Stadtbahn Dortmund

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Stadtbahn.svg
Stadtbahn Dortmund
Liniennetz Stadtbahn Dortmund.png
Basisdaten
Staat Flag of Germany.svg Deutschland
Stadt Coat of arms of Dortmund.svg Dortmund
DEU Luenen COA.svg Lünen
Verkehrsverbund VRR
Eröffnung 15. Mai 1976
Linien 8[1][Anmerkung 1]
Streckenlänge 75 km
Stationen 125
Tunnelstationen 30
Fernbahnhöfe 1
Nutzung
Kürzester Takt 5 Minuten
Passagiere ≈130 Mio. pro Jahr (2007)[2]
Fahrzeuge 64 B80C, 10 B100S (ex Bonn), 47 NGT8
Betreiber DSW21
Spurweite Normalspur (1435 mm)
Stromsystem 750 V Gleichstrom

Die Stadtbahn Dortmund ist ein zur Stadtbahn Rhein-Ruhr gehörendes Stadtbahnsystem der nordrhein-westfälischen Großstadt Dortmund und wird von den Dortmunder Stadtwerken betrieben. Das Netz mit acht Linien hat eine Länge von 75 Kilometern, davon 20,5 Kilometer im Tunnel. Von den 125 Stationen liegen 98 an der Oberfläche und 27 unterirdisch.

Die Stadtbahn ging mit einem 4,1 Kilometer langen Schnellstraßenbahnabschnitt zwischen Kirchderne und Grevel in Betrieb und wurde zunächst mit der Straßenbahnlinie 2 (Später 402/406, heute U42) betrieben. Die erste Tunnelstrecke ist im Stadtteil Hörde am 27. Mai 1983 in Betrieb gegangen. Diese erste Tunnelstrecke wurde von den Straßenbahnlinien 401 und 406 bis zur offiziellen Stadtbahneröffnung am 2. Juni 1984 befahren. Danach wurde dort die Stadtbahnlinie U41 in Betrieb genommen.

Übersicht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Stadtbahnnetz setzt sich aus drei Stammstrecken zusammen, die sich als Dreieck im Stadtzentrum kreuzen und sich teilweise zu den Vororten verästeln. Die drei Kreuzungsbahnhöfe sind Kampstraße, Reinoldikirche und Stadtgarten. Innerhalb des Stadtbahnbahnhofs Stadtgarten befindet sich auch die Betriebsleitstelle.

Als neueste Stadtbahnstrecke wurde die Ost-West-Strecke fertiggestellt. Sie wird auch als Stammstrecke III bezeichnet. Die Linien U43 und U44 wurden am 27. April 2008 offiziell zum Fahrbetrieb freigegeben. Sie ersetzten die bisherigen Straßenbahnlinien 403 und 404.

Das Netz gliedert sich in zwei Teilnetze. Die Äste der Stammstrecken I (Leopoldstraße–Markgrafenstraße) und II (Brunnenstraße–Stadtgarten) sind Hochflur-Stadtbahnstrecken. Dagegen wird die Stammstrecke III mit Mittelflur-Stadtbahnwagen befahren. Sie ähnelt daher eher einer U-Straßenbahn, wird aber im Streckennetz als Stadtbahn geführt (siehe Bezeichnung mit U + die 4 als Bereichskennziffer für Dortmund + eine weitere Ziffer).

Liniennetz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende acht Linien werden an allen Tagen betrieben[1]:

Linie Verlauf Takt Haltestellen
(U-Bahnhöfe)
Fahrzeugeinsatz
U 41 Brambauer Verkehrshof1 Brambauer Krankenhaus – Lünen, Herrentheystraße – Dortmund, Oetringhauser Straße – Brechten Zentrum2 Wittichstraße – Maienweg – Waldesruh – Grävingholz – Externberg – Amtsstraße – Zeche Minister Stein Güterstraße – Fredenbaum Immermannstraße/Klinikzentrum Nord Lortzingstraße – U Münsterstraße U Leopoldstraße – U Dortmund Hbf Deutsche Bahn AG-Logo.svg S-Bahn U Kampstraße Stadtbahn U Stadtgarten Stadtbahn U DO-Stadthaus S-Bahn U Markgrafenstraße – U Märkische Straße U Karl-Liebknecht-Straße – U Willem-van-Vloten-Straße – U DO-Hörde, Bahnhof Deutsche Bahn AG-Logo.svg U Dortmund, Clarenberg3
Diese Linie verkehrt auf der Stammstrecke I
20 min (1–2)
10 min (2–3)
28 (12) B80C/6, B80C/8
U 42 DO-Grevel Droote – Scharnhorst Zentrum Flughafenstraße – Gleiwitzstraße – Kirchderne Franz-Zimmer-Siedlung – Schulte Rödding – Bauernkamp – An den Teichen – Burgholz – Eisenstraße – Glückaufstraße – U Brunnenstraße – U Brügmannplatz – U Reinoldikirche Stadtbahn U Stadtgarten Stadtbahn U Städtische Kliniken U DO-Möllerbrücke S-Bahn U Kreuzstraße – Theodor-Fliedner-Heim – An der Palmweide – Am Beilstück – Barop Parkhaus Eierkampstraße – Harkortstraße – Hombruch Hallenbad – Dortmund, Grotenbachstraße
Diese Linie verkehrt auf der Stammstrecke II
10 min 28 (8) B80C/6, B100S
U 43 DO-Dorstfeld Betriebshof1 Wittener Straße – Ottostraße – Ofenstraße – Heinrichstraße – U Unionstraße – U Westentor2 U Kampstraße Stadtbahn U Reinoldikirche Stadtbahn U Ostentor – Lippestraße – Funkenburg – Von-der-Tann-Straße – Berliner Straße – Am Zehnthof – Juchostraße – Rüschebrinkstraße – Pothecke – Knappschaftskrankenhaus – Oberdorfstraße – Brackel Kirche – Brackel Verwaltungsstelle – In den Börten3 Döringhoff – Businkstraße – Asseln, Aplerbecker Straße – Am Hagedorn – Ruckebierstraße – Zugstraße – Eichwaldstraße – Bockum Weg – Wickede Post – Dollersweg – DO-Wickede S-Bahn4
Diese Linie verkehrt auf der Stammstrecke III
10 min (1–2, 3–4)
4/6 min (2–3)
34 (5) NGT8
U 44 Dortmund, Walbertstraße/Schulmuseum DO-Marten Süd S-Bahn Auf dem Brümmer – Poth – Dorstfeld Betriebshof – Wittener Straße – Ottostraße – Ofenstraße – Heinrichstraße – U Unionstraße – U Westentor2 U Kampstraße Stadtbahn U Reinoldikirche Stadtbahn Geschwister-Scholl-Straße – Enscheder Straße – Borsigplatz Vincenzheim – Dortmund, Westfalenhütte
Diese Linie verkehrt auf der Stammstrecke III
10 min 19 (4) NGT8
U 45 Dortmund, Fredenbaum Immermannstraße/Klinikzentrum Nord Lortzingstraße – U Münsterstraße U Leopoldstraße – ) U Dortmund Hbf Deutsche Bahn AG-Logo.svg S-Bahn U Kampstraße Stadtbahn U Stadtgarten Stadtbahn U DO-Stadthaus S-Bahn U Markgrafenstraße – U Westfalenpark Remydamm – U Westfalenhallen
Diese Linie verkehrt auf der Stammstrecke I. Während der HVZ wird die Linie bis zur Haltestelle Fredenbaum verlängert. Bei Veranstaltungen wird sie ab dem/bis zum Haltepunkt Stadion eingesetzt; ab Westfalenhallen verkehrt sie weiter als U46 in Richtung Brunnenstraße.
10 min 13 (7) B80C/8
U 46 U Dortmund, Brunnenstraße – U Brügmannplatz – U Reinoldikirche Stadtbahn U Stadtgarten Stadtbahn U Saarlandstraße – U Polizeipräsidium – U Dortmund, Westfalenhallen
Diese Linie verkehrt auf der Stammstrecke II. Bei Veranstaltungen wird diese Linie ab dem/bis zum Haltepunkt Brügmannplatz eingesetzt; ab Westfalenhallen fahren die Züge weiter auf der Linie U45 in Richtung Fredenbaum.
10 min 7 (7) B80C/8
U 47 DO-Westerfilde S-Bahn Obernette – Buschstraße – Parsevalstraße – Huckarde Bushof Deutsche Bahn AG-Logo.svg Huckarde Abzweig – Insterburger Straße – Hafen U Schützenstraße – U Leopoldstraße – U Dortmund Hbf Deutsche Bahn AG-Logo.svg S-Bahn U Kampstraße Stadtbahn U Stadtgarten Stadtbahn U DO-Stadthaus S-Bahn U Markgrafenstraße – U Märkische Straße Kohlgartenstraße – Voßkuhle – Lübkestraße – Max-Eyth-Straße – Stadtkrone Ost – Hauptfriedhof – Allerstraße/Westfälische Klinik für Psychiatrie Westendorfstraße – Schürbankstraße – DO-Aplerbeck
Diese Linie verkehrt auf der Stammstrecke I
10 min 27 (8) B80C/6, B80C/8
U 49 Dortmund, Hafen U Schützenstraße – U Leopoldstraße – ) U Dortmund Hbf Deutsche Bahn AG-Logo.svg S-Bahn U Kampstraße Stadtbahn U Stadtgarten Stadtbahn U DO-Stadthaus S-Bahn U Markgrafenstraße – U Westfalenpark Rombergpark DO-Hacheney
Diese Linie verkehrt auf der Stammstrecke I. Während der HVZ wird die Linie bis zur Haltestelle Hafen verlängert
10 min 11 (8) B80C/8

Hinzu kommen folgende zwei Verstärkungslinien, die nur bei Veranstaltungen im Westfalenstadion oder in den Westfalenhallen verkehren[Anmerkung 2]:

Linie Verlauf Takt Haltestellen
(U-Bahnhöfe)
U 45E U Dortmund Hbf Deutsche Bahn AG-Logo.svg S-Bahn U Kampstraße Stadtbahn U Stadtgarten Stadtbahn U DO-Stadthaus S-Bahn Markgrafenstraße – U Westfalenpark Dortmund, Stadion )
Diese Linie verkehrt nur bei Veranstaltungen auf der Stammstrecke I
7 (6)
U 46E U Dortmund, Brunnenstraße – U Brügmannplatz – U Reinoldikirche Stadtbahn U Stadtgarten Stadtbahn U Saarlandstraße – U Polizeipräsidium – U Westfalenhallen Dortmund, Stadion )
Diese Linie verkehrt nur bei Veranstaltungen auf der Stammstrecke II
8 (7)

Erläuterungen zu den Linientabellen:

  • Verlauf der Linie teilweise
    • in Klammern: auf den betreffenden Abschnitt zeitweise kein Betrieb
    • in fetter Schrift: betreffender Abschnitt verläuft im Tunnel und besitzt nur U-Bahnhöfe
  • Umsteigemöglichkeiten: Wenn neben dem Haltestellennamen
    • Deutsche Bahn AG-Logo.svg steht, zum Regionalverkehr
    • S-Bahn steht, zur S-Bahn
    • Stadtbahn steht, zu (kreuzenden) Stadtbahn-Linien

Takt: Dargestellt ist der Takt montags-samstags tagsüber, etwa zwischen 5 und 20 Uhr. Im Abendverkehr ab etwa 20 Uhr bis etwa 24 Uhr sowie sonntags ganztägig wird auf allen Linien ein 15-Minutentakt angeboten (U45 und U49 ab ca. 22 Uhr im 30-Minutentakt). Von Betriebsbeginn zwischen 3:00 und 4:30 Uhr bis ca. 5 Uhr morgens wird in der Regel im 20-Minutentakt gefahren.

An den Haltepunkten Dortmund Stadthaus, Dortmund Möllerbrücke, Dortmund-Westerfilde, Dortmund-Marten Süd, Dortmund-Wickede und Dortmund Hauptbahnhof gibt es Umsteigemöglichkeiten zur S-Bahn Rhein-Ruhr. Der Haltepunkt Hörde liegt in fußläufiger Distanz zum Bahnhof Dortmund-Hörde und bietet Umsteigemöglichkeiten ins Regionalverkehrsnetz der Deutschen Bahn.

Innerhalb der Stadtbahn Rhein-Ruhr ist das Dortmunder Netz bislang das engmaschigste. Wie die Liniennetzpläne der Stadtbahn Rhein-Ruhr zeigen, konnte – anders als in anderen Städten wie beispielsweise in Duisburg – der zu großen Teilen mit Landesmitteln finanzierte ursprüngliche Netzausbau bisher weitgehend verwirklicht werden.

Fahrzeuge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Typ Baujahr Fahrzeugnummern Bemerkungen
B80C/6 (B6C) (Stadtbahnwagen Typ B) 1986–1993 301–343
B80C/8 (B8C, Umbau aus B6C) 1996 344–354
B80C/8 (B8C) (Stadtbahnwagen B) 1996–1999 355–364
B100S (B1C) (Stadtbahnwagen B, ex Bonn) 1973–1974, Umbau 2003–2010 401 (Ursprünglich 365)–410 Umbau von 7467 zu 411 abgebrochen, 2013 verschrottet, 7351 und 7454 abgestellt, 2006 verschrottet
NGT8 (U43/44) (Bombardier Flexity) 2007–2012 1–47
N6C (Stadtbahnwagen N) 1980, Umbau 1996 902 Arbeitswagen, Umbau aus N8C 142 nach Unfall im Jahre 1988
Arbeitsbeiwagen (ex GT8) 1985 911 Schotterselbstentlader, Eigenbau DSW aus GT8
Windhoff-Arbeitsbeiwagen 2007 912 Schienenschleiflore
Arbeitsbeiwagen (ex GT8) 1982 917 Gleistransportlore mit Kranaufbau, Eigenbau DSW aus GT8
Schöndorff-Vorkriegsstraßenbahnwagen 1930 259 Seit 1993 in der DASA als Leihgabe

Nach der Inbetriebnahme der B100S-Stadtbahnwagen im Jahr 2005, welche 2003 von den Stadtwerken Bonn gekauft wurden und zuvor auf der Stadtbahn Bonn eingesetzt wurden, gab es zunächst zahlreiche Verspätungen durch die unzuverlässigen Gebrauchtwagen. Grund dafür waren zunächst die wartungsaufwendigen Drucklufttüren, welche zur vorübergehenden Behebung der regelmäßigen Probleme zwischen 2007 und 2010 durch neue elektrische Türen der Fahrzeugtechnik Dessau ersetzt wurden (Welche auch in den modernisierten B100S der Stadtbahn Essen benutzt werden). Da die Fahrzeuge jedoch weiterhin unzuverlässig sind, werden die Wagen ab voraussichtlich 2020 ausgemustert.

Im Dezember 2013 gab die DSW21 bekannt, dass bis zum Jahr 2025 alle Hochflurwagen modernisiert werden sollen. Der Umbau der Stadtbahnwagen soll 2018 beginnen, zudem sollen 20 bis 26 neue Hochflurbahnen bestellt, die ex-Bonner B100S werden ausgemustert.[3] Im Juni 2015 wurde ein Auftrag für die Lieferung von 24, sowie zwei weiteren optional, neuen Hochflurstadtbahnwagen ausgeschrieben.[4] Dieser wurde im April 2018 an das Unternehmen HeiterBlick vergeben, welches die 24 neuen Fahrzeuge bis 2020 ausliefern soll. Zudem soll die vollständige Modernisierung aller alten Hochflurwagen bis spätestens 2028 vollendet sein.[5]

Fahrplan[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grundsätzlich fahren die Züge im 10-Minuten-Takt (Brambauer: 20 Min), sonntags und ab dem frühen Abend im 15-Minuten-Takt (Brambauer: 30 Min). Die Linie U43 wird zwischen Westentor und Brackel auf einen 5-Minuten-Takt verdichtet; alle anderen Stadtbahnlinien verkehren nur zu besonderen Anlässen wie z. B. bei Fußballspielen von Borussia Dortmund im 5-Minuten-Takt. An Großveranstaltungen endet der Fahrbetrieb nicht wie üblich zwischen Mitternacht und 1 Uhr, sondern wird im 30-Minuten-Takt bis 3 Uhr verlängert.

Linie Takt Verkehrszeiten (werktags)
U41 Brechten: 10 min, abends/sonntags 15 min
Brambauer: 20 min, abends/sonntags 30 min
3:10 – 1:10
U42 10 min, abends/sonntags 15 min 3:50 – 0:50
U43 5–10 min, abends/sonntags 15 min 3:00 – 1:15
U44 10 min, abends/sonntags 15 min 3:45 – 0:50
U45 10 min, abends/sonntags 15/30 min 4:00 – 1:15
U46 10 min, abends/sonntags 15 min 4:10 – 0:15
U47 10 min, abends/sonntags 15 min 3:45 – 0:10
U49 10 min, morgens zur HVZ 5 min, abends/sonntags 15/30 min 4:20 – 0:10

Am Hauptbahnhof (Abstellanlage Leopoldstraße) wechseln die ankommenden Züge der U45 zur Linie U49 und umgekehrt. Montags bis freitags in der Hauptverkehrszeit (15–18 Uhr) geschieht dies zum Teil am Hafen und am Fredenbaum (als U49 zum Hafen, als U45 zurück, von der U45 kommend nach Fredenbaum, von dort als U49 nach Hacheney).

Ehemalige Linienverläufe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der folgenden Tabelle werden die ehemaligen Fahrpläne der Dortmunder Straßen- und Stadtbahn seit 1965 aufgeführt.[6]

Stadtbahn in Planung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tunnelröhre der Ost-West-Strecke zwischen Reinoldikirche und Ostentor während der Bauphase

Nachdem das 1982 aufgestellte und 1991 fortgeschriebene Betriebskonzept der Stadtbahn Dortmund mit Fertigstellung der Ost-West-Strecke nahezu vollständig umgesetzt wurde, fasste der Rat der Stadt Dortmund am 14. Februar 2008 den Beschluss über ein Stadtbahnentwicklungskonzept, das die Prioritäten für den künftigen Ausbau vorgibt und das aus einer Untersuchung von 24 Maßnahmenvorschlägen hervorgegangen ist.[7]

Priorität 1 (sogenannter Korb 1) umfasst dabei alle in Bau oder Vorbereitung befindlichen Maßnahmen:

  • auf der Ost-West-Strecke einschließlich der Strecke zur Westfalenhütte (Linien U43/44)
    • Fertigstellung der Tunnelabschnitte (im April 2008 erfolgt)
    • Anpassung der oberirdischen Abschnitte der Ost-West-Strecke an den mittelflurigen Stadtbahnwagen (bis 2010)
    • Ausbau des Abschnittes in Asseln auf zwei Gleise (2009 erfolgt)
    • Ertüchtigung der Fahrstromversorgung
  • auf den Hochflur-Stadtbahnstrecken
    • Aufzugsnachrüstungen in den U-Bahnhöfen Leopoldstraße (2011 erfolgt), Münsterstraße, Märkische Straße und Rombergpark[8][9]
    • barrierefreier Ausbau der Haltestellen Kirchderne, Flughafenstraße und Droote (Linie U42 – erfolgt)
    • Umbau und Erweiterung des U-Bahnhofs Hauptbahnhof (Verbreiterung der Seitenbahnsteige, neuer Zugang – seit Herbst 2014 in Bau, Fertigstellung voraussichtlich Ende 2019)[10]
    • zweigleisiger Ausbau zwischen Bushof und Abzweig in Huckarde einschließlich barrierefreiem Ausbau der Haltestelle Abzweig (Linie U47)
  • im Zuge des Umbaus der Bundesstraße 1 zur Bundesautobahn 40 (Linie U47 Richtung Aplerbeck)
    • niveaufreie Unterfahrung der Straßenfahrbahn Richtung Osten zur Marsbruchstraße (seit 14. November 2016 im Liniendienst befahren, Restarbeiten noch nicht abgeschlossen)[11]
    • Umbau der Haltestellen Kohlgartenstraße, Max-Eyth-Straße, Stadtkrone Ost und Vosskuhle/Lübkestraße

Priorität 2 (Korb 2) umfasst Maßnahmen im Bestandsnetz so wie Streckenergänzungen mit positivem Nutzen-Kosten-Verhältnis und günstigen Folgekosten:

  • städtebaulich integrierter, barrierefreier Ausbau der Rheinischen Straße im Zuge der Weststrecke (Linien U43/44, im Anschluss an die Tunnelrampe Heinrichstraße)
  • barrierefreier Ausbau der Ost-West-Strecke und der Strecke zur Westfalenhütte

Priorität 3 (Korb 3) umfasst strategische Maßnahmen, für die eine Trassensicherung erfolgen soll:

  • Verlängerung der Linie U49 von Hacheney nach Wellinghofen/Godekinstraße
  • Verlegung der Strecke zwischen Borsigplatz und Rampe Weißenburger Straße (Linie U44) in die Weißenburger Straße
  • niveaufreier Ausbau der Kreuzung Eisenbahn/Stadtbahn in Obernette (Linie U47)
  • Abzweig der Linie U47 von der Haltestelle Huckarde Abzweig nach Kirchlinde Schulzentrum (Nutzen-Kosten-Faktor 1,2 – jedoch jährliche Folgekosten von über 3 Millionen Euro)

Mit dem Stadtbahnentwicklungskonzept wurden die folgenden Maßnahmenvorschläge verworfen:

  • weitere Verlängerung der Erschließung Phoenix-West (s. o.) nach Berghofen
  • Verlängerung der Linie U42 von Grevel nach Lanstrop (Nutzen-Kosten-Faktor 1,13 – jedoch städtebaulich derzeit mit dem Dorfentwicklungsplan Grevel nicht vereinbar)
  • Verlängerung der Linie U47 in Aplerbeck
  • Abzweig der Linie U43 nach Wickede Dollersweg
  • Abzweig von der Linie U43 an der Haltestelle Am Zehnthof mit Führung auf der Trasse der ehemaligen Dortmunder Eisenbahn über Haltestelle Lübkestraße nach Neu-Schüren Markscheiderstraße (als Linie U48 bezeichnet)
  • Abzweig von der Linie U43 in die Wittener Straße und Führung zur Planetenfeldstraße oder dem Technologiepark (Verknüpfung mit Linie S1)
  • Verlängerung der Linie U46 von Westfalenhallen nach Löttringhausen in Parallellage zur Regionalbahnstrecke nach Hagen
  • Verbindungskurve vom Nordkopf des U-Bahnhofs Reinoldikirche (unten) zum Nordkopf des U-Bahnhofs Hauptbahnhof zur Verlegung des nördlichen Endpunktes der Linie U46 von der Brunnenstraße zum Hauptbahnhof
  • Abzweig der Linie U47 von Hauptfriedhof über Flughafen zum Bahnhof Holzwickede (Trassensicherung für eine mögliche Zukunftsoption)
  • Erschließung der Entwicklungsfläche Phoenix-West durch U45 oder U46
  • Verlängerung der Linie U44 in das Gebiet der Westfalenhütte
  • Verlängerung der Linie U41 von Clarenberg nach Overgünne (Nutzen-Kosten-Faktor 1,3 – bedarf einer weiteren Qualifizierung)

Maßnahmen nach dem Stadtbahnentwicklungskonzept[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Dezember 2012 gab das Dortmunder Tiefbauamt bekannt, welche künftigen Baumaßnahmen für die Dortmunder Stadtbahn erfolgen. Hierbei wurde, wie 2008 beim Stadtbahnentwicklungskonzept, in drei Prioritätenkorbe unterteilt.[12]

Priorität 1 (sogenannter Korb 1) umfasst dabei alle in Bau oder Vorbereitung befindlichen Maßnahmen:

  • auf der Ost-West-Strecke einschließlich der Strecke zur Westfalenhütte (Linien U43/44)
    • Ertüchtigung der Fahrstromversorgung
  • auf den Hochflur-Stadtbahnstrecken
    • Aufzugsnachrüstungen in den U-Bahnhöfen Münsterstraße, Märkische Straße und Rombergpark
    • barrierefreier Ausbau der Haltestellen Kirchderne, Flughafenstraße und Droote (Linie U42 – erfolgt)
    • Umbau und Erweiterung des U-Bahnhofs Hauptbahnhof (Verbreiterung der Seitenbahnsteige, neuer Zugang – seit Herbst 2014 in Bau, Fertigstellung voraussichtlich Ende 2019)
    • zweigleisiger Ausbau zwischen Bushof und Abzweig in Huckarde einschließlich barrierefreiem Ausbau der Haltestelle Abzweig (Linie U47)
  • im Zuge des Umbaus der Bundesstraße 1 zur Bundesautobahn 40 (Linie U47 Richtung Aplerbeck)
    • niveaufreie Unterfahrung der Straßenfahrbahn Richtung Osten zur Marsbruchstraße (am 14. November 2016 fertiggestellt und eröffnet)[11]
    • Umbau der Haltestellen Kohlgartenstraße, Max-Eyth-Straße, Stadtkrone Ost und Vosskuhle/Lübkestraße, mit Rückbau Westfalendamm

Priorität 2 (Korb 2) umfasst Maßnahmen im Bestandsnetz so wie Streckenergänzungen mit positivem Nutzen-Kosten-Verhältnis und günstigen Folgekosten:

  • städtebaulich integrierter, barrierefreier Ausbau der Rheinischen Straße im Zuge der Weststrecke (Linien U43/44, im Anschluss an die Tunnelrampe Heinrichstraße)
  • barrierefreier Ausbau der Ost-West-Strecke und der Strecke zur Westfalenhütte
  • Verlängerung der Linie U41 von Clarenberg nach Overgünne
  • Verlängerung der Linie U49 von Hacheney nach Wellinghofen

Priorität 3 (Korb 3) umfasst strategische Maßnahmen, für die eine Trassensicherung erfolgen soll:

  • Verlegung der Strecke zwischen Borsigplatz und Rampe Weißenburger Straße (Linie U44) in die Weißenburger Straße
  • Verlängerung der Linie U44 in das Gebiet der Westfalenhütte
  • Abzweig der Linie U47 von der Haltestelle Huckarde Abzweig nach Kirchlinde Schulzentrum
  • Erschließung der Entwicklungsfläche Phoenix West
  • Anbindung des Dortmunder Flughafens
  • Kreuzungsmaßnahme der DB-Güterstrecke in Obernette auf der Linie der U47

Planung Zweisystemstadtbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem Anfang der 90er Jahre in Karlsruhe eine Zweisystem-Stadtbahn nach dem Karlsruher Modell eingeführt wurde, kamen auch in Dortmund Überlegungen für mehrere Regional-Stadtbahnlinien nach diesem Prinzip auf. Eine Linie sollte auf der Strecke der Volmetalbahn verkehren und in den Städten Dortmund, Hagen und Lüdenscheid durch Nutzung von Stadtbahnstrecken die Innenstädte besser erschließen. Die Planungen für eine solche Linie wurden trotz des hohen verkehrlichen Nutzens auf Grund der Kosten verworfen. Ebenfalls existieren Planungen zur Anbindung der Stadt Bergkamen, die heute nicht vom Schienenpersonennahverkehr bedient wird. Im Rahmen einer technischen Voruntersuchung wurden für diese Linie verschiedene Varianten untersucht, darunter eine Verlängerung der U42 auf eigenen Stadtbahngleisen bis Bergkamen oder eine Führung über die Strecke der Deutschen Bahn zum Dortmunder Hauptbahnhof. Innerhalb Bergkamens existieren insgesamt fünf Varianten für die Streckenführung. Ab Bergkamen ist für diese Linie eine Weiterführung nach Hamm angedacht.[13] Aufgrund der Kosten von mehr als 120 Millionen Euro liegen die Planungen seit mehreren Jahren auf Eis.[14]

Bildergalerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Stadtbahn Dortmund – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Schienennetzplan Dortmund, Stand: Februar 2018, Download-Link
  2. stadtbahnbauamt.dortmund.de (PDF; 3,2 MiB) S. 3
  3. DSW modernisiert alle 64 Stadtbahn-Wagen in Dortmund. In: Derwesten.de. Abgerufen am 5. Januar 2015.
  4. Lieferauftrag – Stadtbahnwagen in Dortmund. In: ted.europa.eu. Abgerufen am 21. Juli 2015.
  5. Fahrgäste können Stadtbahnen bald selber absenken. In: Ruhrnachrichten.de. Abgerufen am 11. April 2018.
  6. Netzpläne der Straßenbahn/Stadtbahn Dortmund. In: bks-schildgen.de. Abgerufen am 15. November 2014.
  7. Stadt Dortmund, Drucksache Nr. 09233-07, abrufbar über das Gremieninformationssystem
  8. Herstellung der Barrierefreiheit inklusive Brandschutz Stadtbahnhaltepunkte Münsterstraße Märkische Straße und Rombergpark – Baulos 1c, 9 und 15. In: dortmund.de
  9. Neue Aufzüge frei gegeben. In: dortmund.de
  10. Umbau der U-Bahn-Station im Hauptbahnhof beginnt. In: ruhrnachrichten.de
  11. a b Baustelle auf der B1 – Darum fährt die U47 erst 2016 durch den Tunnel. In: ruhrnachrichten.de. Abgerufen am 13. Juni 2017.
  12. Maßnahmen nach dem Stadtbahnentwicklungskonzept. In: dortmund.de. Abgerufen am 16. November 2014 (PDF).
  13. Technische Voruntersuchung zur RegionalStadtBahn Dortmund – Bergkamen – Hamm. (PDF)
  14. Stadtbahn auf dem Abstellgleis. In: derwesten.de

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Der in der Info-Box angezeigte Linienplan ist nicht mehr aktuell.
  2. Es ist nicht mehr belegbar, ob zurzeit bei den Verstärkungsfahrten noch Liniennummern mit angehängtem „E“ verwendet werden.