Stadler Dosto

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Stadler KISS)
Wechseln zu: Navigation, Suche

Der Stadler KISS, bis 2010 vom Hersteller Stadler Rail als DOSTO[1] bezeichnet, ist ein drei-, vier- oder sechsteiliger Doppelstocktriebzug, der von den SBB seit Frühjahr 2012 für die S-Bahn Zürich eingesetzt wird.

Ebenso sind entsprechend modifizierte Varianten auf der österreichischen Westbahn durch die WESTbahn, im Regionalverkehr Berlin-Brandenburg durch die ODEG, bei der S-Bahn Bern durch die BLS AG und im Grenzverkehr zwischen Trier und Luxemburg durch die CFL im Einsatz. Daneben ist der Zug in der Schweiz bei den SBB auch in der Ostschweiz zwischen Wil und Chur unterwegs.

Am 22. September 2010 stellte Stadler den Doppelstocktriebzug unter dem Namen „KISS“ vor.[2] KISS steht für „komfortabler innovativer spurtstarker S-Bahn-Zug“. In Deutschland ist der Endwagen als Baureihe 0445 und der Mittelwagen als Baureihe 0446 im Fahrzeugeinstellungsregister enthalten. Im August 2015 waren 216 Triebzüge verkauft.[3]

Version SBB[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Führerstand des RABe 511 001

Diese Dosto-Fahrzeuge, welche von den SBB als «Regio-Dosto» bezeichnet werden,[4] bilden die dritte Fahrzeuggeneration der S-Bahn Zürich. Gegenüber den vorangegangenen Generationen zeichnen sie sich vor allem durch eine höhere Zahl von Stehplätzen pro Wagen aus, unter anderem, weil wegen der längeren Züge anteilmässig weniger Führerstände mitfahren. Auch wurden 15 cm Breite gewonnen, indem die Luftkanäle unter die Decke statt in die Seite gelegt wurden; die Stehhöhe beträgt dennoch zwei Meter, weil rührreibgeschweißte Aluminiumstrangpressprofile als Bodenpaneele eingesetzt werden. Die Zahl der Sitzplätze hingegen ist gegenüber den Vorgängermodellen leicht gesunken. Komfortmerkmale wie Niederflureinstiege, Fahrzeug-Klimatisierung und Vakuumtoiletten (zwei, davon eine rollstuhlgängig) sind weiterhin gegeben. Zusätzlich gibt es zwei Multifunktionsbereiche mit Abstellmöglichkeiten für Kinderwagen, Fahrräder und dergleichen. Der sechsteilige Triebzug besteht aus zwei Triebköpfen und vier Mittelwagen. In den Triebköpfen sind alle Achsen angetrieben.

Am 15. April 2010, noch vor der Ablieferung des ersten Zugs, lösten die SBB eine Option für weitere 24 vierteilige Triebzüge desselben Typs ein. Von den insgesamt 74 Einheiten sollen 13 sechsteilige und 24 vierteilige Züge auf RegioExpress-Linien eingesetzt werden, unter anderem auf den Strecken St. Gallen–Chur (ab 2014 Wil–Chur),[5] Zürich–Schaffhausen, Basel–Frick–Zürich, Bern–Biel und Bern–Olten. Die restlichen Züge sind für die Zürcher S-Bahn bestimmt.[6][7] Seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2012 verkehren 13 vierteilige Züge auf der Regio-Express Linie von Genf nach Vevey/Romont, über Lausanne.[8]

Version Westbahn (Fernverkehr)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die österreichische Westbahn hat sieben Einheiten einer Fernverkehrsvariante (adaptiert für 200 km/h, größerer Sitzabstand) am 11. Dezember 2011 in Betrieb genommen.[9] Die sechsteiligen Züge haben eine Kapazität von 501 Sitzplätzen, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 200 km/h. Da sich bei Zugbegegnungen mehrfach Türen aus der Verankerung gelockert hatten, wurde die Höchstgeschwindigkeit anfangs auf 160 km/h reduziert.[10] Die Türen wurden mittlerweile überarbeitet und der erhöhten Höchstgeschwindigkeit angepasst. Die vier Mittelwagen sind mit je einem Cafébereich über einem Drehgestell ausgestattet, über dem anderen Drehgestell sind je zwei Toiletten (m/w getrennt) zu finden. Der Wagen 400 bietet eine große Universaltoilette für Personen mit eingeschränkter Mobilität sowie ein extra Abteil für Raucher. In den Endtriebwagen finden sich Sitzgruppen mit großen Tischen.[11]

