St. Michael (Perlach)

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St. Michael
St. Michael im Jahr 2010

St. Michael ist eine barocke römisch-katholische Kirche im Münchner Stadtteil Perlach am Pfanzeltplatz und gehört zum Dekanat München-Perlach.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick über die Pfarrkirche St. Michael auf den Pfanzeltplatz in Perlach, Postkarte, um 1910

Die erste Erwähnung einer Kirche in Perlach stammt aus dem Jahr 1020. Da im Jahr 1180 der Priester der Kirche, Adilo, an einer Synode in Freising teilnahm, musste die Kirche bereits damals eine selbständige Pfarrei mit Begräbnisrecht gewesen sein. Die romanische Vorgängerkirche stammte wahrscheinlich aus dem 12. oder 13. Jahrhundert und musste 1728 abgebrochen werden.

1728 wurde dann der Grundstein für den neuen (heutigen) Kirchenbau der Maurer Michael Pröbstl und Johann Mayr gelegt, der am 25. Mai 1732 durch Weihbischof Johann Ferdinand von Pödigheim konsekriert wurde. Von der alten Kirche wurden die beiden spätgotischen Sitzfiguren Anna Selbdritt und St. Koloman übernommen, die am linken und am rechten Chorbogenaltar ihren Platz gefunden haben. 1990 wurde die Kirche renoviert.

Seit 2013 bilden die Pfarrei Verklärung Christi in Ramersdorf und St. Michael (Perlach) mit St. Georg (Unterbiberg) gemeinsam den Pfarrverband Perlach.[1]

Geläute[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Turm hängt ein fünfstimmiges Bronzegeläute (b° - d' - f' - g' - f"):

1) Michaelsglocke
Inschrift: Hl. Michael, bitte für uns!
Durchmesser: 170 cm, Gewicht: 2250 kg, Ton: b
Gussjahr: 1950, Gießer: Karl Czudnochowsky, Erding

2) Marienglocke
Inschrift: Maria, wir rufen zu Dir !
Gestiftet von Maria u. Georg Strixner mit Frau und Therese Läng.
Durchmesser: 130 cm, Gew. 1100 kg, Ton: d
Gussjahr: 1950, Gießer: Karl Czudnochowsky, Erding

3) Josefsglocke
Inschrift: St. Josef, protectori ecclesia...
Hl. Josef, bitte für unsere Gefallenen der Weltkriege 1914/18 u. 1939/45
Durchm. 116 cm, Gew. 800 kg, Ton: f
Gussjahr: 1950, Gießer: Karl Czudnochowsky, Erding

4) Kolomanglocke
Inschrift: Hl. Koloman, beware uns vor Blitz und Ungewitter, Pest, Hunger und Krieg !
Durchm.: 102 cm, Gewicht: 550 kg, Ton: g
Gussjahr: 1950, Gießer: Karl Czudnochowsky, Erding

5) Verkündigungsglocke
Bild: Mariae Verkündigung
Inschrift: Ave Maria, gratia plena, Dominus tecum.
Durchmesser: 60 cm, Gewicht ca. 350 kg, Ton: gis;
Gussjahr: 1685, Gießer: Polskopp, München

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Orgel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick auf die Orgelempore

Wilhelm Stöberl erbaute 1979 die neue Schleifladenorgel mit drei Manualen und 26 Registern. Der Orgelprospekt wurde von Erwin Schleich entworfen.

Chöre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Chor St. Michael
  • Vivamuschor
  • Michaelichor
  • Perlacher Singkreis
  • Kinderchor
  • Orchester St. Michael

Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St. Georg in Unterbiberg

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Georg Mooseder, Adolf Hackenberg (Hrsg.): 1200 Jahre Perlach: 790–1990. Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte eines Münchner Stadtteils mit den Ortsteilen Perlach, Fasangarten, Michaeliburg, Waldperlach und Neuperlach. 2 Bände, München 1990/1992, Bd. 1: 956 S./Bd. 2: 336 S.
  • Gerhard Mooseder, Lothar Altmann: Katholische Pfarrkirche St. Michael Perlach. Schnell und Steiner, Regensburg 2002, ISBN 978-3-7954-4667-3 (Reihe: Kleine Kunstführer/Kirchen und Klöster).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: St. Michael (Perlach) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Verklärung Christi. In: www.erzbistum-muenchen.de. Abgerufen am 4. August 2018.

Koordinaten: 48° 6′ 5,6″ N, 11° 37′ 52,9″ O