Stadtbus Winterthur

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Stadtbus Winterthur
Stadtbus Winterthur logo.svg
Basisinformationen
Unternehmenssitz Winterthur
Webpräsenz http://www.stadtbus.winterthur.ch/
Eigentümer Stadt Winterthur
Vorstand Stadtrat Stefan Fritschi
Betriebsleitung Thomas Nideröst
Verkehrsverbund Zürcher Verkehrsverbund
Mitarbeiter 341 Angestellte und 3 Auszubildende (2020)
Umsatz 51,7 Mio (2019)dep1
Linien
Trolleybus 4
Bus 10
Sonstige Linien 5 Nachtbuslinien
1 Museumsbus (Kleinbus-Taxi)
Trolleybusse 34 Gelenkwagen[1]
Busse 20 Solowagen
38 Gelenkwagen[1]
Statistik
Fahrgäste 30,2 Mio. pro Jahr
Fahrleistung 5,8 Mio. km pro Jahr
Haltestellen >250 auf Stadtgebiet
Einwohner im
Einzugsgebiet
0,15 Mio.
Länge Liniennetz
Buslinien >198 kmdep1
Betriebseinrichtungen
Betriebshöfe Depot Grüzefeld
Netzplan
Liniennetzplan Winterthur ab 15. Dezember 2019

Stadtbus Winterthur (bis Juni 2004 Winterthurer Verkehrsbetriebe, bis 1983 Verkehrsbetriebe Winterthur, bis 1940 Städtische Strassenbahn Winterthur, bis 1900 Winterthur–Töss) ist das am 13. Juli 1898 gegründete kommunale Verkehrsunternehmen der Stadt Winterthur und gehört zum Departement Technische Betriebe (DTB). Die Gesellschaft ist in den Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) integriert und betreibt in Winterthur und Umgebung zehn Stadt-, vier Überland- und fünf Nachtlinien. Mit knapp 300 Mitarbeitern sowie über 90 Fahrzeugen befördert Stadtbus Winterthur jährlich rund 27.5 Millionen Fahrgäste.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Strassenbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trolleybus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trolleybus Nummer 18 vor dem Museum Oskar Reinhard

Der Trolleybus ersetzte zwischen 1938 und 1951 sukzessive die vom gleichen Unternehmen betriebene Strassenbahn Winterthur. Nach dem Trolleybus in Lausanne war er der zweite neuzeitliche Trolleybusbetrieb der Schweiz.

Autobus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem bereits zwischen dem 1. Juli 1895 und dem 12. April 1897 Pferdeomnibus der Tram-Omnibus-Genossenschaft Winterthur durch die Stadt fuhren, verkehrten ab dem 20. Februar 1931 die ersten motorisierten Autobusse Winterthur nach Rosenberg. Hierfür wurden drei Wagen benötigt. Vorausgegangen war eine politische Debatte, in deren Folge das Stimmvolk am 6. April 1930 dem Autobus gegenüber dem weiteren Tramausbau den Vorzug gab.[3][4]

Im Oktober 1963 erfolgte die Inbetriebnahme der Regionalbus-Linie vom Winterthurer Stadthaus zum Flughafen Zürich.

Die Buslinie Waldheim–Grüzefeld–Oberwinterthur–Rychenberg wurde am 20. November 1967 eröffnet. Wieder eingestellt wurde sie am 21. Oktober 1974, wobei gleichzeitig die neue Buslinie Steig–Hauptbahnhof–Grüzefeld–Pfaffenwiesen ihren Betrieb aufnahm.

Am 1. Juni 1980 ging die Flughafenlinie der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) in Betrieb, seither stellt der Flughafenbus zu Zeiten mit niedrigem Verkehrsaufkommen nur noch die lokale Erschliessung auf die Strecke Winterthur–Bassersdorf sicher.

Am 8. Mai 1982 wurde die Schnellbus-Linie 12 zum Technorama in Oberwinterthur eröffnet, die mit Doppeldeckerbussen bedient wurde. Neu eröffnet wurden zudem die Linie 7 Lindenplatz–Eichliacker sowie die Linie Hauptbahnhof–Oberseen.

1983 erfolgte mit der erneuten Umbenennung auch die Einführung eines neuen Unternehmensauftritts. Der Bahnhofplatz wurde 1984 umgestaltet und der überdachte Busbahnhof erstellt, seither der zentrale Knoten des Winterthurer Nahverkehrsnetzes.

Trolleybus unter dem "Pilzdach" des Busbahnhofs beim Hauptbahnhof Winterthur

Die Eröffnung der Linie 9 Moosacker–Hegi erfolgte am 1. November 1986. Durch Änderungen von Linienverläufen wurde am 30. Oktober 1987 die neue Linie Steig–Lindenplatz via Zentrum Töss (Linie 8) eröffnet. Die Eröffnung der Linie 10 zwischen Hauptbahnhof und Oberwinterthur via Rychenberg erfolgte am 28. Oktober 1989.

Am 27. Mai 1990 wurde der Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) gegründet.

Im Juni 2004 erfolgte die Umbenennung der Winterthurer Verkehrsbetriebe in Stadtbus Winterthur. Gleichzeitig wurde ein neues Logo sowie neue Dienstkleidung eingeführt.

Im Dezember 2006 wurden die Linien 5 und 13 zur neuen Durchmesserlinie 5 durchgebunden, wodurch die Linie 13 Hauptbahnhof–Dättnau verschwand. Zeitgleich mit der Fertigstellung der neuen Bahnstation wurde die Linie 14 Hauptbahnhof–Bahnhof Hegi eröffnet.

Beim Fahrplanwechsel im Dezember 2008 wurde die Tangentiallinie 8 (Steig/Dättnau–Lindenplatz) aufgehoben. Dafür fährt die Buslinie 5 neu über Rosenau-Zentrum Töss zum Bahnhof und es wurden Taktverdichtungen auf der Linie 7 vorgenommen, die neu bis Niederfeld und ab 2010 mit der Fertigstellung einer Verbindungsstrasse bis zum Bahnhof Wülflingen fährt. Zudem wurde die Linie 15 (Hegifeld–Bahnhof Hegi–Hegifeld) neu eröffnet. Des Weiteren wurde die Linie 681 (Winterthur HB–Eidberg (–Schlatt bei Winterthur)) aufgehoben, diese Linie wird durch die Linie 9 kompensiert, die neu nur noch bis Bahnhof Seen fährt.

Seit Mitte März 2011 (Eröffnung des Einkaufszentrums Rosenberg) gibt es eine neue Regionallinie 674, die vom Hauptbahnhof via Rosenberg nach Seuzach fährt. Die Linie 676 (Winterthur–Rutschwil–Henggart) fährt seit diesem Zeitpunkt neu im Halbstundentakt.

Seit mit den Bauarbeiten für den neuen Bahnhofsplatz begonnen wurde verkehren die Linien 4 und 11 in einer neuen Linienführung. Die Linie 4 verkehrt direkt via Bushaltestelle Storchenbrücke in die Breite während die Linie 11 neu via Storchenbrücke und Tössfeld in die Steig fährt. Die Linie 11 fährt neu regelmässig und auf dem Weg zur Storchenbrücke gibt es mit Wylandbrücke eine neue Haltestelle.

Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2018 wurde die Linie 11 aufgehoben. Diese Linie wird durch die Linie 660 kompensiert, die neu über das Tössfeld verkehrt. Zudem wurde die Linie 7 mit der Linie 14 zusammengelegt. Neu fährt die Linie 7 vom Bahnhof Wülflingen über den Hauptbahnhof bis nach Chli-Hegi mit neuer Linienführung in Hegi.

Die Linienführung der Linie 9 wurde angepasst. Neu werden alle Haltestellen bis Betriebsende in beide Richtungen bedient.

Die Stadtlinien 1, 2, 3, 5 und 10 erhalten zusätzliche Frühverbindungen. Des Weiteren wurden bei den Linien 5, 7, 9 und 10 Taktverdichtungen vorgenommen.

Die Regionallinie 667 nach Neftenbach wird aufgehoben und mit der Linie 674 kompensiert, die neu von Pfungen via Neftenbach und Winterthur HB nach Seuzach verkehrt.

Die Regionallinie 610 fährt neu auf dem Abschnitt Wiesendangen, Bahnhof – Wasserfuri – Attikerstrasse – Gemeindehaus in beide Richtungen. Die Haltestelle Leingrüebler wurde aufgehoben.

Die Regionallinie 611 endet neu am Bahnhof Wiesendangen bzw. beim Schulhaus Gundetswil. Die Linienführung im Dorf Wiesendangen wurde analog der Linie 610 angepasst.

Bei allen Regionallinien wurde das Angebot verdichtet oder sogar neu hinzugefügt.

Linien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Winterthurer Trolley- und Autobus-Linien werden ausschliesslich mit Niederflurwagen betrieben. Während auf den Trolleybus-Linien ausschließlich Gelenkwagen verkehren, kommen diese beim Autobus normalerweise nur auf den Linien 5 und 7 zum Einsatz. Auf den übrigen Autobus-Linien fahren Solowagen.

Linie Strecke
1 Oberwinterthur – HB – Töss (Trolleybus)
2 Wülflingen – HB – Seen (Trolleybus)
2E Schloss – HB – Waldegg (Trolleybus)
3 Rosenberg – HB – Oberseen (Trolleybus)
4 HB – Breite – HB
5 Dättnau – HB – Technorama
7 Bahnhof Wülflingen – HB – Elsau, Melcher
9 Seen – Eidberg – Klösterli Iberg
10 HB – Bahnhof Oberwinterthur
12 HB – Bruderhaus
M HB – Oskar Reinhart "am Römerholz" (Museumsbus; Taxilinie)

Regionallinien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Linie Strecke
610 Bahnhof Oberwinterthur – Wiesendangen
611 Bahnhof Wiesendangen – Gundetswil
660 Archstrasse/HB – Brütten – Nürensdorf, Chrüzstrass – Bassersdorf
674 Seuzach – HB – Pfungen

Nachtbusse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Teil der Nachtbusse des ZVV-Nachtnetzes ab Winterthur Hauptbahnhof werden von Stadtbus Winterthur betrieben. Sie verkehren in den Nächten von Freitag auf Samstag und von Samstag auf Sonntag stündlich zwischen 1:30 und 4:30 Uhr. Da die letzten regulären Busse gegen 1:00 Uhr vom Hauptbahnhof abfahren und die ersten regulären Busse ab 5:30 Uhr verkehren, besteht somit am Wochenende ein durchgehender Verkehr. Jedoch bedienen die Nachtlinien ihre Strecken nur stadtauswärts.

Linie Strecke
N59 Winterthur – Storchenbrücke – Schlosstal – Bahnhof Wülflingen
N60 Winterthur – Oberwinterthur – Seuzach – Adlikon (PAG)
N61 Winterthur – Elsau – Rickenbach – Ellikon – Altikon – Thalheim – Welsikon
N64 Winterthur – Hettlingen – Flaach – Berg a-I. – Buch a-I. – Riet b. Neftenbach (PAG)
N65 Winterthur – Waldheim – Eishalle – Oberseen
N66 Winterthur – Brütten – Nürensdorf – Bassersdorf – Tagelswangen – Kemptthal
N67 Winterthur – Neftenbach – Pfungen – Dättlikon
N68 Winterthur – Rikon im Tösstal – Zell – Turbenthal – Wila (PAG)

Fahrzeugpark[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trolleybus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • siehe Trolleybus Winterthur
  • Solaris «Trollino 18», Nummern 171-180 (2005–06)
  • HESS Swisstrolley 3, Nummern 101-124 (2010–12; 2014) – 101, 102 sowie 122 können für Fahrschule eingesetzt werden.

Autobus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der neue Stadtbus auf der Jungfernfahrt am 19. April 2016

Gelenk-Autobusse

  • Solaris «Urbino 18», Nummern 335–336 (2002–2004) – Stadt
  • Solaris «Urbino 18», Nummern 341–344 (2008) – Überland
  • Solaris «Urbino 18», Nummern 345-346 (2011) – Überland
  • Solaris «Urbino 18», Nummern 347-349 (2011) – Überland
  • Solaris «Urbino 18», Nummer 350 (2013) – Überland
  • MAN Lion’s City GL, Nummern 351-362 (2016–2017), 363-372 (2019) – Stadt (5 Türen)

Standard-Autobusse

  • Solaris «Urbino 12-III», Nummern 224–226 (2008), 227 (2009), 228 (2011), Dreitürer mit Kasse für Überlandlinien.
  • Solaris «Urbino 12-III», Nummern 229-230 (2013), Dreitürer mit Kasse für Überlandlinien.
  • MAN Lion’s City A21, Nummer 231 (2016), 232-233 (2018) Dreitürer für Stadtlinien sowie Fahrschule.
  • MAN Lion's City A21, Nummer 241 (2016), 242-247 (2018), Dreitürer mit Kasse für Überlandlinien.

Depots[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name Standort Eröffnung Stilllegung
hölzernes Depot auf Firmenareal der Rieter Winterthur-Töss 1898 1914
Depot Deutweg Winterthur-Deutweg 31. Okt. 1904 16. Aug. 2015[AnM 1][5]
Depot Grüzefeld Winterthur-Grüze 1. Apr. 1967
  1. Am 26. September wurden im Rahmen eines Tags der offenen Türs des Depots Grüzefeld nochmals einige Fahrzeuge im Depot Deutweg unterstellt.

Angebotsstrategie Horizont 2030[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Zukunft besteht ein Fokus auf den Ausbau der Hochleistungskorridore Wülflingen, Töss, Seen und Oberwinterthur, unter anderem mit der Beschaffung und dem Einsatz von Doppelgelenkbussen.[6]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Stadtbus Winterthur: Kennzahlen
  2. Stadtbus Winterthur: Über uns. Stadt Winterthur, abgerufen am 8. Juni 2018.
  3. Stadtbus Winterthur: Stadtbus Winterthur: Geschichte. 2019, abgerufen am 11. Juli 2019.
  4. Geschichte des Stadtbus Winterthur (Memento vom 24. April 2012 im Internet Archive)
  5. Ab heute fahren alle Busse ab dem Depot Grüzefeld, zum ersten Mal auch der neue RADIO TOP/TELE TOP-Bus. Stadtbus Winterthur, 17. August 2015, abgerufen am 27. Februar 2020.
  6. Angebotsstrategie Horizont 2030 – Der öffentliche Verkehr in Winterthur

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Stadtbus Winterthur – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien