St. Kassian

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San Ćiascian – St. Kassian
Italienische Bezeichnung: San Cassiano
Dorfkirche in St. Cassian.JPG
Dorfkirche St. Kassian
Staat: Italien
Region: Trentino-Südtirol
Provinz: Südtirol (BZ)
Gemeinde: Abtei (Südtirol)
Koordinaten: 46° 34′ N, 11° 56′ OKoordinaten: 46° 34′ 10″ N, 11° 56′ 8″ O
Höhe: 1537 m s.l.m.
Einwohner: 859 (2013)
Patron: Kassian
Kirchtag: 13. August
Fraktionsvorsteher: Thomas Pescollderungg
Telefonvorwahl: 0473 CAP: 39036

St. Kassian (ladinisch San Ćiascian, italienisch San Cassiano) ist ein zur Gemeinde Abtei (Badia) gehörender Ort in Südtirol (Italien). St. Kassian liegt am Fuße der imposanten Felswände des Piz Cunturines, des Piz Lavarela, des Settsass und des Lagazuoi.

Blick vom Valparolapass nach St. Kassian

Der 1537 m hoch im hinteren Gadertal gelegene Ort ist seit dem Aufkommen des Tourismus in den 1960er Jahren sowohl im Sommer als auch im Winter ein beliebtes Urlaubsziel. Für ca. 2/3 der fast ausschließlich ladinischsprachigen Bevölkerung stellt der Tourismus seither die Haupteinnahmequelle dar.

Der ca. 850 Einwohner zählende Ort verfügt bei 127 Hotel- und Pensionsbetrieben über eine Bettenkapazität von insgesamt 4.044 Betten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevor St. Kassian dauerhaft besiedelt wurde, nutzte man das Gebiet ausschließlich als Weide für das Vieh (= armenc), wodurch die Bezeichnung Armentarola (Ortsteil von St. Kassian in Richtung Valparolapass) entstand.

Seinen Namen erhielt St. Kassian schließlich vom Heiligen Kassian, dem die Kirche im Ort geweiht ist.

Im Jahre 1296 wurden dann zum ersten Mal Namen von einzelnen Höfen in St. Kassian erwähnt.

Sehenswertes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Berghof bei St. Kassian
  • Kirche St. Kassian: im Jahre 1782 errichtet, Hauptaltar mit Gemälde des Künstlers Carlo Henrici aus Schlesien, auf welchem das Martyrium des Heiligen Kassian dargestellt ist.
  • Museum Ladin Ursus ladinicus: Dieses Ladinische Museum enthält wichtige Zeugnisse der Geschichte, Kultur und Tradition des Gadertals. Für großes Aufsehen sorgte der spektakuläre Fund von vorgeschichtlichen Skeletten des Höhlenbären am 23. September 1987 durch den Hotelier Willy Costamoling. Das Alter der Überreste dieser Bärenart, die in einer Höhle des Cunturines gefunden wurden, wird von Wissenschaftlern auf über 90000 Jahre geschätzt. Einige Forscher leiteten aus den Funden ab, dass die verschiedenen Eiszeiten in den Alpen in kürzeren Abständen aufgetreten sein könnten, als man bisher vermutete.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: St. Kassian – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien