Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm

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SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH
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Rechtsform GmbH
Gründung 1982
Sitz Ulm, Deutschland
Leitung Klaus Eder
Mitarbeiter 1065
Umsatz 476 Mio. Euro[1]
Branche Stadtwerke
Website www.swu.de
Stand: 31. Dezember 2014 Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Stand 2014

Die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH sind eine 1982 gegründete städtische Unternehmensgruppe. Als kommunales Versorgungsunternehmen beliefern die SWU hauptsächlich die Region Ulm und Neu-Ulm mit Strom, Gas, Wasser, Wärme und bieten Telekommunikationsdienste an. Darüber hinaus stellen die SWU den örtlichen Personennahverkehr in den Städten Ulm und Neu-Ulm.

In Baden-Württemberg zählen die SWU mit mehr als 200.000 Kunden, knapp 1.100 Mitarbeitern und einem Konzernumsatz von 476 Millionen Euro (Stand 31. Dezember 2014) zu den führenden Energiedienstleistern unter den Stadtwerken. Seit der Neustrukturierung der Stadtwerke zur SWU Unternehmensgruppe 1998 gründeten die SWU verschiedene Tochtergesellschaften und entwickelten Dienstleistungen auch in den Bereichen Telekommunikation, IT-Management und Consulting.[1]

Unternehmensstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die SWU-Unternehmensgruppe besteht aus der übergeordneten Holding SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH, die im Besitz der Städte Ulm (94 Prozent Unternehmensanteil) und Neu-Ulm (6 Prozent) ist[1] und die folgende direkten Beteiligungen hält:[2]

  • UBzM – Ulmer Brennstoffzellen-Manufaktur GmbH (100 Prozent)
  • FUG – Fernwärme Ulm GmbH (50 Prozent)
  • Regionale Energieagentur Ulm gGmbH (6,15 Prozent)
  • Bayerngas Gas GmbH (5 Prozent)
  • WV Energie AG (0,24 Prozent)
  • centrotherm photovoltaics AG (0,064 Prozent)

Zur Holding gehören vier operativ eigenständige Tochtergesellschaften (jeweils zu 100 Prozent):

  • SWU Energie GmbH
    • Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm Netze GmbH (100 Prozent)
    • Gaskraftwerk Leipheim GmbH & Co. KG (100 Prozent)
    • WKW Staustufe Kostheim/Main GmbH & Co. KG (70 Prozent)
    • TWB – Technische Werke Blaubeuren GmbH (50 Prozent)
    • TWH – Technische Werke Herbrechtingen GmbH (50 Prozent)
    • GVL – Gasversorgung Langenau GmbH (50 Prozent)
    • Stadtwerke Niederstotzingen GmbH (50 Prozent)
    • Trianel Gaskraftwerk Hamm GmbH & Co. KG (9,36 Prozent)
    • Trianel Kohlekraftwerk Krefeld Projektgesellschaft mbH & Co. KG (6,83 Prozent)
    • Trianel Kohlekraftwerk Lünen GmbH & Co. KG (5,28 Prozent)
    • Trianel Windkraftwerk Borkum GmbH & Co. KG (5 Prozent)
    • Trianel GmbH (4,8 Prozent)
    • European Energy Exchange AG (0,25 Prozent)
  • SWU Telenet GmbH
    • G-Fit Gesellschaft für innovative Telekommunikationsdienste mbH & Co. KG (25 Prozent)
  • SWU Verkehr GmbH
    • Schwaben Mobil Nahverkehr Service GmbH (51,17 Prozent)
  • SWU Nahverkehr GmbH
    • Donau-Iller-Nahverkehrsbund GmbH (12,5 Prozent)

Geschäftsführung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1. Juli 2015 ist Klaus Eder Vorsitzender der Geschäftsführung der SWU-Unternehmensgruppe und alleiniger Geschäftsführer der SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH, davor hatte fast 20 Jahre Matthias Berz diesen Posten inne.

