St. Petrus (Kalbe)

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Außenansicht

Die Kirche Sankt Petrus ist die katholische Kirche in Kalbe, einer Stadt im Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt. Sie gehört zur Pfarrei „St. Hildegard“ mit Sitz in Gardelegen, im Dekanat Stendal des Bistums Magdeburg. Die nach dem heiligen Simon Petrus benannte Kirche befindet sich in der Rathausstraße 13, und ist von der Ostpromenade aus über eine über die Milde führende Brücke erreichbar.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um 1541 wurde in Calbe an der Milde die Reformation eingeführt, und die damals etwa 450 Einwohner sowie die Kirche wurden evangelisch-lutherisch.[1]

1852 wurde Salzwedel Sitz einer Missionsvikarie, zu der auch Calbe gehörte. 1920 wurde die Missionsvikarie Salzwedel zur Pfarrei erhoben, in Calbe wohnten damals bereits 21 Katholiken. 1933 zeigte eine Volkszählung, dass von 2007 Einwohnern Calbes 56 katholisch waren. Um 1938 wurde in Calbe in einem Wohnhaus in der Rathausstraße 21, unweit der heutigen Kirche, ein Raum angemietet und zu einer Kapelle ausgebaut. Am 1. Mai 1939 wurde Beetzendorf Sitz einer Pfarrvikarie, zu der von da an auch Calbe gehörte.

In Folge des Zweiten Weltkriegs ließen sich weitere Katholiken in Calbe nieder, es handelte sich um Flüchtlinge und Heimatvertriebene aus den Ostgebieten des Deutschen Reiches. Im November 1946 wurde die Kuratie Calbe gegründet, unter dem Patrozinium der heiligen Hedwig von Andechs. Erster Kuratus war Josef Busche, dem 1948 Alois Moritz und 1951 Ferdinand Sprenger folgten.

1952 wurde die Stadt Calbe an der Milde zur Unterscheidung von Calbe (Saale) in „Kalbe“ umbenannt. Die Kapelle „St. Hedwig“ wurde bis zum Bau der St.-Petrus-Kirche genutzt, danach wurde an ihrer Stelle ein Konsum-Lebensmittelladen betrieben.

1963 wurde unter großer Eigenleistung der Gemeindemitglieder die St.-Petrus-Kirche erbaut, am 22. Dezember 1963 wurde sie geweiht. Damals war bereits seit 1957 Theobald Hillmann (1931–2010) Kuratus von Kalbe.[2] Sein langjähriger Nachfolger war ab 1966 Heinrich Koch (1928–2009).[3] Ende 2000 ging Heinrich Koch in den Ruhestand, blieb aber bis 2005 in Kalbe tätig. Damit kam Kalbe zur Pfarrei Salzwedel zurück. Ab dem 1. September 2006 hatte die Kirche mit Ludwig Rother den letzten ortsansässigen Priester, und Kalbe gehörte als Kuratie zur Pfarrei St. Michael in Gardelegen.

Am 1. November 2007 wurde aus den Pfarreien Gardelegen und Oebisfelde, den Kuratien Kalbe und Mieste, sowie den Pfarrvikarien Beetzendorf und Klötze ein Gemeindeverbund errichtet.[4] Seit dem 1. Juli 2008 wird die St.-Petrus-Kirche vom Pfarrer aus Gardelegen betreut. Am 2. Mai 2010 wurde die heutige Pfarrei „St. Hildegard“ errichtet, zu der seitdem die St.-Petrus-Kirche gehört.[5] Die Volkszählung in der Europäischen Union 2011 zeigte, dass von den 8078 Einwohnern der Stadt Kalbe 193, und somit rund 2 %, der römisch-katholischen Kirche angehörten.

Architektur und Ausstattung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Innenansicht

Die turmlose Kirche verfügt über 68 Sitzplätze. Eine bauliche Besonderheit sind die transparenten Dachziegel über dem Altarraum. Die Rückwand des Altarraumes wird von einem Kruzifix dominiert. Zur Ausstattung der Kirche gehört eine Statue der heiligen Maria. Eine weitere, aus Spanien stammende Statue zeigt den Schutzpatron der Kirche, den heiligen Petrus.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johannes Werner: Chronik der kath. Pfarrei St. Lorenz zu Salzwedel. Salzwedel 2002, S. 8, 16, 19–21, 28, 32–33, 36.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.kalbe-milde.de
  2. http://www.bistum-magdeburg.de/front_content.php?idcat=2712&idart=16352&lang=5
  3. http://www.bistum-magdeburg.de/front_content.php?idcat=1465&idart=12549&lang=5
  4. http://www.bistum-magdeburg.de/front_content.php?idcat=1400&idart=2411&lang=5
  5. http://www.bistum-magdeburg.de/front_content.php?idcat=2760&idart=14430&lang=5

Koordinaten: 52° 39′ 6,5″ N, 11° 23′ 30,2″ O