Im Jahr 2015 wurden zusätzlich ein sechsteiliger und neun vierteilige Triebzüge bestellt, die 2017 in Betrieb gehen sollen und mit den bestehenden Fahrzeugen kuppelbar sind.[12][13]

Version BLS[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die BLS AG hat am 30. März 2010 insgesamt 28 vierteilige Stadler Dosto bestellt, die seit Dezember 2012 auf der S-Bahn Bern eingesetzt werden. Die Züge haben 335 Sitz- und 566 Stehplätze (4Pers/m²) und erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h.[14][15] Bei der BLS lautet der Typenname MUTZ (Moderner, Universeller TriebZug), in Anlehnung an das Berner Dialektwort für „Bär“.[16] Sie kommen zuerst auf der S 1 zum Einsatz, später auch auf der S 6 und auf der S 3/S 31.[17]

Taufnamen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Außerdem wurden bisher acht der Züge auf Städtenamen getauft:[16]

Besonderheiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einer gewissen Tradition folgend – so heisst der RABe 535 Nr. 113 „Lötschbergerin“ und der RABe 525 Nr. 013 „NINO“ statt „NINA“ – ist der RABe 515 Nr. 13 nicht als „MUTZ 013“ sondern als „OURS 013“ unterwegs (Ours ist das französische Wort für Bär). Die 013 ist als S 1 zwischen Thun und dem mehrheitlich welschen Fribourg unterwegs.

Versionen KISS Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die KISS-Triebzüge, die von der Stadler Pankow GmbH gefertigt werden, unterscheiden sich vom ursprünglichen KISS-Modell dadurch, dass sie das Lichtraumprofil G2 einhalten, um auf dem Netz der DB Netz uneingeschränkt eingesetzt werden zu können. Dadurch ist der Raum im Schulterbereich des Oberstocks enger als bei den Schweizer Triebzügen. Im Gegenzug dazu war es möglich, die Einzelwagen zu verlängern und den Wagenkasten um 35 mm zu erhöhen. Auch wurden die Fahrzeugköpfe neu gestaltet, um neueren Crash-Anforderungen zu genügen.

Darüber hinaus sitzen die Stromabnehmer auf den Mittelwagen. In den Endwagen werden nur die Drehgestelle an den Wagenübergängen angetrieben. Bei größerem Traktionsbedarf können Mittelwagen mit einem angetriebenen Drehgestell ausgestattet werden.

Version ODEG[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Video eines vorbeifahrenden Stadler Kiss der Ostdeutschen Eisenbahngesellschaft (ODEG)

Von der Ostdeutschen Eisenbahn (ODEG) wurden am 11. Januar 2010 insgesamt 16 vierteilige Stadler Dosto bestellt, die von der Stadler Pankow GmbH gefertigt wurden und zum Fahrplanwechsel im Dezember 2012 im Berlin-Brandenburger Regionalverkehr zum Einsatz kommen sollten.[22]

Die vier Wagen eines Triebzuges sind unterschiedlich aufgebaut:[23][24]

  • 445 1xx („A-Wagen“): Sitzplätze 2. Klasse, Mehrzweckbereich (unten), WC, Hauptschalter, Antriebsmodul mit Trafo, Stromrichter und Motordrehgestell am Wagenübergang zum C-Wagen.
  • 446 1xx („C-Wagen“): Sitzplätze 2. Klasse, Mehrzweckbereich (unten), behindertengerechtes WC, Stromabnehmer
  • 446 6xx („D-Wagen“): Sitzplätze 2. Klasse, Mehrzweckbereich (unten), kein WC, Stromabnehmer
  • 445 6xx („B-Wagen“): Sitzplätze 1. Klasse (oben) und 2. Klasse, Mehrzweckbereich (unten), WC, Hauptschalter, Antriebsmodul mit Trafo, Stromrichter und Motordrehgestell am Wagenübergang zum D-Wagen.

Der erste Zug wurde im Februar 2012 fertiggestellt und war u. a. auf dem Eisenbahnversuchsring Velim zu Testfahrten unterwegs. Im Herbst 2012 wurde jedoch bekannt, dass nicht alle Züge bis zur Betriebsaufnahme zum Fahrplanwechsel am 9. Dezember 2012 fertiggestellt werden konnten.[25][26] Tatsächlich startete die ODEG am 9. Dezember 2012 mit geliehenen Fahrzeugen anderer Hersteller, weil zu diesem Zeitpunkt noch keine Zulassung vorlag. Die ersten vier der 16 bestellten Züge erhielten am 21. Dezember 2012 die Zulassung vom Eisenbahn-Bundesamt[27] und wurden ab dem 8. Januar 2013 nach und nach im Fahrgastbetrieb auf dem RE 4 eingesetzt und lösten ab dem 10. März 2013 nach und nach die Ersatzzüge der DB Regio auf dem RE 2 ab.[28][29] Am 21. Juni 2013 erhielt der 15. und damit vorletzte KISS (0445 108) seine Zulassung.[30] Der 16. und letzte KISS (0445 115) wurde am 16. Juli ausgeliefert und am 17. August zum «Tag der offenen Tore» auf den Namen Eberswalde getauft. [31][32]

Version CFL[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

CFL-Doppelstocktriebzug bei Versuchsfahrt in Augsburg (2014)

Die Chemins de Fer Luxembourgeois (CFL) gab am 7. Oktober 2010 die Bestellung von acht doppelstöckigen Triebwagen von Stadler im Auftragswert von 60 Millionen Euro bekannt. Die Züge weisen eine Länge von 80 m auf und bieten 284 Sitzplätze, davon 29 in der ersten Klasse. Daneben sind Mehrzweckabteile mit Raum für 24 Fahrräder sowie drei Rollstuhlplätze vorgesehen. Die Fahrzeuge sind mit ETCS ausgestattet und erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h. Sie können unter den Stromsystemen 25 kV 50 Hz und 15 kV 16,7 Hz verkehren und sollten ursprünglich ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2013 auf der Linie LuxemburgKoblenz eingesetzt werden.[33] Ab dem 16. Februar 2013 unternahm ein Triebzug (2301) Testfahrten auf dem Eisenbahnversuchsring Velim.[34]

Die offizielle Vorstellung der neuen Züge fand allerdings erst am 29. September 2014 im Grenzbahnhof Wasserbillig statt. Der Einsatz als RE 11 zwischen Luxembourg Ville und Koblenz begann dann zum Fahrplanwechsel am 14. Dezember 2014. Seit dem 16. März 2015 fahren die CFL Kiss auf dem Abschnitt zwischen Trier und Koblenz gemeinsam mit den FLIRTs der DB Regio Südwest in gemischten Mehrfachtraktionen.[35] Am 18. März 2015 gab die luxemburgische Regierung bekannt, 11 weitere Triebwagen der Baureihe zu beschaffen. Fünf davon sollen für die bis 2018Vorlage:Zukunft/In 2 Jahren in Betrieb gehende Trierer Weststrecke genutzt werden.[36]

Version Westfalenbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Westfalenbahn setzt seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2015 dreizehn sechsteilige Doppelstocktriebzüge auf der Linie Braunschweig–Hannover–Minden–Rheine/Bielefeld ein, welche von Alpha Trains angemietet werden. Dies ist die erste Variante mit angetriebenem Mittelwagen. Die erste Klasse ist im Oberdeck eines Mittelwagens untergebracht.[37][38] Die Züge sind 156 m lang und verfügen über je 627 Sitzplätze. Somit sind sie die größten Triebzüge, die im deutschen Regionalverkehr eingesetzt werden, und auch die größten Züge, die von einer Wettbewerbsbahn unterhalten werden.[39]

Versionen KISS Eurasia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für Bahnen mit russischer Breitspur wurde eine Version entwickelt, die das größere Lichtraumprofil voll ausnutzt. Im Unterschied zu den Normalspurversionen befindet sich hier der Antrieb in einem Teil der Mittelwagen, wobei angetriebene Wagen kürzer gebaut sind. Diese Variante wurde auf den Namen „Eurasia“ getauft.[40]

Version Aeroexpress[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Präsentation des ESh2-002 Eurasia in Schtscherbinka (Expo-1520, 2015)
ESh2-001 Eurasia bei Versuchsfahrt in Schtscherbinka (Expo-1520, 2015)

Der russische Bahnbetreiber Aeroexpress schloss Mitte Februar 2013 mit Stadler einen Vertrag über die Lieferung von 25 KISS-Zügen, darunter 16 vierteilige und 9 sechsteilige, für 350 Millionen Euro mit einer Option für 13 weitere Züge. Diese sollen das Zentrum Moskaus mit den drei Flughäfen Domodedowo, Scheremetjewo und Wnukowo verbinden.

