St. Margarethen an der Sierning

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St. Margarethen an der Sierning
Wappen Österreichkarte
Wappen von St. Margarethen an der Sierning
St. Margarethen an der Sierning (Österreich)
St. Margarethen an der Sierning
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: St. Pölten-Land
Kfz-Kennzeichen: PL
Fläche: 14,58 km²
Koordinaten: 48° 10′ N, 15° 30′ OKoordinaten: 48° 9′ 32″ N, 15° 29′ 31″ O
Höhe: 261 m ü. A.
Einwohner: 1.012 (1. Jän. 2021)
Bevölkerungsdichte: 69 Einw. pro km²
Postleitzahl: 3231
Vorwahl: 02747
Gemeindekennziffer: 3 19 38
Adresse der
Gemeinde­verwaltung:
Hauptstraße 10
3231 St. Margarethen an der Sierning
Website: www.sankt-margarethen.at
Politik
Bürgermeisterin: Brigitte Thallauer (ÖVP)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2020)
(15 Mitglieder)
12
2
1
12 
Insgesamt 15 Sitze
Lage von St. Margarethen an der Sierning im Bezirk St. Pölten-Land
AltlengbachAsperhofenBöheimkirchenBrand-LaabenEichgrabenFrankenfelsGablitzGerersdorfHafnerbachHaunoldsteinHerzogenburgHofstetten-GrünauInzersdorf-GetzersdorfKapellnKarlstettenKasten bei BöheimkirchenKirchberg an der PielachKirchstettenLoichMarkersdorf-HaindorfMaria AnzbachMauerbachMichelbachNeidlingNeulengbachNeustift-InnermanzingNußdorf ob der TraisenObritzberg-RustOber-GrafendorfPerschlingPressbaumPrinzersdorfPurkersdorfPyhraRabenstein an der PielachSchwarzenbach an der PielachSt. Margarethen an der SierningSt. PöltenStatzendorfStössingTraismauerTullnerbachWeinburgWilhelmsburgWölblingWolfsgrabenLage der Gemeinde St. Margarethen an der Sierning im Bezirk St. Pölten-Land (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
St. Margarethen an der Sierning 0577 Panini 4.jpg
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

St. Margarethen an der Sierning[1] (auch Sankt Margarethen an der Sierning) ist eine Gemeinde mit 1012 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2021) im Bezirk St. Pölten-Land in Niederösterreich.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St. Margarethen an der Sierning liegt im Mostviertel in Niederösterreich. Die Gemeinde wird von Süden nach Norden von der Sierning durchflossen, einem linken Nebenfluss der Pielach. Das hügelige Gemeindegebiet liegt zwischen 250 und 300 Meter über dem Meer. Die Fläche umfasst rund fünfzehn Quadratkilometer. Davon werden mehr als achtzig Prozent landwirtschaftlich genutzt, sieben Prozent sind bewaldet.[2]

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 13 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2021[3]):

  • Eigendorf (22)
  • Feilendorf (22)
  • Kainratsdorf (10)
  • Kleinsierning (14)
  • Linsberg (93)
  • Oberhofen (22)
  • Rammersdorf (50)
  • St. Margarethen (562)
  • Saudorf (16)
  • Türnau (25)
  • Unterradl (86) samt Grabenhof
  • Wieden (38)
  • Wilhersdorf (52)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Eigendorf, Feilendorf, Kainratsdorf, Kleinsierning, Linsberg, Margarethen, Oberhofen, Rammersdorf, Saudorf, Türnau, Unterradl, Wieden bei Margarethen und Wilhersdorf bei Margarethen.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Markersdorf-Haindorf
Hürm (ME) Nachbargemeinden Ober-Grafendorf
Bischofstetten (ME)

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Altertum war das Gebiet Teil der Provinz Noricum.

Der Ort, der ursprünglich Duringenhofen hieß, entstand um 800 mit einer festungsartigen Kirche auf einem Hügel im Ortskern als Kirchensiedlung. Unter den Grafen Poigen-Rebgau wurde im 11. Jahrhundert die der hl. Margaretha geweihte Kirche errichtet. Sie wurde für den Ort namensgebend und war auch die Basis für die Pfarrerhebung 1080. Die früheste urkundliche Erwähnung des Ortes stammt aus der Zeit 1200 bis 1204.[4]

Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Margarethen an der Sierning ein Fahrradhändler, ein Fleischer, ein Handelsvertreter, ein Friseur, zwei Gastwirte, zwei Gemischtwarenhändler, eine Hebamme, ein Kalkhändler, zwei Maschinenhändler, ein Sattler, ein Schmied, ein Schneider und zwei Schneiderinnen, zwei Tischler, ein Viehhändler, ein Wagner und mehrere Landwirte ansässig.[5]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfarrkirche

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaftssektoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Jahren 1999 bis 2010 nahm die Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe von 56 auf 44 ab. Von diesen wurden 29 im Haupterwerb geführt. Im Produktionssektor waren 23 Menschen im Bereich Warenherstellung und zwölf in der Bauwirtschaft beschäftigt. Die wichtigsten Arbeitgeber im Dienstleistungssektor waren die Bereiche Handel (24) und soziale und öffentliche Dienste (18 Erwerbstätige).[6][7][8]

