Staatliches Komitee für Rundfunk

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Das Staatliche Komitee für Rundfunk (StKfR; auch: Staatliches Rundfunkkomitee, SRK) wurde am 15. September 1952 in Ost-Berlin nach sowjetischen Vorbild gegründet und war das oberste Leitungsgremium für den Rundfunk der DDR. Mit der Gründung des Staatlichen Rundfunkkomitees „wurde der DDR-Rundfunk zum Staatsrundfunk“ (Ingrid Pietrzynski).

Am 15. September 1968 wurde ein eigenständiges Staatliches Komitee für Fernsehen gebildet. Das Staatliche Rundfunkkomitee blieb bestehen und war bis zum Ende der DDR für die Leitung und Kontrolle des Hörfunks zuständig.

Formal gesehen war das Staatliche Rundfunkkomitee dem Ministerrat der DDR unterstellt, real aber der politischen Kontrolle und Anleitung durch das Zentralkomitee der SED (ZK) untergeordnet. Für die Medien war die ZK-Abteilung Agitation zuständig. Langjähriger und letzter Leiter der Sektion Rundfunk und Fernsehen dort war Eberhard Fensch.[1]

Der Ministerrat der DDR beschloss am 30. November 1989 auf Weisung seines Vorsitzenden Hans Modrow die Auflösung der beiden staatlichen Komitees für Rundfunk und für Fernsehen.[2]

1959 erhielt das Staatliche Rundfunkkomitee anlässlich des 10. Jahrestages der DDR den Vaterländischen Verdienstorden in Gold.[3]

Vorsitzende[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gunter Holzweißig: Die schärfste Waffe der Partei (2002), S. 217 f.
  2. Chronik des DDR-Fernsehens, auf der Webseite des Deutschen Rundfunkarchivs, abgerufen am 13. Juni 2013
  3. Berliner Zeitung, 4. Oktober 1959, S. 3