St. Lorenz (Oberösterreich)

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St. Lorenz
Wappen Österreichkarte
Wappen von St. Lorenz
St. Lorenz (Oberösterreich) (Österreich)
St. Lorenz (Oberösterreich)
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Vöcklabruck
Kfz-Kennzeichen: VB
Fläche: 23,56 km²
Koordinaten: 47° 49′ N, 13° 21′ OKoordinaten: 47° 49′ 24″ N, 13° 21′ 24″ O
Höhe: 490 m ü. A.
Einwohner: 2.493 (1. Jän. 2018)
Postleitzahl: 5310
Vorwahl: 06232
Gemeindekennziffer: 4 17 35
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Wredeplatz 2
5310 Mondsee
Website: www.stlorenz.at
Politik
Bürgermeister: Andreas Hammerl (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(25 Mitglieder)
13
7
4
1
13 
Insgesamt 25 Sitze
Lage der Gemeinde St. Lorenz im Bezirk Vöcklabruck
Ampflwang im HausruckwaldAttersee am AtterseeAttnang-PuchheimAtzbachAurach am HongarBerg im AttergauDesselbrunnFornachFrankenburg am HausruckFrankenmarktGampernInnerschwand am MondseeLenzingManningMondseeNeukirchen an der VöcklaNiederthalheimNußdorf am AtterseeOberhofen am IrrseeOberndorf bei SchwanenstadtOberwangOttnang am HausruckPfaffingPilsbachPitzenbergPöndorfPuchkirchen am TrattbergPühretRedleitenRedlhamRegauRüstorfRutzenhamSchlattSchörfling am AtterseeSchwanenstadtSeewalchen am AtterseeSt. Georgen im AttergauSt. LorenzSteinbach am AtterseeStraß im AttergauTiefgrabenTimelkamUngenachUnterach am AtterseeVöcklabruckVöcklamarktWeißenkirchen im AttergauWeyregg am AtterseeWolfsegg am HausruckZell am MoosZell am PettenfirstOberösterreichLage der Gemeinde St. Lorenz (Oberösterreich) im Bezirk Vöcklabruck (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

BW

Laurentiuskirche vor dem Schafberg

St. Lorenz ist eine Gemeinde in Oberösterreich im Bezirk Vöcklabruck im Hausruckviertel mit 2493 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2018). Die Gemeinde gehörte bis 1. Juli 2013 zum Gerichtsbezirk Mondsee, seither zum Gerichtsbezirk Vöcklabruck.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St. Lorenz liegt auf 490 m Höhe im Hausruckviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 8,5 km, von West nach Ost 7,7 km. Die Gesamtfläche beträgt 23,4 km², 38,5 % der Fläche sind bewaldet und 52,1 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Januar 2018[1]):

  • Keuschen (883)
  • Scharfling (56)
  • St. Lorenz (1554)

Weitere Ortsteile der Gemeinde sind Gries, Plomberg, Schwarzindien und Wagnermühle.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ursprünglich im Ostteil des Herzogtums Bayern liegend, gehörte der Ort seit dem 12. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich. Seit 1490 wird er dem Fürstentum Österreich ob der Enns zugerechnet. Während der Napoleonischen Kriege war der Ort mehrfach bayrisch besetzt.

Seit 1918 gehört der Ort zum Bundesland Oberösterreich. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum Gau Oberdonau. 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.

In Scharfling und im Mooswinkel wurden im 19. Jahrhundert die ersten Pfahlbauten der Mondseekultur aus der späten Jungsteinzeit in der Zeit von 3600 bis 3300 v. Chr. gefunden. Das Holzobjekt von Scharfling wurde durch J. Offenberger aus der 1972 vermessenen Uferrandsiedlung Scharfling geborgen. Nach C14-Datierungen von Pfählen stammt die Siedlung aus der Endphase der Bandkeramik im Neolithikum. (Daten von Offenberger 1981): VRI 311: BP 4980±120 VRI 313: BP 4660±90.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „Gespalten von Gold und Rot mit einem aufgerichteten, einen Rost pfahlweise haltenden Drachen in gewechselten Farben.“

Die Gemeindefarben sind Rot-Gelb-Schwarz.

Das Gemeindewappen wurde 1984 verliehen. Der Drache steht für die Drachenwand, an deren Fuß St. Lorenz liegt, und den Drachen, der dort der Sage nach gehaust haben soll. Der Rost als Attribut des heiligen Laurentius verweist auf den Kirchenpatron und Namensgeber des Ortes.[2]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 30. Jänner 2018 trat der bisherige Bürgermeister Johannes Garderer (ÖVP) zurück, nachdem er zuvor eine Anzeige wegen Amtsmissbrauch und Untreue in seinem Amt erhalten hatte. Garderer war seit 2009 Bürgermeister der Gemeinde. [3] Interimistisch übernahm Vizebürgermeister Karl Nußbaumer (ÖVP) die Amtsgeschäfte, am 10. Juni 2018 wurde Andreas Hammerl (ÖVP) zum neuen Bürgermeister gewählt. [4]

Die drei Nachbargemeinden von MondseeInnerschwand, St. Lorenz und Tiefgraben – haben ein gemeinsames Gemeindeamt im „Rathaus“ am Wredeplatz in Mondsee (ähnlich einer deutschen Verwaltungsgemeinschaft).

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 1.822 Einwohner, 2001 dann 2.010 Einwohner.

Die Einwohnerzahlen stiegen dann relativ stark weiter an und betrugen 2006 2.113 und 2016 2.430.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in St. Lorenz (Oberösterreich)

Öffentliche Einrichtungen und wissenschaftliche Institutionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Walter Kunze: Mondsee – Oberösterreich. Verlag St. Peter, Salzburg 1999

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sankt Lorenz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2018 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2018), (Excel)
  2. Herbert Erich Baumert: Die Wappen der Städte, Märkte und Gemeinden Oberösterreichs, 7. Nachtrag (1984–1987), in Oberösterreichische Heimatblätter, Heft 4, 1988, S. 239 f, online (PDF; 7.2 MB) auf ooegeschichte.at
  3. nachrichten.at: Nach Anzeige wegen Amtsmissbrauch und Untreue tritt VP-Ortschef zurück
  4. ooe.orf.at: Neuer Bürgermeister in St. Lorenz
  5. Bundesamt für Wasserwirtschaft
  6. Limnologie der ÖAW