Staden (Florstadt)

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Staden
Stadt Florstadt
Koordinaten: 50° 19′ 51″ N, 8° 54′ 43″ O
Höhe: 131 (124–141) m ü. NHN
Fläche: 3,15 km² [LAGIS]
Einwohner: 817 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 259 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 1971
Postleitzahl: 61197
Vorwahl: 06035
STADEN in der Wetteraw aus Daniel Meisner/Eberhard Kieser: Thesaurus Philopoliticus oder Politisches Schatzkästlein Bd. 2 (1627), Ansicht von Westen
Evangelische Kirche

Staden ist ein Stadtteil von Florstadt im Wetteraukreis in Hessen.

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbarorte von Staden sind Leidhecken (nordwestlich), Nieder-Mockstadt (östlich), Stammheim (südlich) und Ober-Florstadt (westlich).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Staden 1849

Durch Staden verläuft etwa in Nord-Süd-Richtung der Obergermanisch-Raetische Limes, der aber hier nicht sichtbar ist. Im südlichen Neubaugebiet im Bereich der Römerstraße/Am Römerkastell befand sich das Kleinkastell Staden.

Staden wurde 1156 erstmals erwähnt, als dort die Burg Staden erbaut wurde. 1304 erhielt das Dorf die Stadtrechte. Erst 1756 wurde Staden dem Amtmann des Hauses Isenburg-Limburg unterstellt. 1821 kam der Ort zum Kreis Büdingen, 1852 zum Kreis Friedberg. Am 31. Dezember 1971 wurde Staden in die Gemeinde Florstadt eingegliedert.[2] Das Dorf ist jetzt ein Stadtteil von Florstadt, welches 2007 die Stadtrechte erhielt.

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Staden liegt an der Bundesstraße 275 und der Landesstraße 3188. Über die B 275 ist die nächste Anschlussstelle der Bundesautobahn 45 einen Kilometer entfernt.

Den öffentlichen Personennahverkehr mit Bussen stellt die Verkehrsgesellschaft Oberhessen GmbH im Rahmen des Rhein-Main-Verkehrsverbundes sicher.

Radfernwege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Deutsche Limes-Radweg führt durch den Ort. Dieser folgt dem Obergermanisch-Raetischen Limes über 818 km von Bad Hönningen am Rhein nach Regensburg an der Donau.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Städtische Kindertagesstätte "Mikäsch".
  • Bürgerhaus Staden.
  • Freiwillige Feuerwehr Staden.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seufzerbrücke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seufzerbrücke

Staden wird im Volksmund auch „Klein Venedig“ genannt. Im Ort gibt es viele Brücken über den Mühlbach und die Nidda. Die bekannteste von ihnen ist die Seufzerbrücke. Im Jahre 1684 auf Holzpfählen über dem Mühlbach erbaut, gingen die Verurteilten über diese Brücke zum Hinrichtungsplatz. 1991 wurde sie saniert.

Löw'sches Schloss[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Löw'sche Schloss wurde 1746 von Johann Friedrich Ferdinand von Löw erbaut. Der angelegte Herrengarten existiert heute nur noch zum Teil. Im Schloss befindet sich heute das Bürgerhaus der Stadt Staden.

Sauerborn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Herrengarten befindet sich der Sauerborn, ein Brunnen mit extrem sauerem, aber trinkbarem Quellwasser.

Burg Staden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf einer Flussinsel zwischen der Nidda und dem Mühlbach befinden sich die Reste der Burg Staden mit dem erhaltenen Torturm und dem Schloss Ysenburg.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. „Einwohner Statistik“ im Internetauftritt der Stadt Florstadt, abgerufen im August 2016.
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 360.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Staden – Sammlung von Bildern