Stadtbefestigung Bad St. Leonhard im Lavanttal


Die Stadtbefestigung Bad St. Leonhard im Lavanttal befindet sich in der Stadtgemeinde Bad St. Leonhard im Lavanttal im Bezirk Wolfsberg in Kärnten. Die Stadtbefestigung steht unter Denkmalschutz (Listeneintrag).
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Wahrscheinlich ging bedingt durch die Gold- und Silbergruben im frühen 11. Jahrhundert durch Kaiser Heinrich II. das obere Lavanttal an das Bistum Bamberg. Der Bamberger Bischof Otto I. gründete eine capella sancti Leonardi in Gaminare. Die Burg Gamanara wurde 1278 urkundlich genannt. Die Siedlung wurde 1311 als Stadt genannt, 1325 wurde das Stadtrecht verliehen, 1438 das Recht zur freien Richterwahl anerkannt. Die Blütezeit der Stadt bestand im Mittelalter durch den Bergbau, der ab dem 16. Jahrhundert verfiel. Eisenerz wurde bis 1876 abgebaut.
Beschreibung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Stadt im oberen Lavanttal liegt auf einer Schotterterrasse am linken Flussufer der Lavant. Die Westecke der Stadtbefestigung bildet die Burgruine Gomarn, welche auf einem Hügel steht, der zur Lavant steil abfällt. Unweit der Burgruine Gomarn steht östlich innerhalb der Stadtmauer die Filialkirche hl. Kunigund. Die Nordecke des Stadtbefestigung bildet das Schloss Ehrenfels.
Die Stadtbefestigung ist annähernd quadratisch angelegt und liegt im Winkel, den die Lavant und ihr linker Zufluss Feistritzbach bilden. Sie wird von einem langgestreckten Hauptplatz durchzogen. Die Stadtmauern aus dem 14. Jahrhundert sind an der Nordostseite und im Westen bis zu einer Höhe von 6 m erhalten. An der Südecke steht ein Rundturm.
An der Innenseite der Stadtmauer im nördlichen Bereich befindet sich ein turmartiger spätgotischer Bau mit einem abgefasten Rundbogenportal und darüber ein kleines Fenster und mit einem großen spätgotischen Fenster mit Stabgewände im Obergeschoß.
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Bad St. Leonhard im Lavanttal, Lageplan der Altstadt, Stadtmauern. In: Die Kunstdenkmäler Österreichs. Dehio Kärnten 2001. S. 39–40.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Koordinaten: 46° 57′ 48″ N, 14° 47′ 16,1″ O
