St. Ulrich bei Steyr

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
St. Ulrich bei Steyr
Wappen Österreichkarte
Wappen von St. Ulrich bei Steyr
St. Ulrich bei Steyr (Österreich)
St. Ulrich bei Steyr
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Steyr-Land
Kfz-Kennzeichen: SE
Hauptort: Sankt Ulrich bei Steyr
Fläche: 39,1 km²
Koordinaten: 48° 1′ N, 14° 25′ OKoordinaten: 48° 1′ 21″ N, 14° 25′ 1″ O
Höhe: 377 m ü. A.
Einwohner: 3.018 (1. Jän. 2017)
Bevölkerungsdichte: 77 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4400
Vorwahl: 07252
Gemeindekennziffer: 4 15 14
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Pfarrplatz 7
4400 St. Ulrich bei Steyr
Website: www.st-ulrich-steyr.ooe.gv.at
Politik
Bürgermeisterin: Annemarie Wolfsjäger (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(25 Mitglieder)

 ÖVP  16,  SPÖ  5,  FPÖ  4

Lage der Gemeinde St. Ulrich bei Steyr im Bezirk Steyr-Land
AdlwangAschach an der SteyrBad HallDietachGaflenzGarstenGroßramingLaussaLosensteinMaria NeustiftPfarrkirchenReichramingRohr im KremstalSchiedlbergSierningSteyrSt. Ulrich bei SteyrTernbergWaldneukirchenWeyerWolfernOberösterreichLage der Gemeinde St. Ulrich bei Steyr im Bezirk Steyr-Land (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
St. Ulrich bei Steyr von Garsten aus gesehen
St. Ulrich bei Steyr von Garsten aus gesehen
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

St. Ulrich bei Steyr (Sankt Ulrich bei Steyr) ist eine Gemeinde mit 3018 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017) in Oberösterreich im Bezirk Steyr-Land.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick vom Damberg beim Gasthof Schoiber über St. Ulrich auf Steyr, hinten die östliche Traun-Enns-Platte

St. Ulrich bei Steyr liegt im Bezirk Steyr-Land im oberösterreichischen Traunviertel, direkt südöstlich angrenzend an die Stadt Steyr. Das Gemeindegebiet erstreckt sich linksufrig den Ramingbach nach Süden, der Bach ist über weite Stecken Landesgrenze zu Niederösterreich

Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 11,4 km, von West nach Ost 10,1 km. 50,5 % der Fläche sind bewaldet, 40,3 % landwirtschaftlich genutzt.

Im Süden liegt das Massiv des Spadenbergs (1000 m ü. A., dessen Gipfel der höchste Punkt der Gemeinde), sein nördlicher Nebenkamm Schwarzberg (838 m ü. A.) – Damberg (807 m ü. A.) bildet die weitere südliche Gemeindegrenze. Diese randalpinen Berge werden zu den Ybbstaler Alpen respektive den Enns- und Steyrtaler Flyschbergen gerechnet.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende sechs Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2015):[1]

  • Sankt Ulrich bei Steyr – Hauptort an der Enns bei Steyr (1.433)
  • Gmain – nordöstlich von St. Ulrich am untersten Ramingbach (33)
  • Unterwald – südöstlich von St. Ulrich am Damberg (753)
  • Kleinraming – im Südosten im Ramingtal (558)
  • Kohlergraben – hinter Kleinraming am Spadenberg (111)
  • Ebersegg – ganz im Südosten am Spadenberg (127)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden St. Ulrich (Sankt Ulrich, Gmain), Unterwald und Kleinraming (Kleinraming, Kohlergraben, Ebersegg).

