St. Margaretha (Heroldsberg)

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Seitenansicht der Kirche St. Margaretha

Die römisch-katholische Kirche St. Margaretha ist eine vom Architekten Walter Mayer entworfene Nurdachkirche in der mittelfränkischen Marktgemeinde Heroldsberg.

Geschichte der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Reformation war Heroldsberg bis in die 1920er Jahre überwiegend evangelisch geprägt. Mit dem Wachstum der Marktgemeinde wuchs auch die Anzahl der katholischen Haushalte, so dass in den 1930er Jahren der Entschluss gefasst wurde, eine katholische Kirche zu errichten. Der vom Architekten Fritz Mayer entworfene schlichte Bau wurde am 12. Mai 1935 durch Erzbischof Jakobus von Hauck auf den Namen St. Margaretha geweiht.

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges erlebte Heroldsberg durch den Zuzug von rund 1700 Heimatvertriebenen einen starken Bevölkerungsanstieg.[1] Ab 1948 war die Lesung von zwei Messen am Sonntag im kleinen Kirchenbau nötig. Kaplan Johannes Mainusch warb für einen Kirchenneubau, da die Gemeinde auf ca. 1800 Mitglieder angewachsen war. 1970 wurde St. Margaretha zur Pfarrei erhoben. Am 4. Oktober 1970 wurde durch Domkapitular Franz Mizera der Grundstein für den Neubau gelegt, 1972 wurde dieser sowie der angrenzende Kindergartenbau eingeweiht. Von 2008 bis 2009 wurde der Kindergarten saniert und erweitert.[2] Mitte 2010 wurden ersten Überlegungen für eine Umgestaltung und Renovierung angestellt und im Jahr 2012 der Umbau auf Grundlage der Planung des Nürnberger Architekten Günther Dechant begonnen. Am 23. November 2013 fand die Altarweihe durch Erzbischof Ludwig Schick statt.

Architektur und Bau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Zeltdachbau mit seinen drei ineinandergeschobenen Baukörpern, die auf die Dreifaltigkeit Gottes verweisen, geht auf den Entwurf des Architekten Walter Mayer zurück.

Die Kirche verfügt über einen großen Kirchenraum mit einem zentral platzierten Altar sowie separaten Räumen und offen gestalteten Nischen für Sakristei, Kapelle, Taufbecken und Andachtsraum unter dem dreigliedrigen Zeltdach. In der neu gestalteten Pfarrkirche sind Reliquien von Verekunda, Bonosius und Philipp Neri untergebracht.

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Festschrift zur Altarweihe nach der Umgestaltung. Pfarrei St. Margaretha, 2013. (pdf)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: St. Margaretha – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Markt Heroldsberg: Ortsgeschichte. In: Gemeinde Heroldsberg. Abgerufen am 24. November 2021 (deutsch).
  2. Pfarrei St. Margaretha: Chronik. Abgerufen am 24. November 2021.

Koordinaten: 49° 31′ 52,3″ N, 11° 9′ 13″ O