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St. Margarethen an der Sierning

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St. Margarethen an der Sierning
WappenÖsterreichkarte
Wappen von St. Margarethen an der Sierning
St. Margarethen an der Sierning (Österreich)
St. Margarethen an der Sierning (Österreich)
Basisdaten
Staat: Osterreich Österreich
Land: Niederösterreich Niederösterreich
Politischer Bezirk: St. Pölten (Land)
Kfz-Kennzeichen: PL
Fläche: 14,58 km²
Koordinaten: 48° 10′ N, 15° 30′ OKoordinaten: 48° 9′ 32″ N, 15° 29′ 31″ O
Höhe: 261 m ü. A.
Einwohner: 1.053 (1. Jän. 2025)
Bevölkerungsdichte: 72 Einw. pro km²
Postleitzahl: 3231
Vorwahl: 02747
Gemeindekennziffer: 3 19 38
Adresse der Gemeinde-
verwaltung:
Hauptstraße 10
3231 St. Margarethen an der Sierning
Website: sankt-margarethen.at
Politik
Bürgermeisterin: Brigitte Thallauer (ÖVP)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2025)
(19 Mitglieder)
15
2
2
15 2 2 
Insgesamt 19 Sitze
Lage von St. Margarethen an der Sierning im Bezirk St. Pölten (Land)
Lage der Gemeinde St. Margarethen an der Sierning im Bezirk St. Pölten (anklickbare Karte)GerersdorfKirchstettenMichelbachWeinburgWilhelmsburg
Lage der Gemeinde St. Margarethen an der Sierning im Bezirk St. Pölten (anklickbare Karte)
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

St. Margarethen an der Sierning[1] (auch Sankt Margarethen an der Sierning, bis 1950 nur Margarethen an der Sierning) ist eine Gemeinde mit 1053 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025) im Bezirk St. Pölten in Niederösterreich.

St. Margarethen an der Sierning liegt im Mostviertel in Niederösterreich. Die Gemeinde wird von Süden nach Norden von der Sierning durchflossen, einem linken Nebenfluss der Pielach. Das hügelige Gemeindegebiet liegt zwischen 250 und 300 Meter über dem Meer. Die Fläche umfasst rund 14½ Quadratkilometer. Davon werden mehr als achtzig Prozent landwirtschaftlich genutzt, sieben Prozent sind bewaldet.[2]

Gemeindegliederung

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Das Gemeindegebiet umfasst 13 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2025[3]):

Die Gemeinde besteht aus 13 Katastralgemeinden: Eigendorf, Feilendorf, Kainratsdorf, Kleinsierning, Linsberg, Margarethen, Oberhofen, Rammersdorf, Saudorf, Türnau, Unterradl, Wieden bei Margarethen und Wilhersdorf bei Margarethen.

Nachbargemeinden

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Markersdorf-Haindorf
Hürm (ME) Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Ober-Grafendorf
Bischofstetten (ME)

Im Altertum war das Gebiet Teil der Provinz Noricum.

Der Ort, der ursprünglich Duringenhofen hieß, entstand um 800 mit einer festungsartigen Kirche auf einem Hügel im Ortskern als Kirchensiedlung. Unter den Grafen Poigen-Rebgau wurde im 11. Jahrhundert die der hl. Margaretha geweihte Kirche errichtet. Sie wurde für den Ort namensgebend und war auch die Basis für die Pfarrerhebung 1080. Die früheste urkundliche Erwähnung des Ortes stammt aus der Zeit 1200 bis 1204.[4]

Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Margarethen an der Sierning ein Fahrradhändler, ein Fleischer, ein Handelsvertreter, ein Friseur, zwei Gastwirte, zwei Gemischtwarenhändler, eine Hebamme, ein Kalkhändler, zwei Maschinenhändler, ein Sattler, ein Schmied, ein Schneider und zwei Schneiderinnen, zwei Tischler, ein Viehhändler, ein Wagner und mehrere Landwirte ansässig.[5]

Mit 10. Oktober 1950 wurde der Name der Gemeinde von Margarethen an der Sierning auf St. Margarethen an der Sierning geändert.[6]

Einwohnerentwicklung

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St. Margarethen an der Sierning: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2025
Jahr  Einwohner
1869
 
784
1880
 
806
1890
 
800
1900
 
819
1910
 
845
1923
 
885
1934
 
894
1939
 
840
1951
 
830
1961
 
814
1971
 
899
1981
 
941
1991
 
1.006
2001
 
1.025
2011
 
994
2021
 
1.031
2025
 
1.053
Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021
Pfarrkirche

Kultur und Sehenswürdigkeiten

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Wirtschaft und Infrastruktur

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Wirtschaftssektoren

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In den Jahren 1999 bis 2010 nahm die Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe von 56 auf 44 ab. Von diesen wurden 29 im Haupterwerb geführt. Im Produktionssektor waren 23 Menschen im Bereich Warenherstellung und zwölf in der Bauwirtschaft beschäftigt. Die wichtigsten Arbeitgeber im Dienstleistungssektor waren die Bereiche Handel (24) und soziale und öffentliche Dienste (18 Erwerbstätige).[7][8][9]

Wirtschaftssektor Anzahl Betriebe Erwerbstätige
2011 2001 2011 2001
Land- und Forstwirtschaft 1) 44 56 37 57
Produktion 7 6 35 30
Dienstleistung 48 24 67 47

1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999

Arbeitsmarkt, Pendeln

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Im Jahr 2011 lebten 519 Erwerbstätige in St. Margarethen an der Sierning. Davon arbeiteten weniger als hundert in der Gemeinde, mehr als achtzig Prozent pendelten aus.[10]

  • Eisenbahn: Durch den Norden des Gemeindegebietes verläuft die Güterzugumfahrung St. Pölten. Der Bahnhof St. Pölten ist 15 Kilometer entfernt.[11] In Rammersdorf gab es bis Dezember 2010 einen Bahnanschluss zur sogenannten Krumpe. Von dort aus konnte man entweder nach Ober-Grafendorf oder nach Bischofstetten. Heute wird auf der noch 5 km langen Strecke ein Museumszug betrieben.
  • Straße: Parallel zur Güterzugumfahrung durchquert die West Autobahn A1 den Norden des Gemeindegebietes. Die wichtigste Straßenverbindung ist die Manker Straße B29.

Öffentliche Einrichtungen

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In St. Margarethen befinden sich ein Kindergarten[12] und eine Volksschule.[13]

Im Gemeinderat gab es nach der Gemeinderatswahl 2025 bei 19 Sitzen folgende Mandatsverteilungen:[14]

Partei 2025[14] 2020[15] 2015[16] 2010[17] 2005[18]
Prozent Mandate % Mandate % Mandate % Mandate % Mandate
Liste ÖVP1) 76,63 15 78,09 12 78,55 12 77,49 15 74,90 14
SPÖ 9,96 2 15,19 2 21,45 3 22,51 4 25,10 5
FPÖ 13,42 2 6,72 1

1) Die „Liste ÖVP“ trat vor 2015 als „ÖVP“ an.

  • bis 2020 Franz Trischler (ÖVP)[19]
  • seit 2020 Brigitte Thallauer (ÖVP)[20]

Der Gemeinde wurde 1979 folgendes Wappen verliehen:

In einem blauen Schild ein von zwei goldenen Ähren begleiteter Bischofstab, überdeckt von einem silbernen Wellenbalken.

Der Bischofsstab weist darauf hin, dass St. Margarethen früher zum Stift Altenburg gehörte. Die zwei goldenen Ähren stehen für die Landwirtschaft und die Wellenbalken für die Lage an der Sierning.

Die Gemeindefarben sind Blau-Weiß-Gold.[21]

Persönlichkeiten

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  • 1988: Josef Griesmayer[22]
  • 2015: Gustav Klingenbrunner, Vize-Bürgermeister[22]
  • 2021: Franz Trischler, Bürgermeister[23]
Commons: St. Margarethen an der Sierning – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Die amtliche Schreibweise ist festgelegt bzw. dargestellt im Gesetz über die Gliederung des Landes Niederösterreich in Gemeinden LGBl.Nr.1030–94 vom 9. Dezember 2011 und auf Statistik Austria: Ein Blick auf die Gemeinde
  2. Ein Blick auf die Gemeinde St. Margarethen an der Sierning, Fläche und Flächennutzung. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 8. April 2021.
  3. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2025 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2025), (ODS, 500 KB)
  4. St Margarethen an der Sierning: Geschichtliches. Gemeinde St. Margarethen an der Sierning, abgerufen am 8. April 2021 (österreichisches Deutsch).
  5. Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938 PDF, S. 349
  6. Gemeindeänderungen ab 1945. Statistik Austria, S. 112. In: Änderungen in der Verwaltungsgliederung. Statistik Austria (ZIP, 1,3  MB; Inhalt PDF); abgerufen am 24. Januar 2025.
  7. Ein Blick auf die Gemeinde St. Margarethen an der Sierning, Land- und forstwirtschaftliche Betriebe. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 8. April 2021.
  8. Ein Blick auf die Gemeinde St. Margarethen an der Sierning, Arbeitsstätten. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 8. April 2021.
  9. Ein Blick auf die Gemeinde St. Margarethen an der Sierning, Erwerbstätige. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 8. April 2021.
  10. Ein Blick auf die Gemeinde St. Margarethen an der Sierning, Berufspendler. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 8. April 2021.
  11. Entfernungsrechner – Entfernung berechnen und darstellen. Abgerufen am 8. April 2021 (deutsch).
  12. Kindergärten in NÖ. NÖ Landesregierung, abgerufen am 8. November 2020.
  13. Schulensuche. In: Schulen online. Abgerufen am 2. Oktober 2020.
  14. 1 2 Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2025 in St. Margarethen an der Sierning. Amt der NÖ Landesregierung, 26. Januar 2025, abgerufen am 6. September 2025.
  15. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2020 in St. Margarethen an der Sierning. Amt der NÖ Landesregierung, 26. Januar 2020, abgerufen am 8. April 2021.
  16. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2015 in St. Margarethen an der Sierning. Amt der NÖ Landesregierung, 1. Dezember 2015, abgerufen am 8. April 2021.
  17. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2010 in St. Margarethen an der Sierning. Amt der NÖ Landesregierung, 8. Oktober 2010, abgerufen am 8. April 2021.
  18. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2005 in St. Margarethen an der Sierning. Amt der NÖ Landesregierung, 4. März 2005, abgerufen am 8. April 2021.
  19. Bernhard Burmetler: Gemeinderatswahl 2020: Thallauer wird erste Ortschefin in St. Margarethen. In: Niederösterreichische Nachrichten. 28. Januar 2020, abgerufen am 19. Februar 2020.
  20. Bernhard Burmetler: St. Margarethen: Einstimmig an Spitze des Gemeinderats. In: Niederösterreichische Nachrichten. 19. Februar 2020, abgerufen am 19. Februar 2020.
  21. St. Margarethen an der Sierning: Gemeindewappen. Abgerufen am 8. April 2021 (österreichisches Deutsch).
  22. 1 2 St. Margarethen an der Sierning: OSR Gustav Klingenbrunner – Ehrenbürger von St.Margarethen. Gemeinde St. Maragrethen, abgerufen am 13. November 2021 (österreichisches Deutsch).
  23. St. Margarethen: Franz Trischler ist Ehrenbürger. NÖN, 22. August 2021, abgerufen am 13. November 2021.