Stade Rennes

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Stade Rennes
Stade Rennais Football Club.svg
Basisdaten
Name Stade Rennais
Football Club
Sitz Rennes, Frankreich
Gründung 1901
Farben Rot-Schwarz
Präsident René Ruello
Website www.staderennais.com
Erste Mannschaft
Trainer Christian Gourcuff
Stadion Roazhon Park
Plätze 31.130
Liga Ligue 1
2016/17 9. Platz
Heim
Auswärts
Alternativ

Der Stade Rennais Football Club, im deutschen Sprachraum bekannt als Stade Rennes, ist ein französischer Fußballverein aus der bretonischen Hauptstadt Rennes (bretonisch: Stad Roazhon).

Gegründet wurde der Klub 1901 als Stade Rennais; nach Fusion mit dem FC Rennes (1904) hieß er Stade Rennais Université Club, seit 1972 wieder Stade Rennais FC. Im Vereinsregister des französischen Fußballverbands erhielt er die Nummer 15, ist also ein „Urgestein“ des bretonischen Fußballs.[1] Die Vereinsfarben sind Rot und Schwarz; die erste Mannschaft trägt ihre Spiele im 31.130 Zuschauer fassenden Roazhon Park aus.

Vereinspräsident ist seit Juni 2014 René Ruello; die Ligamannschaft wird von Christian Gourcuff trainiert, der im Juli 2016 Rolland Courbis ablöste. Besitzer des Klubs ist der französische Milliardär François Pinault.

Ligazugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der höchsten Spielklasse (Division 1, 2002 in Ligue 1 umbenannt) spielte Stade Rennais 1932–1937, 1941–1943, 1944–1953, 1956/57, 1958–1975, 1976/77, 1983/84, 1985–1987, 1990–1992 und seit 1994.