Der Bau findet sowohl in der Schweiz als auch im neu entstehenden Werk in Minsk statt und soll Ende 2016 abgeschlossen sein. Als erste Fahrzeuge der Baureihe für das russische Breitspurnetz sind sie deutlich breiter und höher als die bisher bestellten Versionen.[41] Im Unterschied zu allen anderen bisherigen Versionen liegen die Einstiegtüren über den Drehgestellen, da die Einsatzstrecken hohe Bahnsteige haben.

Version ADY[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 13. Mai 2015 hat die aserbaidschanische Eisenbahn Azərbaycan Dəmir Yolları fünf vierteilige Triebzüge für die Strecke Baku – Sumqayıt bestellt, die der Version Aeroexpress entsprechen.[42] Die ersten zwei Einheiten sollen bereits im Juni 2015[veraltet] ausgeliefert werden, die restlichen drei im Januar 2016.[veraltet][43]

Technische Daten der Varianten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Technische Angaben der verschiedenen KISS-Varianten von Stadler Altenrhein
Kenngröße Version SBB (Dosto) Version WESTbahn Version BLS, MUTZ Version Aeroexpress [44][45]
Stadler Dosto, Version SBB
Stadler KISS, Version WESTbahn
Stadler KISS, Version BLS
Stadler KISS, Version Aeroexpress
Baureihe/Bezeichnung SBB: RABe 511
UIC-FER:
94 85 0511 001–050 (sechsteilig)
94 85 0511 101–124 (vierteilig)
(keine eigene Nummerierung)
UIC-FER: 93 85 4010 001–007
BLS: RABe 515 001–028
UIC-FER: 94 85 7515 001ff.
RŽD: ЭШ2[46] (ESch2)
ADY: EŞ2[47]
Anzahl 24 (vierteilig)
50 (sechsteilig)
09 (vierteilig)
08 (sechsteilig)
28 (vierteilig)
16 (vierteilig)
09 (sechsteilig)
Hersteller Stadler Rail Altenrhein
Baujahre 2010–2015 ab 2011 (sechsteilig)
ab 2017(vierteilig)
2012–2014 ab 2014
Achsformel Bo’Bo’+2’2’+...+Bo’Bo’ Bo’Bo’+2’2’+2’2’+2’2’+2’2’+Bo’Bo’ (sechsteilig) Bo’Bo’+2’2’+2’2’+Bo’Bo’ 2’2’+Bo’2’+Bo’Bo’+2’2’ (vierteilig)
2’2’+Bo’Bo’+2’2’+2’2’+Bo’Bo’+2’2’ (sechsteilig)
Spurweite 1435 mm 1520 mm
Länge über Kupplung 150'000 mm (sechsteilig)
100'360 mm (vierteilig)
150'000 mm (sechsteilig) 102'600 mm 101'700 mm (vierteilig)
155'100 mm (sechsteilig)
Höhe 4'595 mm 5'240 mm
Breite 2'800 mm 3‘400 mm
Leermasse 297 t (sechsteilig)
211,9 t (vierteilig)
310 t (sechsteilig) 216 t 237 t (vierteilig)
349 t (sechsteilig)
Betriebliche Höchstgeschwindigkeit 160 km/h 200 km/h 160 km/h
Kurzzeitleistung 6000 kW 3900 kW (vierteilig)
5200 kW (sechsteilig)
Dauerleistung 4000 kW 2400 kW (vierteilig)
3200 kW (sechsteilig)
Anfahrzugkraft 400 kN 320 kN 400 kN 300 kN (vierteilig)
400 kN (sechsteilig)
Beschleunigung 1,1 m/s² (alle Sitze belegt) 0,85 m/s² (sechsteilig) 1,3 m/s² 0,8 m/s² (bis 60 km/h)
Raddurchmesser 920 mm
Spannungsversorgung 15 kV 16,7 Hz ~ 3 kV =
Stromübertragung Oberleitung, Stromabnehmer
Anzahl der Fahrmotoren 8× 500 kW 8× 500 kW 8× 500 kW 6× 400 kW (vierteilig)
8× 400 kW (sechsteilig)
Sitzplätze 1. + 2. Kl. 120 + 415 (sechsteilig)
60 + 277 (vierteilig)
501 (sechsteilig) 61 + 274 84 + 312 (vierteilig)
84 + 616 (sechsteilig)
Stehplätze 838 (sechsteilig)
548 (vierteilig)
566 523 (vierteilig)
842 (sechsteilig)
Fußbodenhöhe 0550 mm (Einstieg),
0440 mm (Unterdeck),
2515 mm (Oberdeck)
570 mm (Einstieg),
00440 mm (Unterdeck),
2515 mm (Oberdeck)
1285 mm (Einstieg),
0685 mm (Unterdeck),
2975 mm (Oberdeck)
Klassen 1./2. Klasse Einheitsklasse 1./2. Klasse
Einsatzgebiet S-Bahn Zürich, RegioExpress Fernverkehr SalzburgWien S-Bahn Bern Flughafenshuttle Moskau
Vorgänger Re 450 (DPZ), RABe 514 (DTZ)
Technische Angaben der verschiedenen KISS-Varianten der Stadler Pankow GmbH
Kenngröße Version ODEG Version CFL Version Westfalenbahn
Stadler KISS, Version ODEG
Stadler KISS, Version CFL
Stadler KISS, Version  Westfalenbahn
Baureihe/Bezeichnung ODEG: ET 445 100 ff.
UIC-FER:
94 80 0445 100 (Endwagen)
94 80 0446 100 (Mittelwagen)
94 80 0446 600 (Mittelwagen)
94 80 0445 600 (Endwagen)
CFL: 2301 ff.
UIC-FER:
94 82 0023 011 (Endwagen)
94 82 0023 013 (Mittelwagen)
94 82 0023 012 (Endwagen)
WFB: ET 601 ff.
UIC-FER:
94 80 0445 001 (Endwagen)
94 80 0446 201 (Mittelwagen)
94 80 0446 301 (Mittelwagen)
94 80 0446 401 (Mittelwagen mit Antrieb)
94 80 0446 501 (Mittelwagen)
94 80 0445 701 (Endwagen)
Anzahl 16 (vierteilig) 8 (dreiteilig)[48] (+11[36]) 13 (sechsteilig)
Hersteller Stadler Pankow GmbH
Baujahre ab 2012 ab 2013 ab 2015
Achsformel 2’Bo’+2’2’+2’2’+Bo’2’[49][50] 2’Bo’+2’2’+Bo’2’[48] 2’Bo’+2’2’+2’2’+
Bo’2’+2’2’+Bo’2’
Spurweite 1435 mm
Anfahrzugkraft 200 kN[49][50]
Länge über Kupplung 105'220 mm[49][50] 79'840 mm[48] 156'450 mm
Höhe 4'630 mm[49][50][48]
Breite 2'800 mm[49][50][48]
Achsabstand der Fahrgestelle 2500 mm[49][50][48]
Leermasse
Dienstmasse 205,8 t[49][50] 170,1 t[48]
Betriebliche Höchstgeschwindigkeit 160 km/h[49][50]
Kurzzeitleistung 3000 kW[49] 3000 kW[48][50] 4500 kW[51]
Dauerleistung 2000 kW[49] 2000 kW[50][48] 3000 kW
Anfahrzugkraft 200 kN 200 kN (bis 54 km/h)[50]
Bremskraft (ED-Bremse) 400 kN[50]
Beschleunigung 0,63 m/s² bis 80 km/h[49] 0,83 m/s² bis 80 km/h[50][48]
1,32 m/s² Anfahrbeschleunigung voll besetzt[50]
1,16 m/s² ø 0–100 km/h voll besetzt[50]
0,83 m/s² bis 80 km/h
Raddurchmesser 920 mm[48]
Spannungsversorgung 15 kV 16⅔ Hz ~[49][50] 15 kV 16,7 Hz ~[50] und
25 kV 50 Hz[48]
15 kV 16,7 Hz ~
Stromübertragung Oberleitung, Stromabnehmer
Anzahl der Fahrmotoren 4× 750 kW 6× 750 kW
Raddurchmesser 920/850 mm[49][50]
Sitzplätze 1. + 2. Kl. 24 + 324+80[49][50] 29 + 219+34[48] 34 + 592
Stehplätze 147[50] 844
Fußbodenhöhe 580 mm (Einstieg),[49][48]  
00440 mm (Unterdeck),[49][50][48]
2515 mm (Oberdeck)[49][50][48]
0600 mm (Einstieg),
0440 mm (Unterdeck),
2515 mm (Oberdeck)
Klassen 1./2. Klasse
Einsatzgebiet RE 2 WismarCottbus,
RE 4 StendalJüterbog
RE 11 LuxemburgTrierKoblenz RE 60 BraunschweigRheine,
RE 70 Braunschweig–Bielefeld