Wirtschaftssektor Anzahl Betriebe Erwerbstätige
2011 2001 2011 2001
Land- und Forstwirtschaft 1) 44 56 37 57
Produktion 7 6 35 30
Dienstleistung 48 24 67 47

1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999

Arbeitsmarkt, Pendeln[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2011 lebten 519 Erwerbstätige in St. Margarethen an der Sierning. Davon arbeiteten weniger als hundert in der Gemeinde, mehr als achtzig Prozent pendelten aus.[9]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Eisenbahn: Durch den Norden des Gemeindegebietes verläuft die Güterzugumfahrung St. Pölten. Der Bahnhof St. Pölten ist 15 Kilometer entfernt.[10] In Rammersdorf gab es bis Dezember 2010 einen Bahnanschluss zur sogenannten Krumpe. Von dort aus konnte man entweder nach Ober-Grafendorf oder nach Bischofstetten. Heute wird auf der noch 5 km langen Strecke ein Museumszug betrieben
  • Straße: Parallel zur Güterzugumfahrung durchquert die West Autobahn A1 den Norden des Gemeindegebietes. Die wichtigste Straßenverbindung ist die Manker Straße B29.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In St. Margarethen befindet sich ein Kindergarten[11] und eine Volksschule.[12]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Gemeinderat gab es nach der Gemeinderatswahl 2020 bei insgesamt 15 Sitzen folgende Mandatsverteilung:[13]

Partei 2020[14] 2015[14] 2010[15] 2005[15]
Prozent Mandate % Mandate % Mandate % Mandate
Liste ÖVP1) 78,09 12 78,55 12 77,49 15 74,90 14
SPÖ 15,19 2 21,45 3 22,51 4 25,10 5
FPÖ 6,72 1

1) Die „Liste ÖVP“ trat vor 2015 als „ÖVP“ an.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • bis 2020 Franz Trischler (ÖVP)[16]
  • seit 2020 Brigitte Thallauer (ÖVP)[17]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinde wurde 1979 folgendes Wappen verliehen: In einem blauen Schild ein von zwei goldenen Ähren begleiteter Bischofstab, überdeckt von einem silbernen Wellenbalken.

Der Bischofsstab weist darauf hin, dass St. Margarethen früher zum Stift Altenburg gehörte. Die zwei goldenen Ähren stehen für die Landwirtschaft und die Wellenbalken für die Lage an der Sierning.

Die Gemeindefarben sind 'Blau-Weiß-Gold'.[18]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Josef Griesmayer
  • 2015: Gustav Klingenbrunner, Vize-Bürgermeister
  • 2021: Franz Trischler, Bürgermeister

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: St. Margarethen an der Sierning – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die amtliche Schreibweise ist festgelegt bzw. dargestellt im Gesetz über die Gliederung des Landes Niederösterreich in Gemeinden LGBl.Nr.1030–94 vom 9. Dezember 2011 und auf Statistik Austria: Ein Blick auf die Gemeinde
  2. Ein Blick auf die Gemeinde St. Margarethen an der Sierning, Fläche und Flächennutzung. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 8. April 2021.
  3. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2021 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2021), (xlsx)
  4. St Margarethen an der Sierning: Geschichtliches. Gemeinde St. Margarethen an der Sierning, abgerufen am 8. April 2021 (österreichisches Deutsch).
  5. Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938 PDF, Seite 349
  6. Ein Blick auf die Gemeinde St. Margarethen an der Sierning, Land- und forstwirtschaftliche Betriebe. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 8. April 2021.
  7. Ein Blick auf die Gemeinde St. Margarethen an der Sierning, Arbeitsstätten. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 8. April 2021.
  8. Ein Blick auf die Gemeinde St. Margarethen an der Sierning, Erwerbstätige. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 8. April 2021.
  9. Ein Blick auf die Gemeinde St. Margarethen an der Sierning, Berufspendler. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 8. April 2021.
  10. Entfernungsrechner - Entfernung berechnen und darstellen. Abgerufen am 8. April 2021 (deutsch).
  11. Kindergärten in NÖ. NÖ Landesregierung, abgerufen am 8. November 2020.
  12. Schulensuche. In: Schulen online. Abgerufen am 2. Oktober 2020.
  13. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2020 in St. Margarethen an der Sierning. Amt der NÖ Landesregierung, 26. Januar 2020, abgerufen am 25. Februar 2020.
  14. a b Land Niederösterreich - Gemeinderatswahl 2020. Abgerufen am 8. April 2021.
  15. a b Land Niederösterreich - Gemeinderatswahl 2010. Abgerufen am 8. April 2021.
  16. Bernhard Burmetler: Gemeinderatswahl 2020: Thallauer wird erste Ortschefin in St. Margarethen. In: Niederösterreichische Nachrichten. 28. Januar 2020, abgerufen am 19. Februar 2020.
  17. Bernhard Burmetler: St. Margarethen: Einstimmig an Spitze des Gemeinderats. In: Niederösterreichische Nachrichten. 19. Februar 2020, abgerufen am 19. Februar 2020.
  18. St Margarethen an der Sierning: Gemeindewappen. Abgerufen am 8. April 2021 (österreichisches Deutsch).