Staatsakt (Veranstaltung)

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Staatsakt für Konrad Adenauer am 25. April 1967: Der mit der deutschen Bundesdienstflagge als Bahrtuch bedeckte Sarg des verstorbenen ersten Bundeskanzlers wird vor dem Kölner Dom, wo mit Staatsgästen ein Pontifikalrequiem gefeiert worden war, auf eine Geschützlafette gesetzt und mit militärischen Ehren zu einem Schiff geführt, das den Sarg auf dem Rhein bis nach Rhöndorf zur letzten Ruhestätte bringt.

Ein Staatsakt ist eine feierliche Veranstaltung zur Würdigung einer für einen Staat bedeutenden Person oder eines entsprechenden Ereignisses. Dementsprechend sind Kennzeichen eines Staatsaktes ein aufwändiges Zeremoniell, ein repräsentativer Rahmen und die Anwesenheit hoher Funktionsträger.

Auf Ebene der Bundesrepublik Deutschland ist lediglich der Bundespräsident befugt, Staatsakte zu veranlassen. Dies erfolgt jedoch in Abstimmung mit den anderen Verfassungsorganen.

Ein Staatsakt kann sein:

  • ein Staatsbegräbnis,
  • ein Trauerstaatsakt,
  • oder ein sonstiger Staats- und Festakt.

Gemäß der Anordnung über Staatsbegräbnisse und Staatsakte vom 2. Juni 1966 kann ein Staatsakt insbesondere Menschen des öffentlichen Lebens gewährt werden, die sich um das deutsche Volk hervorragend verdient gemacht haben. Diese posthume Ehrung wurde den ehemaligen Bundespräsidenten Johannes Rau und Richard von Weizsäcker sowie dem früheren Bundestagspräsidenten Rainer Barzel zuteil. Aber auch zu bedeutenden Jahrestagen, wie der Gründung der Bundesrepublik Deutschland oder zum Gedenken an die Opfer der Flutkatastrophe an den Küsten des Indischen Ozeans, wurden in der Bundesrepublik Deutschland bereits derartige Staatsakte durchgeführt.

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