ortschaft liegt im Zentrum des Ahrntals und ist vor allem durch seine Position inmitten der Zillertaler Alpen bekannt.

Name und Pfarrkirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort bekam seinen Namen vom heiligen Johannes dem Täufer, dem die Pfarrkirche geweiht ist. Bereits 1491 ist St. Johann als eigener Ahrntaler Sprengel, das St. Johann-Pimwerch („inn Ewrn in Sand Johannsen bimberch“), die örtliche Bezeichnung für Verwaltungseinheiten, urkundlich bezeugt.[1]

Der beeindruckende, spätbarocke Kirchenbau mit seinem mächtigen Kuppelturm wurde 1783–1788 von Baumeister Joseph Abenthung errichtet. Der Hochaltar ist von Joseph Schöpf. Die frühere Pfarrkirche stand im Weiler St. Martin nahe dem Trippach und wurde 1330 durch einen Murbruch zerstört. Deshalb wurde eine neue Kirche auf einer Anhöhe nahe dem heutigen Weißenbachlhof am orografisch linken Ufer der Ahr errichtet. Im Jahr 1731 wurde der Widenhof in St. Martin, wo die Pfarrherrn bis dahin wohnten, verkauft und der Steinpenthof erworben, der ab da als Widum diente. Da die Pfarrkirche beim Weißenbachl inzwischen baufällig und wohl auch zu klein war, wurde der Kirchenneubau neben dem Widum ins Auge gefasst. Treibende Kraft dafür war Pfarrer Franz Xaver Wierer.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Dorfzentrum befindet sich ein kleines Museum im Geburtshaus der Gebrüder Oberkofler „Oberkofler-Museum“. Zwischen St. Johann und Steinhaus, im Weiler Mühlegg befindet sich ein sehenswertes privates Mineralienmuseum, welches von der Familie Kirchler aufgebaut und betreut wird. Ebenfalls in Mühlegg steht die Plattersäge. Diese wurde von der Familie Gruber vor dem Abbruch gerettet. Eine geologische Besonderheit bildet der Frankbachwasserfall mit seinen Marmortrögen.

Gebrüder Oberkofler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St. Johann ist der Heimatort der Gebrüder Joseph Georg Oberkofler und Johann Baptist Oberkofler.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: St. Johann im Ahrntal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hannes Obermair: «Quellen, Menschen, Jahreszahlen: die Steinhauser Urkunde von 1491». In: Ahrntal. Ein Gemeindebuch. Hrsg. von der Gemeinde Ahrntal. Steinhaus 1999. S. 56–59.

Koordinaten: 46° 59′ N, 11° 56′ O