St. Ulrich im Mühlkreis

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St. Ulrich im Mühlkreis
Wappen Österreichkarte
Wappen von St. Ulrich im Mühlkreis
St. Ulrich im Mühlkreis (Österreich)
St. Ulrich im Mühlkreis
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Rohrbach
Kfz-Kennzeichen: RO
Fläche: 15,36 km²
Koordinaten: 48° 28′ N, 14° 3′ OKoordinaten: 48° 28′ 23″ N, 14° 2′ 54″ O
Höhe: 622 m ü. A.
Einwohner: 633 (1. Jän. 2018)
Bevölkerungsdichte: 41 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4116
Vorwahl: 07282
Gemeindekennziffer: 4 13 36
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Ulrichstraße 4
4116 St. Ulrich im Mühlkreis
Website: www.st-ulrich.ooe.gv.at
Politik
Bürgermeister: Alfred Allerstorfer (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(13 Mitglieder)
11
2
11 
Insgesamt 13 Sitze
Lage der Gemeinde St. Ulrich im Mühlkreis im Bezirk Rohrbach
AfieslAhornAigen-SchläglAltenfeldenArnreitAtzesbergAubergHaslach an der MühlHelfenbergHofkirchen im MühlkreisHörbichJulbachKirchberg ob der DonauKlaffer am HochfichtKleinzell im MühlkreisKollerschlagLembach im MühlkreisLichtenau im MühlkreisNebelbergNeufeldenNeustift im MühlkreisNiederkappelNiederwaldkirchenOberkappelOeppingPeilstein im MühlviertelPfarrkirchen im MühlkreisPutzleinsdorfRohrbach-BergSt. Johann am WimbergSt. Martin im MühlkreisSt. Peter am WimbergSt. Stefan am WaldeSt. Ulrich im MühlkreisSt. Veit im MühlkreisSarleinsbachSchläglSchwarzenberg am BöhmerwaldUlrichsbergOberösterreichLage der Gemeinde St. Ulrich im Mühlkreis im Bezirk Rohrbach (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

BW

St. Ulrich im Mühlkreis[1] (auch Sankt Ulrich im Mühlkreis) ist eine Gemeinde in Oberösterreich im Bezirk Rohrbach im oberen Mühlviertel mit 633 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2018). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Rohrbach.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St. Ulrich im Mühlkreis liegt auf 622 m Höhe im oberen Mühlviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 6 km, von West nach Ost 4,8 km. Die Gesamtfläche beträgt 15,3 km². 22,2 % der Fläche sind bewaldet, 73,9 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt. Von besonderer Bedeutung für St. Ulrich im Mühlkreis ist der Hopfenanbau, was sich auch darin zeigt, dass Mitte August 2005 das „Mühlviertler Hopfenland“, eine Hopfenerlebniswelt, entstand.

Ortsteile der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bairach, Baumgartsau, Hötzeneck, Pehersdorf, St. Ulrich im Mühlkreis, Simaden.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: Geteilt; oben in Gold ein roter, gekrönter, schwarz bewehrter, wachsender Löwe, unten in Schwarz ein goldener, aufwärts gebogener Fisch. Die Gemeindefarben sind Gelb-Rot.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ursprünglich unter der Lehnshoheit der Passauer Bischöfe, war der Ort Stammsitz des regional bedeutenden Geschlechts der Schallenberger. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte im Jahr 1186. 1427 wurde diese Burg - eine Wasserburg - von den Hussiten zerstört, woraufhin die Schallenberger neben den Ruinen ein neues Schloss, die heutige Hoftaverne, erbauten. Es war bis 1660 in ihrem Besitz. Von der Burg sind bis auf Reste der ehemaligen Burgkapelle keine Spuren mehr erhalten.

Während der Napoleonischen Kriege wurde der Ort mehrfach u. a. von Bayern besetzt. Seit 1814 gehört der Ort endgültig zu Oberösterreich.

Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum Gau Oberdonau. 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.

Ursprünglich war die Gemeinde ab 1850 Teil des Gerichtsbezirks Neufelden, nach dessen Auflösung wurde sie jedoch per 1. Jänner 2003 dem Gerichtsbezirk Rohrbach zugeschlagen.

Seit 1. Jänner 2012 hat die Gemeinde die neue, einheitliche Postleitzahl „4116“, in der Ortschaft St. Ulrich und einem Teil von Bairach wurden Straßenbezeichnungen eingeführt.

Schloss St. Ulrich im Mühlkreis

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Alfred Allerstorfer von der ÖVP.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 564 Einwohner, 2001 dann 602 Einwohner.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in St. Ulrich im Mühlkreis
  • Dorfkapelle: Die heutige Dorfkapelle von St. Ulrich wurde auf den Resten der ehemaligen Burgkapelle aufgebaut. Diese wurde - wie die Burg - im 12. Jahrhundert errichtet, und ebenso 1427 zerstört. 1482 wurde sie wieder instand gesetzt. Unter Joseph II. wurde die Kirche im Jahre 1786 profaniert. Im Jahre 1870 wurde das Langhaus der Kirche abgebrochen. Der Chor bildet seither die bestehende Dorfkapelle.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Norbert Grabherr: Burgen und Schlösser in Oberösterreich. Ein Leitfaden f. Burgenwanderer u. Heimatfreunde. 3. Aufl. Oberösterreichischer Landesverlag, Linz 1976, ISBN 3-85214-157-5.
  • Benno Ulm: Das Mühlviertel. Verlag St.Peter, Salzburg 1976, ISBN 3-900173-05-2.
  • Bundesdenkmalamt Wien (Hrsg.): Dehio-Handbuch Oberösterreich, Bd. 1, Mühlviertel. Verlag Berger, Horn, Wien 2003, ISBN 3-85028-362-3.
  • Oskar Hille: Burgen und Schlösser in Oberösterreich einst und jetzt. Verlag Berger & Söhne, Horn.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die amtliche Schreibweise ist festgelegt bzw. dargestellt in der Aufstellung der Gemeinden der oberösterreichischen Landesregierung im Internet und auf Statistik Austria: Ein Blick auf die Gemeinde

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: St. Ulrich im Mühlkreis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien