Stadt Trier (Schiff, 1960)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Stadt Trier
namenlos in Halle (August 2021)
namenlos in Halle (August 2021)
Schiffsdaten
Flagge DeutschlandDeutschland Deutschland
andere Schiffsnamen
  • Captain Fu
Schiffstyp Tagesausflugsschiff
Bauwerft Schmidt, Oberkassel
Stapellauf 1960
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
25,00 m (Lüa)
Breite 5,00 m
Tiefgang max. 1,2 m
Maschinenanlage
Maschinen-
leistungVorlage:Infobox Schiff/Wartung/Leistungsformat
240 PS (177 kW)
Transportkapazitäten
Zugelassene Passagierzahl 200

Stadt Trier war der Name eines deutschen Ausflugsschiffs.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt Trier wurde auf der Schiffswerft Schmidt in Oberkassel gebaut und war zunächst viele Jahre lang auf der Mosel im Einsatz. Registriert war das Schiff damals in Bernkastel-Kues.[1] 2012 wurde es auf der Schiffswerft Georg Placke in Aken an der Elbe umgebaut und erhielt unter anderem ein offenes Sonnendeck.

Ab 2013 fuhr das Schiff unter dem Namen Captain Fu[2] für die Weißenfelser Personenschifffahrt.[3] Seinen Heimathafen unter dem Namen Captain Fu hatte es zuletzt in Merseburg.[4] 2016 drangen Einbrecher in das Schiff ein und zerstörten Teile der Innenausstattung. Unter anderem verschütteten sie Brandbeschleuniger. Eine Zeugin verhinderte Schlimmeres.[5]

Bereits im Jahr 2020 wurde gemutmaßt, das Schiff werde als Händel III nach Halle an der Saale gehen.[4] Im Juni 2021 holte der neue Eigner Rüdiger Ruwolt das Schiff dann ab. In Halle war eine Weiternutzung der einstigen Stadt Trier als Veranstaltungsschiff geplant; außerdem sollten damit gelegentlich Ausflugsfahrten nach Merseburg angeboten werden.

Detlef Furchheim, der das Schiff als Captain Fu betrieben hatte, wollte nach dem Verkauf des Schiffes den Standort Merseburg zwar nicht ganz aufgeben, ersetzte das alte Fahrgastschiff aber nur durch ein selbstgebautes Floß mit einer Kapazität von 24 Passagieren und einem 20-PS-Motor, dem er die Fahreigenschaften eines nassen Schwammes zuschrieb: „Mit einem Schiff kann man in dieser Gegend kein Geld verdienen“, kommentierte er den Verkauf der Captain Fu.[6] Vor dem Kauf der Captain Fu hatte Furchheim sein Glück – allerdings von Weißenfels aus – bereits mit kleineren Schiffen versucht, worüber im Jahr 2010 auch in der Fernsehserie Das neue Leben berichtet worden war.[7] Begonnen hatten Furchheim und seine Lebensgefährtin offenbar 2008 mit dem Traumschiff,[8] zu dem sich für kurze Zeit ab 2010 noch die Reeperbahn gesellte.[9]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dieter Schubert: Deutsche Binnenfahrgastschiffe. Illustriertes Schiffsregister, Uwe Welz Verlag Berlin 2000, ISBN 3-933177-10-3, S. 110 f.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: ENI 04304180 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dieter Schubert: Deutsche Binnenfahrgastschiffe. Illustriertes Schiffsregister, Uwe Welz Verlag Berlin 2000, ISBN 3-933177-10-3, S. 110
  2. Stadt Trier - FGS - 04304180 auf www.binnenschifferforum.de; hier sind gegenüber Schubert z. T. etwas andere Daten zum Schiff zu finden.
  3. sus, Das Schiff: Für 200 Passagiere, 4. Mai 2013 auf www.mz.de
  4. a b Captain Fu - FGS - 04304180 auf www.binnenschifferforum.de
  5. Nach Anschlag auf Fahrgastschiff: Captain Fu soll wieder ablegen, 9. November 2016 auf www.mz.de
  6. Robert Briest, Captain Fu ohne „Captain Fu“. Merseburger Schiffsmann startet mit neuem Floß auf der Saale durch, in: Merseburger Zeitung, 11. Juni 2021, online auf www.mz.de
  7. Schiff ahoi - Arbeitslosigkeit ade auf www.wunschliste.de
  8. „Jetzt hab ich mein eigenes Traumschiff“, 28. August 2008 in Frau von Heute (Digitalisat des Artikelanfangs)
  9. Elke Jäger, Merseburg: «Reeperbahn» am Saale-Ufer, 27. März 2011 auf www.mz.de