St. Joseph und Medardus

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Luftbild von St. Josef und Medardus und Umgebung (Aufnahme 2015)
St. Josef und Medardus (Aufnahme 2006)
Innenraum der Kirche

St. Josef und Medardus ist die katholische Pfarrkirche Lüdenscheids, welche architektonisch sehr bedeutend ist.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Architekt Arnold Güldenpfennig entwarf den 1882 bis 1885 errichteten historistischen Bau im Stil der norddeutschen Backsteingotik. Er ersetzte die kleine Kreuzkapelle im Bereich des heutigen Sternplatzes, welche nach ihrer Neugründung zu Beginn des 19. Jahrhunderts von der katholischen Gemeinde Lüdenscheids genutzt wurde. Zunächst besaß St. Joseph und Medardus nur einen Dachreiter. Der beeindruckende satteldachbekrönte Turm (54,15 Meter), ebenfalls mit Architekturdetails der Backsteingotik, aber vor allem solchen des Expressionismus, entstand nach den Plänen des Architekten Robert Lamm zwischen 1927 und 1929. Er vollendete seinerzeit neben den Türmen von Erlöserkirche und Christuskirche die Silhouette Lüdenscheids. In dem Turm wurden vier Glocken installiert. Diese wurden 1942 zu Rüstungszwecken eingeschmolzen. Heute trägt der Turm ein vierstimmiges Sonderbronzegeläut aus Brilon in der Tonfolge as°-c'-e'-ges'. Die beiden kleinen Glocken wurden 1947 und die beiden großen Glocken 1948 gegossen.[1]

Patrozinium[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Patrozinium der Kirche sind der Schutzpatron der Stadt Lüdenscheid Medardus und Josef von Nazareth, der Ziehvater Jesu. Ein Patrozinium Josefs ist typisch für Kirchenbauten, die während des Kulturkampfes in Deutschland neu gebaut worden sind.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: St. Joseph und Medardus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Glockenkatalog des Bistums Essen.

Koordinaten: 51° 12′ 49,8″ N, 7° 37′ 48,2″ O