Zählsprengel sind St.Ulrich bei Steyr-Nord für Sankt Ulrich, Gmain, Unterwald und St.Ulrich bei Steyr-Süd für Kleinraming, Kohlergraben, Ebersegg

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Steyr (Sdt.)
Behamberg (Bez. Amstetten, )
Garsten Nachbargemeinden St. Peter in der Au (Bez. Amstetten, )
Laussa   Großraming Maria Neustift

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ursprünglich im Ostteil des Herzogtums Bayern liegend, gehörte der Ort seit dem 12. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich. Seit 1490 wird er dem Fürstentum Österreich ob der Enns zugerechnet.

Während der Napoleonischen Kriege war der Ort mehrfach besetzt. Mit Schaffung der Ortsgemeinden 1848/49 wurde St. Ulrich eigenständige Gemeinde.[2] 1857 wurden die Gemeinden Jägerberg, Unterwald und Kleinraming dazugelegt.[2]

Seit 1918 gehört der Ort zum Bundesland Oberösterreich. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 wurde St. Ulrich der Stadt Steyr eingemeindet, und gehörte zum Gau Oberdonau. Mit 1942 wurde die Gemeinde wieder unabhängig, aber Jägerberg blieb bei Steyr.[2] Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 2873 Einwohner, 2001 dann 2976 Einwohner.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der zuständige Gerichtsbezirk ist Steyr.

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

16
5
4
16 
Insgesamt 25 Sitze

Sitzverteilung seit der Gemeinderatswahl 2015:

Bürgermeisterin ist Annemarie Wolfsjäger von der ÖVP.

Bürgermeister

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen at st ulrich bei steyr.png
Blasonierung: „In Blau ein goldener, aufrecht gestellter Bischofsstab, überdeckt durch einen silbernen, abwärts gebogenen Huchen.“

Die Gemeindefarben sind Blau-Weiß-Blau.

Wappenbegründung: Fisch und Bischofsstab sprechen als Attribute für den von 923 bis 973 als Bischof von Augsburg wirkenden hl. Ulrich, der als Pfarrpatron dem Ort seinen Namen gab. Der Huchen deutet aber ebenso auf die einstige große Fischarche in der Freising,[3] wie der Krummstab auch auf die Pfarrgründung durch das Kloster Garsten charakterisieren kann.

Verleihung: 22. Februar 1971[2]

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St. Ulrich bei Steyr unterhält seit 1978 eine Partnerschaft mit dem bayrischen Postbauer-Heng.

Hauptort der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St. Ulrich bei Steyr (Rotte)
Ortschaft Sankt Ulrich bei Steyr (Hauptort der Gemeinde)
Katastralgemeinde St. Ulrich
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Steyr-Land (SE), Oberösterreich
Gerichtsbezirk Steyr
Pol. Gemeinde St. Ulrich bei Steyr
Koordinaten 48° 1′ 18″ N, 14° 25′ 22″ O
Höhe 377 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 1379 (1. Januar 2018)
Fläche d. KG 4,93 km²
Postleitzahl 4400 Steyr
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 11967
Katastralgemeinde-Nummer 49234
Zählsprengel/ -bezirk St.Ulrich bei Steyr-Nord (41514 000)
Ortschaft mit Thaddlau und Erdsegen, Katastralgemeinde auch mit Gmain
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; DORIS

Vorlage:Infobox Gemeindeteil in Österreich/Wartung/Nebenboxf01379BW

Hauptort der Gemeinde ist der Ort Sankt Ulrich bei Steyr, auch Ortschaft und Katastralgemeinde der Gemeinde.

Sankt Ulrich liegt direkt südlich der Stadt Steyr, am südlichen Westrand der Gemeinde. Die Rotte liegt etwa erhöht rechtsufrig der Enns. Der Ortskern mit der Ulrichskirche erhebt sich auf einem Riedel zwischen Rahofergraben und Freisingbach auf um die 380 m ü. A. Höhe. Südöstlich erhebt sich der Damberg (807 m ü. A.). An der Enns ist Sankt Ulrich schon gänzlich mit der Stadt Steyr verwachsen.