Aufsichtsratsvorsitzender ist der Oberbürgermeister der Stadt Ulm, Gunter Czisch. Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender ist der Oberbürgermeister der Stadt Neu-Ulm, Gerold Noerenberg und als Konzernbetriebsratsvorsitzender der SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH fungiert Hans-Peter Schaffner. Weitere Aufsichtsräte sind verschiedene Stadträte aus Ulm und Neu-Ulm.

SWU Energie GmbH[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Aufgabengebiet der SWU Energie GmbH mit dem Tochterunternehmen SWU Energie Beteiligungsgesellschaften II mbH ist sowohl die Energieproduktion als auch die Belieferung der Kunden mit Strom, Erdgas, Fernwärme und Trinkwasser. Zudem ist der Vertrieb aller SWU-Produkte hier angesiedelt. Wegen der Vorgaben zum Unbundling ist der Netzbetrieb organisatorisch vom Vertrieb getrennt und in der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm Netze GmbH angesiedelt.

Die SWU verfolgt seit Jahren die Strategie, ihre Erzeugungskapazitäten weiter auszubauen und setzt dabei hauptsächlich auf regenerative Energiequellen. Bis zum Jahr 2020 soll die eigene Erzeugung aus erneuerbaren Energien den Strombedarf der Haushalte vollständig decken. Bis 2050 soll der Bedarf der gesamten Region – einschließlich der Gewerbe- und Industriekunden – selbst erzeugt werden können. Produziert wird in eigenen, regionalen Anlagen sowie in Kraftwerken andernorts, an denen die SWU Beteiligungen hält (siehe Beteiligungen).

Wasserkraftwerke
Kraftwerk Ort Leistung [MW] Fallhöhe [m] Anzahl Turbinen Regelarbeitsvermögen [GWh] Baujahr Gewässer Flusskilometer
Kraftwerk Ludwigsfeld Neu-Ulm 0,58 4,3 1906
Kraftwerk Wiblingen Ulm 1,25 8,0 1907 Donau
Kraftwerk Öpfingen Öpfingen 3,0 5,50 3 12,6 1923 Donau
Kraftwerk Neu-Ulm Neu-Ulm 0,59 4,3 1926 Donau
Kraftwerk Donaustetten Ulm 4,5 21,8 1926 Donau
Kraftwerk Böfinger Halde Ulm, Neu-Ulm 8,8 7,0 2 51 1953 Donau 2581,5
Kraftwerk Söflingen Ulm 0,006 0,03 1992
Kraftwerk Ersingen Erbach 0,056 0,31 2003 Donau
Kraftwerk Kostheim (Beteiligung) Ginsheim-Gustavsburg, Hochheim am Main 4,960 3 2 2009 Main 3,209
Kraftwerk Herbrechtingen (Beteiligung) Herbrechtingen 0,146 1991 Brenz
Pumpspeicherkraftwerk Blautal Blaubeuren 60 162 2019 geplantVorlage:Zukunft/In 2 Jahren Blau

SWU TeleNet GmbH[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die SWU TeleNet GmbH ist zu 100 Prozent ein Tochterunternehmen der SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH. Die Kompetenz des Unternehmens liegt sowohl im Bereich der Informationstechnik als auch der Telekommunikation. Die SWU TeleNet GmbH versorgt neben dem Stadtgebiet Ulm/Neu-Ulm zunehmend auch die Ortsteile sowie die Umgebung der beiden Donaustädte mit ihren Lösungen für Kabelfernsehen, Internet und Telefonie. Zu den Kunden zählen sowohl Privat- als auch Geschäftskunden.

SWU Nahverkehr Ulm/Neu-Ulm GmbH[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

SWU Verkehr GmbH
SWU.svg
Basisinformationen
Unternehmenssitz Ulm
Bezugsjahr 2014
Geschäftsführung

Klaus Eder

Verkehrsverbund DING
Mitarbeiter 1065
Linien
Straßenbahn 1
Bus 18
Anzahl Fahrzeuge
Straßenbahnwagen 10
Omnibusse 63
Statistik
Fahrgäste 36 Mio. pro Jahr
Fahrleistung 4,83 Mio. km pro Jahr
Länge Liniennetz
Eisenbahnlinien 16,2 km
Stadtbahnlinien 10,3 km
Buslinien 200,3 km
Combino-Straßenbahn an der Haltestelle Donaustadion

Die SWU Nahverkehr Ulm/Neu-Ulm GmbH betreibt 21 Buslinien (darunter 7 Nachtbuslinien) und eine Straßenbahnlinie, die ab 2018 um eine zweite ergänzt werden soll.

Die Gesellschaft ist als Inhaberin der Linienkonzessionen für den Fahrplan verantwortlich und Partnerunternehmen im Verkehrsverbund DING. Für die Infrastruktur und deren Wartung ist die SWU Verkehr GmbH zuständig. Die Fahrleistungen werden seit 2006 nicht mehr von der SWU Verkehr selbst, sondern von der Schwaben Mobil Nahverkehr Service GmbH erbracht, bei der die SWU Verkehr GmbH mit einem Anteil von 51 Prozent Mehrheitseignerin ist. Das Fahrpersonal der SWU Verkehr wurde dazu langfristig an die Tochtergesellschaft ausgeliehen.

2014 wurden insgesamt 36 Millionen Fahrgäste auf einem Liniennetz von 210,9 Kilometern Länge befördert.[1]

Straßenbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Straßenbahn Ulm
Linie Verlauf
1 Söflingen – Theodor-Heuss-Platz (ehem. Westplatz) – Ehinger Tor – Hauptbahnhof – Willy-Brandt-Platz – Donaustadion – Donauhalle – Böfingen Ostpreußenweg
Linie geplanter Verlauf
2 Nord Science Park II/III – Hochschule Ulm (Eselsberg) – Kliniken Eselsberg – Universität Süd – Kienlesberg – Hauptbahnhof
2 Süd Hauptbahnhof – Ehinger Tor – Römerplatz – Kuhberg Schulzentrum

Bus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Linie Verlauf
3 Wiblingen Alte Siedlung – Reutlinger Straße – Pranger – Donaubad – Ehinger Tor – Hauptbahnhof – Ehinger Tor – Bahnhof Söflingen – Wissenschaftsstadt (fährt als Linie 5 weiter)
4 (Grimmelfingen –) Kuhberg Schulzentrum – Ehinger Tor – Rathaus Ulm – Willy-Brandt-Platz – Safranberg – Böfingen Egertweg
5 Wiley Washingtonallee – Neue Hochschule – Neu-Ulm ZUP – Rathaus Ulm – Hauptbahnhof – Ehinger Tor – Bahnhof Söflingen – Heilmeyersteige – Wissenschaftsstadt (fährt als Linie 3 weiter)
Ludwigsfeld Hasenweg – Neue Hochschule – Arena –
7 Willy-Brandt-Platz – Neu-Ulm ZUP – Donauklinik – Ehinger Tor – Hauptbahnhof – Michelsberg (– Jungingen Donau-Iller-Werkstätten)
(nur Mo-Sa) Donaustadion – Rathaus Ulm –
8 Ruländerweg – Burgunderweg – Multscherschule (verkehrt während der Umleitungen aufgrund der Bauarbeiten der Linie 2)
9 Wiblingen Reutlinger Straße – Alte Siedlung – Pranger – Donaubad – Ehinger Tor – Rathaus Ulm – Rosengasse (HVZ-Verstärkerlinie; nur Mo-Fr)
10 Blautal-Center – Ehinger Tor – ZOB – Ehinger Tor – Donautal (nur Mo-Sa)
11 Roter Berg – Söflingen – Gleißelstetten (nur Mo-Sa)
13 Kuhberg (Am Hochsträß) - Kuhberg Schulzentrum – Söflingen – Blautal-Center – Eselsberg Hasenkopf (– Universität Süd) (nur Mo-Sa)
14 Wiblingen Pranger – Ulm Donautal – Grimmelfingen – Kuhberg Schulzentrum (nur Mo-Fr)
15 Willy-Brandt-Platz – Böfingen Egertweg – Hörvelsinger Weg – Wissenschaftsstadt (nur Mo-Fr, meiste Fahrten nur an Vorlesungstagen der Universität Ulm)
45 Wilheim-Runge-Straße/Universität Süd – Lehr – Jungingen Donau-Iller-Werkstätten (HVZ-Verstärkerlinie; nur Mo-Fr)
47 Jungingen – Lehrer Feld – Jungingen (nur Mo-Fr)

Die Buslinien 3 und 5 werden in Kooperation mit der RBA und die Linien 4, 7, 45 und 47 in Kooperation mit der RAB betrieben. Auf den Linien 11 und 13 verkehren private Busunternehmen im Auftrag von Schwaben Mobil.

