Stadt-Express

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Dieser Artikel beschreibt eine Gattung von Vorortzügen, von der Deutschen Bundesbahn entwickelt. Für den Schnellzug und den Städteschnellverkehr der Deutschen Reichsbahn siehe Städteexpress. Für den Schnellzug der Schweizerischen Bundesbahnen siehe Städteschnellzug.

Der Stadt-Express (SE), früher teilweise City-Bahn (CB), war eine Zuggattung der Deutschen Bahn, die Ballungsgebiete mit dem weiteren Umland verband. Diese Zuggattung wird von den Zweckverbänden, die die Nahverkehrsleistungen bestellen, jedoch immer noch gewünscht. Dies führt dazu, dass auch heute Nahverkehrslinien, die von privaten Anbietern betrieben werden, die Bezeichnung Stadt-Express führen.

Konzept[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Stadt-Express hatte eine Erschließungsfunktion im weiteren Umland und hielt dort an jedem Bahnhof. Im von anderen Nahverkehrszügen (S-Bahn, Regionalbahn) erschlossenen Kerngebiet des Ballungsraumes fuhr er jedoch beschleunigt wie ein Regional-Express, es wurden also nur die wichtigsten Bahnhöfe bedient.

Nicht alle Stadt-Express-Linien entsprachen streng diesem Konzept, einige Linien bedienten auch im Kernbereich alle Stationen (ausgenommen reine S-Bahn-Halte).

Der Stadt-Express gehörte zum Nahverkehr und war damit zuschlagsfrei.

Heutige Situation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Deutsche Bahn hat die Produktkennungen SE bzw. CB vom Markt genommen. Die Leistungen werden seitdem durch Regionalbahn- oder Regional-Express-Verkehre erbracht. Einige dieser Linien entsprechen vom Konzept den früheren Stadt-Express-Linien:

Beispielsweise hält der Regional-Express RE 22 Eifel-Express zwischen Köln Hauptbahnhof und Bahnhof Kall nur an wichtigen Halten, anschließend wird bis Bahnhof Gerolstein an allen Stationen gehalten. Die nicht stündlich verkehrende Linie RE 12 Eifel-Mosel-Express fährt dagegen auch in diesem Abschnitt ohne Bedienung der Zwischenhalte durch.

Seit dem 13. Dezember 2015 wird auch auf der Linie SE 15 zwischen Leipzig und Saalfeld/Saale die Bezeichnung Stadt-Express verwendet. Dieser wird von Abellio Rail Mitteldeutschland betrieben.[1]

Sonderfall RMV[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Hessen wurde die Bezeichnung seitens des Bestellers RMV noch bis zum Fahrplanwechsel im Dezember 2016 verwendet. Es gab dort bis dahin mehrere SE-Linien, die dazu dienen, das hessische Umland abseits des Rhein-Main-Gebietes gut an die Metropole Frankfurt am Main und dessen zentralen Umsteigeknoten Frankfurt Hauptbahnhof anzubinden. Sofern die Deutsche Bahn Betreiber war, wurden die Züge aber ihrerseits als Regionalbahn oder Regional-Express geführt.

Seit dem Fahrplanjahr 2017 werden alle bisherigen SE-Linien auch beim RMV als Regionalbahnen (RB) geführt.[2]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.abellio.de/de/mitteldeutschland/linien-reisetipps/linienuebersicht/linien/se-15
  2. Rhein-Main-Verkehrsverbund: Änderung der Liniennummern. In: www.rmv.de. Abgerufen am 2. Januar 2017.