Beliebtheit in der Bretagne[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trotz der nur kleinen Erfolgsliste und häufiger Abstiege ist der Verein seit Jahrzehnten in der Bretagne außerordentlich populär,[2] was sich unter anderem in einer für französische Verhältnisse großen Zahl von privaten Webseiten rund um den Klub zeigt. An dieser Stellung vermochten andere bretonische Vereine, die zwischenzeitlich ebenfalls der Ligue 1 angehörten (En Avant Guingamp, Stade/Armorique Brest) oder im Pokal erfolgreich waren (FC Lorient), nichts zu ändern.[3] Der größte regionale Konkurrent ist seit Jahrzehnten der erfolgreiche FC Nantes, auch wenn Naoned verwaltungsmäßig nicht mehr zur Bretagne zählt. Die Auseinandersetzungen zwischen diesen beiden Vereinen bewertet die Fachzeitschrift France Football auch 2017 noch als eines von nur vier „wahren Lokalderbys“ in Frankreich.[4]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Europapokalbilanz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Wettbewerb Runde Gegner Gesamt Hin Rück
1965/66 Europapokal der Pokalsieger 1. Runde TschechoslowakeiTschechoslowakei FK Dukla Prag 0:2 0:2 (A) 0:0 (H)
1971/72 Europapokal der Pokalsieger 1. Runde SchottlandSchottland Glasgow Rangers 1:2 1:1 (H) 0:1 (A)
1996 UEFA Intertoto Cup Gruppenphase IsraelIsrael Hapoel Tel Aviv 2:0 2:0 (A)  
SchweizSchweiz FC Luzern 1:2 1:2 (H)  
KroatienKroatien HNK Segesta Sisak 1:2 1:2 (A)  
SchwedenSchweden Örgryte IS 1:1 1:1 (H)  
1999 UEFA Intertoto Cup 3. Runde OsterreichÖsterreich SC Austria Lustenau (a)2:2(a) 1:2 (A) 1:0 (H)
Halbfinale OsterreichÖsterreich FK Austria Wien 4:2 2:0 (H) 2:2 (A)
Finale ItalienItalien Juventus Turin 2:4 0:2 (A) 2:2 (H)
2001 UEFA Intertoto Cup 3. Runde TschechienTschechien 1. FC Slovácko 7:4 5:0 (H) 2:4 (A)
Halbfinale EnglandEngland Aston Villa (a)2:2(a) 2:1 (H) 0:1 (A)
2005/06 UEFA-Pokal 1. Runde SpanienSpanien CA Osasuna 3:1 3:1 (H) 0:0 (A)
Gruppenphase DeutschlandDeutschland VfB Stuttgart 0:2 0:2 (H)  
RumänienRumänien Rapid Bukarest 0:2 0:2 (A)  
UkraineUkraine Schachtar Donezk 0:1 0:1 (H)  
GriechenlandGriechenland PAOK Thessaloniki 1:5 1:5 (A)  
2007/08 UEFA-Pokal 1. Runde BulgarienBulgarien Lokomotive Sofia 4:3 3:1 (A) 1:2 (H)
Gruppenphase SchweizSchweiz FC Basel 0:1 0:1 (A)  
NorwegenNorwegen Brann Bergen 1:1 1:1 (H)  
DeutschlandDeutschland Hamburger SV 0:3 0:3 (A)  
KroatienKroatien Dinamo Zagreb 1:1 1:1 (H)  
2008 UEFA Intertoto Cup 3. Runde UkraineUkraine Tawrija Simferopol 1:1
(10:9 i. E.)
1:0 (H) 0:1 n.V. (A)
2008/09 UEFA-Pokal 2. Qualifikationsrunde NorwegenNorwegen Stabæk IF 3:2 1:2 (A) 2:0 (H)
1. Runde NiederlandeNiederlande FC Twente Enschede (a)2:2(a) 2:1 (H) 0:1 (A)
2011/12 UEFA Europa League 3. Qualifikationsrunde GeorgienGeorgien Metalurgi Rustawi 7:2 5:2 (A) 2:0 (H)
1. Runde SerbienSerbien Roter Stern Belgrad 6:1 2:1 (A) 4:0 (H)
Gruppenphase ItalienItalien Udinese Calcio 1:2 1:2 (A) 0:0 (H)
SpanienSpanien Atlético Madrid 2:4 1:1 (H) 1:3 (A)
SchottlandSchottland Celtic Glasgow 2:4 1:1 (H) 1:3 (A)

Legende: (H) – Heimspiel, (A) – Auswärtsspiel, (N) – neutraler Platz, (a) – Auswärtstorregel, (i. E.) – im Elfmeterschießen, (n. V.) – nach Verlängerung

Gesamtbilanz: 46 Spiele, 14 Siege, 11 Unentschieden, 21 Niederlagen, 57:61 Tore (Tordifferenz −4)

Für den Verein in der Vergangenheit wesentliche Personen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Thierry Berthou/Collectif: Dictionnaire historique des clubs de football français. Pages de Foot, Créteil 1999 – Band 1 (A-Mo) ISBN 2-913146-01-5, Band 2 (Mu-W) ISBN 2-913146-02-3

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Stade Rennes – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen und Nachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Georges Cadiou: Les grands noms du football breton. Alan Sutton, Saint-Cyr-sur-Loire 2006, ISBN 2-84910-424-8, S. 13 und 35 f.
  2. Les 50 meilleures équipes bretonnes. Bretons Mag Heft 25, Vannes 2015, S. 12–14
  3. Georges Cadiou: Les grands noms du football breton. Alan Sutton, Saint-Cyr-sur-Loire 2006, ISBN 2-84910-424-8, S. 91 ff.
  4. Artikel „Vrais et faux Derbys“ in France Football vom 31. Januar 2017, S. 26/27; zum Vergleich mit den bretonischen Konkurrenten – auch hier einschließlich des FC Nantes – zudem „Bretagne: Frankreichs heimliches Fußballherz“ in Zeitspiel (Magazin für Fußball-Zeitgeschichte), Heft 4: Le foot – Frankreich Spécial. April 2016, ISSN 2365-3175, S. 53–56