St. Johann Baptist (Riedenburg)

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Kath. Stadtpfarrkirche St. Johann Baptist
St. Johann Baptist: Innenraum

St. Johann Baptist ist die römisch-katholische Stadtpfarrkirche von Riedenburg. Sie liegt in der Altstadt, unterhalb der Rosenburg. Charakteristisch für die Pfarrkirche ist der Turm mit hohem, schlankem Spitzhelm, wie er sonst nur im Alpenraum zu finden ist. Zur Pfarrgemeinde gehört auch die Klosterkirche St. Anna.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits seit dem 13. Jahrhundert ist an der Stelle der heutigen Pfarrkirche eine kleinere Kirche nachgewiesen, die Johannes dem Täufer geweiht war. Der Bau der heutigen spätbarocken Kirche erfolgte 1739. Die Saalkirche verfügt über einen im Kern mittelalterlichen Turm mit Spitzhelm.[1]

Es ist nachgewiesen, dass Riedenburg mindestens seit dem 14. Jahrhundert Filiale der Pfarrei Schambach (heute Ortsteil von Riedenburg) war. Eine eigene Pfarrei wurde erst 1921 gegründet.[2]

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sehenswürdigkeiten in der Kirche sind der Muttergottes-Altar, die Figur der heiligen Maria, ein spätgotisches Werk aus dem 15. Jahrhundert, sowie der Sebastiani-Altar, der Kreuzaltar und der Hochaltar mit der Verkündigungsszene. Die Fresken im Chor stellen Mariä Heimsuchung dar. Im Langhaus sind das bipolare Fresko Predigt des Täufers, Taufe Jesu sowie die sechs Medaillons (Grisaillen) aus der Johannisvita von dem Kunstmaler des Neubarock Josef Wittmann (1937).

Orgel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Orgel der Stadtpfarrkirche wurde im Jahr 2002 durch die Firma Orgelbau Vleugels aus Hardheim im Odenwald in einem barocken Prospekt neu gebaut. Die Orgelweihe erfolgte am 24. Februar 2002 durch Weihbischof Vinzenz Guggenberger, der damals als Diözesanadministrator eingesetzt war. Das Instrument umfasst 23 Register auf zwei Manualen und Pedal. Die Disposition lautet wie folgt:[3]

I Rückpositiv C–g3
1. Gedeckt 8′
2. Praestant 4′
3. Flauto 4′
4. Flagolet 2′
5. Sifflet 1′
6. Mixtura minora II-III 1′
7. Krumphorn 8′
Tremulant
II Hauptwerk (schwellbar) C–g3
8. Principal 8′
9. Vox coelestis 8′
10. Salicet-Principal 8′
11. Copula maiora 8′
12. Octave 4′
13. Nasard 22/3
14. Superoctav 2′
15. Terz 13/5
16. Larigot 11/3
17. Mixtura maiora IV 11/3
18. Trompet 8′
19. Hoboi 8′
Tremulant
Pedal C–f1
20. Subbaß 16′
21. Octavbaß 8′
22. Copula 8′
23. Fagott 16′

Glocken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus dem hohen, schlanken Turm erschallt ein dreistimmiges Geläut mit den Schlagtönen e1–g1–b1. Alle drei Glocken wurde 1922 vom Bochumer Verein gegossen. Eine vierte Glocke aus Bronze von der Gießerei Rudolf Perner in Passau mit dem Schlagton c1 wird nur solistisch geläutet und dient als Wandlungsglocke.[4]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: St. Johann Baptist (Riedenburg) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kirchen. Online auf riedenburg.de. Abgerufen am 9. April 2016.
  2. Geschichte. Online auf www.st-johannes-riedenburg.de. Abgerufen am 9. April 2016.
  3. Neue Orgeln in der Diözese Regensburg – Die Vleugels-Orgel in der Pfarrkirche St. Johannes, Riedenburg. Online auf kirchenmusik-regensburg.de. Abgerufen am 12. Januar 2017.
  4. Riedenburg, Stadtpfarrkirche St. Johannes Baptist. Online auf glockenklaenge.de. Abgerufen am 14. Januar 2017.

Koordinaten: 48° 57′ 42″ N, 11° 40′ 59″ O