Stad

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Wappen Karte
Wappen der Kommune Stad
Stad (Norwegen)
Stad
Stad
Basisdaten
Kommunennummer: 4649
Provinz (fylke): Vestland
Verwaltungssitz: Nordfjordeid
Koordinaten: 61° 55′ N, 6° 2′ OKoordinaten: 61° 55′ N, 6° 2′ O
Fläche: 752,78 km²
Einwohner: 9.457 (27. Feb. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 13 Einwohner je km²
Sprachform: Nynorsk
Webpräsenz:
Politik
Bürgermeister: Alfred Bjørlo (V) (2019)
Lage in der Provinz Vestland
Lage der Kommune in der Provinz Vestland

Stad ist eine Kommune in der westnorwegischen Provinz (Fylke) Vestland. Sie entstand im Rahmen der Kommunalreform in Norwegen am 1. Januar 2020 aus der Zusammenlegung von Eid und Selje.[2] Zudem wurde die Umgebung um die Ortschaft Bryggja aus der ehemaligen Kommune Vågsøy Teil von Stad.[3]

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stad liegt am Eids- und Nordfjord an der Westküste Norwegens, entlang welcher sich höhere Erhebungen befinden. Zu Stad gehört die im Westen der Kommune gelegene Halbinsel Stadlandet. Sie liegt auf einer Höhe von etwa 500 moh. und fällt an der Küste steil ab. In der Kommune befindet sich der See Hornindalsvatnet, welcher der tiefste See Europas ist. Er erreicht eine Tiefe von 514 Metern. Südlich des Sees liegt der Berg Glitregga, mit einer Höhe von 1297,4 moh., der die höchste Erhebung der Kommune darstellt.[4]

Über die Hälfte der Einwohner der Gemeinde leben in den Ortschaften Nordfjordeid und Mogrenda. Auf der Nordseite des Eidsfjords und in der Talenge Eidsdal ist die Bevölkerungsdichte am höchsten. Offizielle Sprachform ist wie in fast allen Kommunen in Vestland Nynorsk, die seltenere der beiden norwegischen Schriftsprachen.[5]

Durch die Kommune führt der Riksvei 15, welcher das Gebiet an Stryn und somit über den Fylkesvei 60 an die Europastraße 39 anschließt. Diese stellt unter anderem die Verbindung nach Ålesund her. In die südlich gelegene Stadt Bergen besteht eine Fährverbindung.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommune Stad entstand zum 1. Januar 2020 im Rahmen der landesweiten Kommunalreform, nachdem die Kommunalparlamente von Eid und Selje sich dafür aussprachen und das Nationalparlament Storting dies beschloss.[6] Im November 2017 beschloss das Storting schließlich, dass auch die Ortschaft Bryggja aus der damaligen Kommune Vågsøy Teil von Stad werden sollte. Der Rest von Vågsøy ging in die neu gegründete Kommune Kinn über.[7] Gleichzeitig entstand im Rahmen der Regionalreform die neue Provinz Vestland in der Stad nun liegt. Die beiden Vorgängerkommunen Selje und Eid gehörten bis zum 31. Dezember 2019 zur damaligen Provinz Sogn og Fjordane.

Im Gemeindeareal gibt es mehrere Funde aus der Stein-, Bronze- und Eisenzeit. Auf der Insel Selja befindet sich eine Ruine eines Benediktinerklosters.[8] Im Jahr 1913 wurde in Dragseidet ein Steinkreuz errichtet, welches an Olav I. Tryggvason erinnern soll. An der Spitze der Halbinsel Stadland befinden sich Überbleibsel einer Befestigung der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg. Bei den dortigen Bauarbeiten verloren vermutlich zwischen 21 und 32 russische Kriegsgefangene ihr Leben.[9][10]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In beiden Vorgängergemeinden spielte Landwirtschaft eine wichtige Rolle, wobei vor allem Nutztierhaltung betrieben wurde.[11] In der ehemaligen Kommune Selje ist Fischzucht und Fischerei von größerer Bedeutung.[12] In Stad befindet sich das Skizentrum Harpefossen Skisenter.[13]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen der Kommune ist eine Kombination der Motive auf den Wappen der Kommunen Selje und Eid, St. Sunniva und ein Norwegisches Fjordpferd.[14]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Stad – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisk sentralbyrå – Befolkning
  2. Kommunal-og moderniseringsdepartementet: Nye kommune- og fylkesnummer fra 2020. 27. Oktober 2017, abgerufen am 29. März 2020 (norwegisch).
  3. Yngve Tolaas: Bryggja, Eid og Selje blir Stad kommune. 28. November 2017, abgerufen am 30. März 2020 (norwegisch Nynorsk).
  4. Høyeste fjelltopp i hver kommune. Kartverket, 1. September 2015, abgerufen am 25. Oktober 2020 (norwegisch Bokmål).
  5. Forskrift om målvedtak i kommunar og fylkeskommunar (målvedtaksforskrifta) - Lovdata. In: Lovdata. Abgerufen am 29. März 2020 (norwegisch).
  6. Aleksander Åsnes: No har Selje og Eid slått seg saman. 26. Januar 2017, abgerufen am 30. März 2020 (norwegisch Nynorsk).
  7. Vedtak om grensejustering mellom kommunane Vågsøy og Eid/Selje, Sogn og Fjordane - Lovdata. Lovdata, 28. November 2017, abgerufen am 30. März 2020 (norwegisch).
  8. Selja Kloster | Visit Nordfjord. Abgerufen am 29. März 2020.
  9. Hovden på Stad | krigsminne. In: nordfjord.no. Abgerufen am 29. März 2020 (norwegisch).
  10. Rom til minne om russiske krigsfangar. Fylkesarkivet, abgerufen am 29. März 2020 (norwegisch).
  11. Geir Thorsnæs, Svein Askheim: Eid – tidligere kommune. In: Store norske leksikon. 23. Januar 2020 (snl.no [abgerufen am 29. März 2020]).
  12. Svein Askheim, Geir Thorsnæs: Selje – tidligere kommune. In: Store norske leksikon. 8. Januar 2020 (snl.no [abgerufen am 29. März 2020]).
  13. Finn oss – Harpefossen. Harpefossen Skisenter, abgerufen am 29. März 2020 (norwegisch Bokmål).
  14. Stad im Store norske leksikon, abgerufen am 1. April 2020