St. Ulrich (Ainau)

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St. Ulrich

Die katholische Pfarrkirche St. Ulrich in Ainau, einem Ortsteil der oberbayerischen Stadt Geisenfeld, ist eine im Kern romanische Kirche im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St. Ulrich wurde um 1230 vermutlich auf dem Fundament einer kleinen Burg erbaut, die Herzog Adalbero etwa 1036 erbaut hatte. Die Kirche besteht aus einem rechteckigen Langhaus, einer halbrunden Apsis und dem Turm, ausgeführt in Kelheimer Kalkstein. Besondere Bedeutung hat das romanische Portal.

Der rechteckige Turm wurde Anfang des 16. Jahrhunderts der Apsis aufgesetzt und führte später zu Rissen im Gemäuer, da das Gebäude in diesem Bereich kein ausreichend starkes Fundament besaß. 1858–1861 wurde das Langhaus nach Westen auf seine heutige Größe verlängert und an die Nordseite des östlichen Gebäudebestands eine Sakristei angebaut. Auch diese Erweiterungen brachen wegen unzureichender Gründung vom ursprünglichen Baukörper ab. In den Jahren 2003 bis 2004 erhielt das Baudenkmal mit dem Verfahren der Hochdruckinjektion ein neues Fundament aus tief gründenden Betonsäulen. Der während der Sanierung hinzu gerufene Archäologe Dr. Magnus Wintergerst fand Hinweise, dass der Bauplatz ursprünglich eine Motte gewesen sein mag. Das gesicherte Gebäude und seine Einrichtung wurden in den Jahren 2006 bis 2008 sehr umfangreich teils restauriert, teils renoviert.

Unmittelbar neben St. Ulrich wurde 1862–1863 das heute ebenfalls unter Denkmalschutz stehende Pfarrhaus errichtet.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Magnus Wintergerst: Archäologische Untersuchungen an der katholischen Pfarrkirche St. Ulrich in Ainau. In: Das Archäologische Jahr in Bayern, Band 2003. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 2004, ISSN 0721-2399

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: St. Ulrich (Ainau) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 48° 40′ 10″ N, 11° 37′ 0″ O