Von 1947 bis 1963 betrieb die Verkehrsabteilung der SWU außerdem den Oberleitungsbus Ulm.

Nachtbus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Nachtbusse verkehren in den Nächten von Freitag auf Samstag, von Samstag auf Sonntag und in den Nächten vor Feiertagen immer von Ulm ZOB aus um 01:30 Uhr, 02:30 Uhr und 03:30 Uhr.

Linie Verlauf
N1 Ulm ZOB – Söflingen – ErmingenEggingenEinsingen
N2 Ulm ZOB – Eselsberg – BlausteinArneggHerrlingen
N3 Ulm ZOB – Universität Süd – Mähringen – Lehr – Jungingen
N4 Ulm ZOB – Willy-Brandt-Platz – Eichberg – Böfingen
N5 Ulm ZOB – Neu-Ulm ZUP – Offenhausen – PfuhlBurlafingen
N7 Ulm ZOB – Wiblingen
N8 Ulm ZOB – Kuhberg – Grimmelfingen – Donautal – GögglingenDonaustetten

Fuhrpark[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der vollständig niederflurige Fuhrpark besteht aus 63 Omnibussen der Marke Mercedes-Benz (davon 57 Gelenk- und 6 Standardbusse) sowie zehn Straßenbahnen des Typs Siemens Combino. Die meisten Busse sind mit Klimaanlage und TFT-Monitoren ausgestattet. Bis in die 1980er Jahre bestand der Busfuhrpark weitgehend aus den Marken Magirus-Deutz und Setra, deren Hersteller in Ulm ansässig waren. Im historischen Bestand der SWU befinden sich bis heute Fahrzeuge dieser beiden Hersteller als Oldtimer.[3]

SWU Verkehr GmbH[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die SWU Verkehr GmbH ist sowohl für die Infrastruktur des Personennahverkehrs als auch die Wartung der 55 Gelenkbusse, 8 Standardbusse und 10 Straßenbahnen zuständig. Die Fahrleistungen werden seit 2006 nicht mehr von der SWU Verkehr erbracht, sondern von der Schwabenmobil Nahverkehr Service GmbH. Mehrheitseignerin dieser Gesellschaft ist mit 51 Prozent die SWU Verkehr GmbH.

Der SWU Verkehr gehören darüber hinaus 16,7 Kilometer Industriegleise in Ulm und Neu-Ulm. Außerdem hat das Unternehmen Mitte 2009 von DB Netz die rund 9 Kilometer lange Bahnstrecke Senden–Weißenhorn gepachtet, auf der zum Übernahmezeitpunkt nur Güterverkehr stattfand.[4] Die Bayerische Eisenbahngesellschaft schrieb daraufhin im Dezember 2012 den Schienenpersonennahverkehr zwischen Weißenhorn und Ulm aus.[5] Gewinner der Vergabe war die DB ZugBus Regionalverkehr Alb-Bodensee (RAB). Zum Ausbau der Strecke und zur Erneuerung der Bahnhöfe wurde im Dezember 2011 das Planfeststellungsverfahren eingeleitet.[6] Nach dessen Abschluss sanierte die SWU Verkehr die Strecke im Sommer 2013[7] und kaufte sie schließlich im darauf folgenden Oktober.[8] Seit Dezember 2013 verkehren zwischen Ulm und Weißenhorn die Personenzüge der RAB im Stundentakt.[9]

Bis 21. März 2009 war die Straßenbahn Ulm der kleinste Straßenbahnbetrieb in Deutschland. An besagtem Tag wurde die einzige Straßenbahnlinie um 4,6 Kilometer und sieben Haltestellen bis in den Stadtteil Böfingen erweitert.