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Stadler KISS – Sammlung von Bildern, Videos und AudiodateienVorlage:Commonscat/Wartung/P 2 fehlt, P 1 ungleich Lemma

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Adrian Müller: Das sind die neuen S-Bahn-Doppelstöcker. 1700 Plätze und viel mehr Stauraum: Heute wurden die neuen Doppelstöcker von Stadlerrail erstmals der Öffentlichkeit vorgeführt. In: 20min.ch. 20 Minuten AG, 3. Juni 2010, abgerufen am 20. März 2015 (Bericht der Vorstellung des Zuges).
  2. Medienmitteilung von Stadler: Stadler präsentiert den KISS, 22. September 2010
  3. Start in das neue Ausbildungsjahr beim Schienenfahrzeughersteller Stadler Pankow; 5. September 2015; Stadler Pankow GmbH
  4. Neue KISS-Doppelstöcker der Zürcher S-Bahn mit Fahrgästen unterwegs auf bahnonline.ch
  5. Neuer Liniennetzplan mit S-Bahn 2013 (PDF; 1.6 MB)
  6. SBB bestellt weitere 24 RegioExpress-Doppelstockzüge. Pressemitteilung der SBB. Abgerufen am 17. April 2010.
  7. NZZ: Weitere Doppelstockzüge für die SBB
  8. Besserer Takt und Zeitgewinn. auf sbb.ch
  9. Frankreich steigt bei Westbahn ein. In: wien.orf.at, 23. August 2011. Abgerufen am 23. August 2011.
  10. Gefährliches Treffen auf der Westbahn. In: Kurier.at. 10. Dezember 2012, abgerufen am 4. September 2013.
  11. Elektrischer Doppelstocktriebzug KISS für die WESTbahn Management GmbH, Österreich (PDF; 237 kB), Datenblatt von Stadler Altenrhein AG
  12. Westbahn kauft neue Züge, Der Standard, 11. Mai 2015
  13. Westbahn to order more trains, Railway Gazette International, 12. Mai 2015
  14. BLS buys double-deckers for Bern S-Bahn railwaygazette.com, 30. März 2010 (englisch)
  15. Elektrischer Doppelstocktriebzug KISS für die BLS AG, S-Bahn Bern, Schweiz, Datenblatt von Stadler Altenrhein AG
  16. a b Fahrzeuge - Niederflur-Doppelstocktriebzug RABe 515 (MUTZ) auf bls.ch
  17. Fahrplanwechsel 2012 Medienmitteilung der BLS: Der MUTZ fährt neu auf der S1
  18. a b MUTZ-Taufen in Köniz und Schwarzenburg. In: www.koeniz.ch. Abgerufen am 17. März 2016.
  19. Neubau beim Bahnhof Guemligen öffnet seine Türen
  20. Neue Haltestelle Lyss-Grien feierlich eingeweiht
  21. Details- Agglomération de Fribourg. In: www.agglo-fr.ch. Abgerufen am 17. März 2016.
  22. Medienmitteilung von Stadler: Größter Auftrag in der Geschichte der Stadler Pankow GmbH, 11. Januar 2010
  23. http://www.eurailpress.de/article/view//netz-stadtbahn-odeg-ordert-stadler-dosto-triebwagen.html
  24. Elektrischer Doppelstocktriebzug KISS für die BeNEX GmbH/NEtINEra Deutschland GmbH (PDF; 1,3 MB), Datenblatt von Stadler Pankow GmbH
  25. First ODEG KISS in test comercial service. In: Railvolution. Band 12, Nr. 1, 2012, S. 26.
  26. Neue Odeg-Flotte ausgebremst. 23. Oktober 2012, abgerufen am 14. November 2012.
  27. Eisenbahnbundesamt lässt erste KISS-Züge der Odeg zu. 21. Dezember 2012, abgerufen am 22. Dezember 2012.
