Stada

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STADA Arzneimittel AG
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Rechtsform Aktiengesellschaft
ISIN DE0007251803
Gründung 1895
Sitz Bad Vilbel, DeutschlandDeutschland Deutschland

Leitung

Mitarbeiter 10.532 (Dezember 2015)
Umsatz 2115 Mio. Euro (2015)
Branche Pharmazie
Website www.stada.de

Die Stada Arzneimittel AG (Eigenschreibweise: STADA) ist ein börsennotierter deutscher Pharmakonzern mit Stammsitz in Bad Vilbel, der sich auf die Herstellung von Generika und rezeptfreien apothekenpflichtigen Arzneimitteln spezialisiert hat. Bekannte Produkte sind, neben den umsatzstarken Generika Paracetamol Stada und Lactulose Stada, das Parkinsonmittel Apo-Go, das Kombinationspräparat für Erkältungskrankheiten Grippostad-C, das Sonnenschutzmittel Ladival und das Antiphlogistikum/Analgetikum Mobilat.

Seit 2001 notiert die Stammaktie im MDAX. Im Jahr 2015 erwirtschaftete das Unternehmen mit am Jahresende 10.532 Mitarbeitern einen Umsatz in Höhe von 2,1 Milliarden Euro.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stada wurde 1895 in Dresden als Genossenschaft der Apotheker gegründet. Stada ist die Abkürzung für Standardarzneimittel Deutscher Apotheker. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Unternehmen nach Essen und Tübingen verlegt, 1956 stand ein erneuter Umzug nach Bad Vilbel an. 1970 wurde die Stada in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Aktien wurden damals nur an Apotheker als vinkulierte Namensaktien ausgegeben. Fünf Jahre später begann der Einstieg der Stada in das Geschäft mit Nachahmerpräparaten, deren Patentschutz abgelaufen war (Generika). 1986 begann die Stada international zu expandieren und kaufte bzw. gründete Unternehmen in der Schweiz und in Österreich. Kurze Zeit später wurden weitere Auslandsfilialen in den Niederlanden und Belgien (1991) sowie in Asien (1992) eingerichtet. Als zweites Standbein erwarb das Unternehmen 1996 den Generikavertrieb Aliud Pharma und expandierte weiter nach Frankreich und Tschechien. Über Aliud Pharma als Kooperationspartner hat Stada eine Verbindung zu einem Praxisprogramm für Ärzte.[2]

Per 23. Juli 2001 wurde das Unternehmen in den MDAX aufgenommen. Bis 2006 erfolgten weitere Auslandsaquisitionen in Dänemark, Spanien, Italien, Großbritannien, Russland, Serbien, Portugal und Asien. Im Januar 2009 erfolgte die Übernahme des dänischen Pharmaunternehmens Dermalog ApS.

Im Juni 2016 schied der langjährige Konzernchef Hartmut Retzlaff aus. Vorangegangen war eine Veröffentlichung über seine Verflechtungen.[3][4] Im August 2016 wurde der Aufsichtsratsvorsitzende Martin Abend in einer mehr als dreizehnstündigen Hauptversammlung abgewählt.[5]

Produktionsstätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pharmazeutische Produktionsstätten von Stada in Europa befinden sich in:

In Asien wird an folgenden Orten produziert:

Beteiligungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anteil Unternehmen Sitz
100 % cell pharm Gesellschaft für pharmazeutische und diagnostische Präparate mbH Bad Vilbel
100 % Taxon Arzneimittelfabrik GmbH Bad Vilbel
100 % Uzara-Werk GmbH Bad Vilbel
100 % Aliud Logo 2104.svg Aliud Pharma GmbH Laichingen
100 % Stada Arzneimittel GmbH Wien (Österreich)
100 % Crinos S.p.A. Mailand (Italien)
100 % OAO Nizhfarm Nischni Nowgorod (Russland)
100 % Hemofarm A.D. Vršac (Serbien)
96,78 % Cajavec Sistemi Upravljanja Banja Luka (Bosnien-Herzegowina)
20,65 % Velefarm A.D. Belgrad (Serbien)
15,44 % Bioceuticals Arzneimittel AG Bad Vilbel
11,2 % Pymepharco (PMP) Phú Yên (Vietnam) (Anteil des vietnamesischen Staates: 19,7 %)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. STADA Arzneimittel AG: Geschäftsbericht 2015. Abgerufen am 1. August 2016.
  2. Data-AL GmbH: Kooperationspartner der Data-AL GmbH
  3. Patrick Hollstein: System Retzlaff: Family Business. Abgerufen am 5. Juli 2016.
  4. Pressemitteilung: Wechsel im Vorstandsvorsitz der STADA Arzneimittel AG. Abgerufen am 5. Juli 2016.
  5. Siegfried Hofmann, Jakob Blume: Umsturz in Stunde 13. In: Handelsblatt, 27. August 2016, abgerufen am 15. Februar 2017.