Zur Ortschaft Sankt Ulrich bei Steyr gehört auch die Ortslage Thaddlau, eine Siedlung an der Stadtgrenze direkt oberhalb von Ennsleite, und der Ort Erdsegen. Die Ortschaft umfasst grob 400 Adressen mit um die 1500 Einwohnern, die Hälfte der Gemeindebevölkerung.

Zur Katastralgemeinde St. Ulrich mit 492,7 Hektar gehört auch die Ortschaft Gmain nordöstlich.

Nachbarorte, -ortschaften und -katastralgemeinden:
Steyr (O u. Std.)

Ennsleite
(Stt.,Std. Steyr)

Jägerberg (KG, Std. Steyr)

Thaddlau

Gmain (O)

Enns
Garsten (KG, Gem. Garsten)
Nachbargemeinden
Unterwald
(O u. KG)∗∗
Der Ort Kleinraming liegt südöstlich hinter Unterwald
∗∗ Der Ort Unterwald liegt östlich, die Katastralgemeinde erstreckt sich südlich

St. Ulrich war bis Anfang des 20. Jahrhunderts ein kleiner Kirchweiler, nur die Kirche und ein größeres Gehöft,[4] die Ortschaft hatte in der Zwischenkriegszeit erst 30 Häuser mit 250 Einwohnern.[5] Die Ortsentwicklung setzte erst ab den Vorkriegsjahren durch den Ausbau der Steyrwerke ein.[5]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehrsachse der Gemeinde ist die Kleinramingstraße (L559), die von Steyr-Münichholz (B122a) durchs Ramingtal nach Maria Neustift zur Großramingstraße (L557) führt. Letztere verbindet das Ennstal bei Großraming mit dem Ybbstal bei Waidhofen.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gemeinde St. Ulrich sind drei Feuerwehren (Freiwillige Feuerwehr St. Ulrich, Freiwillige Feuerwehr Kleinraming, Freiwillige Feuerwehr Ebersegg) tätig, die zum Schutz der Bevölkerung geographisch optimal aufgeteilt sind.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in St. Ulrich bei Steyr

Sport und Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Fußballverein USV St. Ulrich: am 6. Juni 1964 gegründet, Spielstätte ist das Voralpenstadion
  • Tennisverein USV St. Ulrich
  • Fotoklub St. Ulrich

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sankt Ulrich bei Steyr – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik Austria, Bevölkerung am 1. Jänner 2015 nach Ortschaften pdf, statistik.at.
  2. a b c d St.Ulrich b.St. Geschichte: Wappen, Bürgermeister (land-oberoesterreich.gv.at).
  3. Einstige Gerichtsstätte der Burgherrschaft Steyr; den Rechen siehe Joseph Löw: Die bischöfliche Fischarche nächst Garsten a.d. Enns. Lithographie, 1823 (Abb. online. steyrerpioniere.wordpress.com, abgerufen 13. Juli 2018).
  4. So noch in der Franzisco-Josephinischen Landesaufnahme um 1880 (Layer online bei DORIS, diverse Kartenthemen, z. B. Erste Landesaufnahmen).
  5. a b Kurt Klein (Bearb.): Historisches Ortslexikon. Statistische Dokumentation zur Bevölkerungs- und Siedlungsgeschichte. Hrsg.: Vienna Institute of Demography [VID] d. Österreichische Akademie der Wissenschaften. Oberösterreich Teil 2, St. Ulrich bei Steyr: St. Ulrich bei Steyr , S. 79 (Onlinedokument, Erläuterungen. Suppl.; beide PDF – o.D. [aktual.]).
    Spezielle Quellenangaben: 1869 und später: Statistische Central-Commission/Bundesamt für Statistik/Österreichisches Statistisches Zentralamt/Statistik Austria (Hrsg.): Ortsverzeichnis. (Ergebnisse der Volkszählungen, ab 2011 Registerzählungen).
  6. Rundwanderweg Damberg mit Bibelweg. nationalparkregion.com, aufgerufen am 15. Juli 2014.