St. Ursula (Bremen)

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Bremen-Schwachhausen St-Ursula 01.jpg

Die Kirche St. Ursula in Bremen-Schwachhausen, Ortsteil Riensberg, Schwachhauser Heerstraße 166/Ecke Emmastraße ist die größte katholische Kirche der Stadt und gehört zu den bedeutenden Bremer Bauwerken.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St. Ursula, Eingang

Die Kirche wurde 1968 nach Plänen von Karl-Heinz Bruns aus Bremen gebaut. Sie gehört heute mit der Kirche St. Georg und der Krankenhaus-Kapelle vom St. Joseph-Stift zur Pfarrei St. Katharina von Siena in Bremen.

Der Bau mit 500 Plätzen ist in der Form eines griechischen Kreuzes angelegt, mit zwei sich durchschneidenden Satteldächern. Zum achteckigen Kirchenraum gehören auch die dreieckigen Zwickel im Kreuz. Das Oktogon wird am Eingangsgiebel betont, da hier der Baukörper um vier Meter hervorspringt. Innen besteht ein zeltartiger Raumeindruck durch die holzverschalten Unterschichten der abgewalmten Dachflächen und der Satteldächer. Im Zentralraum steht in etwa mittig der Altarbereich. Der geschlossene Altargiebel und drei verglaste Giebel schaffen eine räumliche Spannung. Die überwiegend blauen Buntverglasungen zwischen den vertikalen Betonlamellen stammen von Günther Radloff. Später wurde ein achteckiger Dachreiter im Schnittpunkt der Firstlinien mit einem Kegeldach hinzugefügt; er dient auch der Dachbelüftung.

Der architekturführer bremen schreibt dazu: „Innen sorgen im Deckenbereich abgewalmte Dachflächen im Wechsel mit den Untersichten der Satteldächer – beide holzverschalt – für einen reizvollen zeltartigen Raumeindruck“.[1]

Die Kirche ist der Heiligen Ursula von Köln geweiht.

Orgel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Orgel wurde im Jahr 1981 durch die Werkstatt Alfred Führer, Wilhelmshaven, erbaut. Sie hat 28 Register auf zwei Manualen und Pedal. Die Schleifladen der Orgel sind mit mechanischer Spieltraktur ausgestattet, die Registersteuerung erfolgt elektrisch. Folgende Disposition wurde zum Zeitpunkt der Errichtung angelegt:[2]

Hauptwerk C–g3
Bordun 16′
Prinzipal 8′
Gedackt 8′
Oktave 4′
Gemshorn 4′
Oktave 2′
Hohlflöte 2′
Sesquialtera II
Mixtur IV–V 113
Trompete 8′
Schwellwerk C–g3
Rohrflöte 8′
Gamba 8′
Prinzipal 4′
Gedacktflöte 4′
Nasard 223
Waldflöte 2′
Terz 135
Sifflöte 113
Scharff IV–V 1′
Dulcian 16′
Oboe 8′
Tremulant
Pedal C–f1
Subbaß[3] 16′
Oktave 8′
Spielflöte 8′
Oktave 4′
Rauschpfeife IV 2′
Posaune 16′
Trompete 8′

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. architekturführer bremen: Katholische St. Ursula-Kirche und Gemeinderäume
  2. Dispositionsblatt der Werkstatt Alfred Führer Orgelbau, Wilhelmshaven, 1981
  3. Die Schreibweise der Register folgt der Wiedergabe im Dispositionsblatt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: St.-Ursula-Kirche (Bremen) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 53° 5′ 12″ N, 8° 51′ 8,2″ O