St. Martinus (Hellefeld)

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St. Martinus
Altar
Taufbecken

Die katholische Pfarrkirche St. Martinus ist ein denkmalgeschütztes Kirchengebäude in Hellefeld, einem Stadtteil der Stadt Sundern, im Hochsauerlandkreis, in Nordrhein-Westfalen.

Geschichte und Architektur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde wurde 1179 erstmals als Pfarrei urkundlich erwähnt. Die Vorgängerkirche war eine kreuzförmige Gewölbebasilika vom Typ Berghausen aus dem zwölften Jahrhundert. Von dieser blieb der schlichte Turm erhalten. Die heutige neugotische Hallenkirche wurde von 1874 bis 1876 errichtet.

Ausstattung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das mit Köpfen verzierte romanische zylinderförmige Taufbecken aus Zinn aus dem 12. Jahrhundert gilt neben der Taufe im Würzburger Dom als in seiner Art einmalig in Deutschland.
  • Romanisches Rauchfass aus Bronze
  • Eine Monstranz aus vergoldetem Silber von 1722[1]
  • Figuren des hl. Martinus, Bischof von Tours und des hl. Liborius, Bischof von Le Mans. Beide Bischöfe sollen miteinander befreundet gewesen sein.
  • Im linken Seitenschiff befinden sich die Seitenklappen des Hochaltars der alten Kirche mit den Darstellungen:

- geschlossen: links: die Himmelfahrt Christi; rechts: Christus im Himmel

- geöffnet: Bild 1 Christi Geburt; Bild 2 Christus wird getauft; Bild 3 die Hochzeit zu Kanaan; Bild 4 zeigt die Emmaus-Jünger

  • Der Kirchturm trägt drei Glocken. Die kleine Glocke (h') wurde 1432 aus Bronze gegossen. Die beiden großen Glocken (fis' und a') wurden 1921 durch Buderus & Humpert aus Gußstahl gefertigt. Im Dachreiter hängt noch eine Kleppglocke.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Georg Dehio: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler, Nordrhein-Westfalen. Band 2, Westfalen, Deutscher Kunstverlag, München 1969, S. 213

Koordinaten: 51° 19′ 52,5″ N, 8° 5′ 18″ O