St. Nikolaus auf der Kleinseite

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
St. Nikolaus, Außenbau
St. Nikolaus, Kuppel von innen

Die St.-Nikolaus-Kirche (Kostel sv. Mikuláše) ist eine Kirche auf der Kleinseite von Prag. Sie zählt zu den bedeutendsten Kirchenbauten des Barock.

Die gotische Kleinseitner Pfarrkirche von 1283 wurde 1625 von den Jesuiten übernommen. Diese beschlossen gegen Ende des Jahrhunderts einen Neubau im Barockstil. 1703 bis 1711 errichtete Christoph Dientzenhofer das neue Kirchenschiff mit der Westfassade, sein Sohn Kilian Ignaz Dientzenhofer baute 1737 bis 1752 den Chor und die Kuppel. Den Glockenturm errichtete 1756 Anselmo Lurago.

An der Ausstattung waren zahlreiche namhafte Künstler beteiligt. Der aus Wien stammende Johann Lucas Kracker schuf das Deckenfresko Apotheose des heiligen Nikolaus, das mit seiner Ausdehnung von 1500 m² zu den größten in Europa gehört. Die Statuen unter der Kuppel und auf dem Hauptaltar schuf Ignaz Franz Platzer.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ivan Muchka: St. Nikolauskirche auf der Prager Kleinseite. Schnell & Steiner, Regensburg 1995.
  • Mojmir Horyna: Die St.-Niklas-Kirche auf der Prager Kleinseite und ihre Bedeutung für die mitteleuropäische Kirchenarchitektur des ersten Drittels des 18. Jahrhunderts. In Bohemia Jesuitica. Prag 2010, ISBN 978-3-429-03268-5, S. 1311–1325.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: St. Nikolaus auf der Kleinseite – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 50° 5′ 16,5″ N, 14° 24′ 13,4″ O