  28. Erstes ODEG-KISS-Fahrzeug im Fahrgasteinsatz. 8. Januar 2013, abgerufen am 11. Januar 2013.
  29. EINSTEIGEN BITTE, IN DEN KISS AUF DER RE2. 10. März 2013, abgerufen am 13. März 2013.
  30. Revisionsdaten [0445 KISS.] 21. Juni 2013, abgerufen am 25. Juni 2013.
  31. Revisionsdaten ET 445.115. 19. August 2013, abgerufen am 19. August 2013.
  32. ODEG KISS "Zugtaufe in Eberswalde". 19. August 2013, abgerufen am 19. August 2013.
  33. Elektrischer Doppelstocktriebzug KISS für die Société Nationale Chemins de Fer Luxembourgeois (CFL) (PDF; 2,3 MB) www.stadlerrail.com. Abgerufen am 9. Februar 2013.
  34. Jaromír Pernička: CFL KISS Dynamic Testing Begins. In: Railvolution. Nr. 1, 2013, S. 6.
  35. Die CFL nimmt neue Doppelstock-Triebzüge in Betrieb (PDF; 360 KB) www.cfl.lu. Abgerufen am 26. Mai 2015.
  36. a b Résumé des travaux du 18 mars 2015. Le Gouvernement du Grand-Duche de Luxembourg, 18. März 2015, abgerufen am 19. März 2015 (französisch).
  37. Datenblatt Elektrischer Doppelstocktriebzug KISS für Alpha Trains (PDF; 608 kB)
  38. Railway Gazette International, 8. Februar 2013: Stadler trains ordered for WestfalenBahn services
  39. Bericht der WestfalenBahn über den Festakt zum Betriebsstart der WestfalenBahn auf den EMIL-Linien RE 15, RE 60 und RE 70
  40. aeroexpress.ru, 13. November 2014: Stadler shipped the first double deck Aeroexpress train to Moscow
  41. Stadler Rail: „Stadler gewinnt S-Bahn-Auftrag in Moskau“, 13. Februar 2013
  42. KISS Double-Decker Electric Railcar for the Azerbaijan Railways, Stadler-Datenblatt, abgerufen am 20. Mai 2015
  43. Railway Gazette International, 14. Mai 2015: Stadler to supply double-deck EMUs to Azerbaijan
  44. Jaromír Pernička: Stadler's 1,520 mm-Gauge Activities. In: Railvolution. Nr. 1, 2013, S. 36–38.
  45. Datenblatt Elektrischer Doppelstocktriebzug KISS für die Aeroexpress, Moskau (PDF; 2,8 MB)
  46. У "Аэроэкспресса" возникли сложности с двухэтажными поездами
  47. Новая электричка уже в Баку
  48. a b c d e f g h i j k l m n o p Stadler Rail AG, Marketing & Kommunikation (2014): Elektrischer Doppelstocktriebzug KISS für die Société Nationale Chemins de Fer Luxembourgeois (CFL).abgerufen am 9. November 2014.
  49. a b c d e f g h i j k l m n o p q Stadler Rail AG, Marketing & Kommunikation (2014): Elektrischer Doppelstocktriebzug KISS für die BeNEX GmbH/NETINERA Deutschland GmbH.abgerufen am 9. November 2014.
  50. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v Dipl-Ing. Ronny Wandtke: Neuentwicklungen der Stadler Pankow GmbH. Präsentation von Stadler Pankow bei der 40. Schienenfahrzeugtagung 2011 in Graz. 15. September 2011, abgerufen am 17. März 2015 (PDF; 3,88 MiB, deutsch).
  51. Stadler Rail AG, Marketing & Kommunikation (2014): Elektrischer Doppelstocktriebzug KISS für Alpha Trains.abgerufen am 9. November 2014.