St. Stephan (Friedberg)

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Friedberg, St. Stefan

St. Stephan ist eine barocke Kirche in Friedberg in Bayern. Die Kirche wurde 1698 errichtet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die jetzt bestehende Kirche St. Stephan entstand in der Zeit des Friedberger Aufschwungs nach dem Dreißigjährigen Krieg, als die Stadt wegen des aufblühenden Uhrmachergewerbes nach der nahezu vollständigen Zerstörung des Krieges eine neue Blüte erlebte. In den Jahren nach dem Westfälischen Frieden hatte zunächst noch die alte, wohl im 9. Jahrhundert erbaute Stephanskirche als Gotteshaus gedient. Nachdem die alte Kirche 1696 abgerissen wurde, begann der Bau von St. Stephan im Folgejahr und war abermals ein Jahr später vollendet.

Die Kirche erhielt im Inneren eine eingezogene Stuckdecke im Stil des Rokoko. Als Stuckateur kommt Johann Schmuzer, ein Schüler der Wessobrunner Schule in Frage. Die Fresken lassen die Hand von Johann Kaspar Menrad erkennen.

Beim Neubau erhielt die Kirche keinen Turm mehr, auf der Westseite wurde ein hoher Dachreiter aufgesetzt.

Ausstattung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dem Zeitstil entsprechend ist der Hochaltar schwarz gefasst. Seitlich des Altargemäldes von Johann Rieger sind zwei Pilaster denen je eine mit einer Engelsfigur ausgestatteten Säule vorgesetzt ist.

Aus dem 18. Jahrhundert steht rechts des Hochaltars eine Plastik des hl. Franziskus, links eine des hl. Antonius. Ein Kruzifix mit Mater Dolorosa steht gegenüber der Kanzel. Auf den Seiten des Sakristeieingangs steht links eine Muttergottesfigur vom Friedberger Schnitzer Friedolin Mayer und rechts ein Jesus in der Rast. Diese Plastik stammt entweder von Bartholomäus Öberl oder von seinem Sohn Johann Kaspar und ist auf 1735 datiert.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 48° 21′ 2″ N, 10° 58′ 55″ O