Das Straßenbahnnetz soll weiter ausgebaut werden: Hierfür wurden für folgende Streckenführungen Machbarkeitsstudien beauftragt:

  • Ehinger Tor – Schulzentrum Kuhberg
  • Hauptbahnhof Ulm – Wissenschaftsstadt
  • Hauptbahnhof – Neu-Ulm – Ludwigsfeld

Für die Strecken Schulzentrum Kuhberg sowie Wissenschaftsstadt kam die Studie zu einem guten Ergebnis. Die Streckenführung nach Neu-Ulm muss noch einmal verbessert und erneut geprüft werden.

Am 30. März 2011 hat der Ulmer Gemeinderat die SWU Verkehr GmbH mit der Entwurfs- und Genehmigungsplanung für die Line 2 beauftragt. Bei einer Strecken-Gesamtlänge von 10,5 Kilometern müssen 9,3 Kilometer Schiene sowie 18 barrierefreie Haltestellen neu gebaut werden. Das gesamte Investitionsvolumen beträgt etwa 115 Millionen Euro (einschließlich der notwendigen Erweiterung des SWU-Verkehrsbetriebshofes). Nach Abzug der zu erwartenden Fördermittel von Bund und Land belaufen sich die Kosten für die Stadt Ulm noch auf rund 50,2 Millionen Euro.

Streckenast 1: Kuhberg – Hauptbahnhof

Schulzentrum Kuhberg, Egginger Weg, Römerstraße, Römerplatz, Kleine Ehinger Anlage, Ehinger Tor, Hauptbahnhof, Theater

Streckenast 2: Hauptbahnhof – Wissenschaftsstadt

Theater, Neutorstraße, Mähringer Weg, Universität Süd, Alber-Einstein-Allee, neue Chirurgie, Universität West, Hochschule, Lise-Meitner-Straße, Science-Park II

Im Juli 2014 wurde der Streckenabschnitt vom Schulzentrum Kuhberg zum Hauptbahnhof und im Januar 2015 der Streckenast vom Hauptbahnhof zur Wissenschaftsstadt vom Regierungspräsidium Tübingen planfestgestellt, wobei sich Bund und Land mit 85,3 Millionen Euro an den aktualisierten Baukosten von 192 Millionen Euro beteiligen.[1] Am 15. Oktober 2015 fand der Spatenstich für den ersten Streckenabschnitt nahe der Wendeschleife am Egginger Weg auf dem Kuhberg statt.[10] Im gleichen Monat fanden vorbereitende Maßnahmen zum Bau der ÖPNV-Brücke über die nördlich des Hauptbahnhofes gelegenen Gleisanlagen zum Kienlesberg statt. Mit deren Fertigstellung wird Mitte 2018 gerechnet.[11]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1853 erfolgte der Beschluss des Rates der Stadt Ulm, die Straßen mit Gas zu beleuchten und es begann der Bau des Gaswerkes am Neutor. Um der gestiegenen Nachfrage zu begegnen, wurde 1857 die Städtische Gasfabrik Ulm gebaut. 1871 schloss diese einen Gasvertrag mit der Stadt Neu-Ulm.[12]

Auch die Wasserversorgung wurde ab 1873 in Ulm zentral geregelt. Nach der Erfindung der Elektrizität erfolgte 1895 die Inbetriebnahme des Ulmer Elektrizitätswerks an der Olgastraße. Zwei Jahre später am 15. Mai 1897 fuhr die erste Ulmer elektrische Straßenbahn.

1906 erfolgte die Umstellung der städtischen Straßenbeleuchtung von Gas auf Strom. Gleichzeitig wurde das erste Wasserkraftwerk im Neu-Ulmer Stadtteil Ludwigsfeld fertiggestellt.

Wasserkraftwerk „Böfinger Halde“

Nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte 1946 die Umwandlung der einzelnen Gesellschaften in einen städtischen Eigenbetrieb. Wegen des steigenden Strombedarfs wurde 1953 das größte Ulmer Wasserkraftwerk „Böfinger Halde“ in Betrieb genommen.

1982 wurde der städtische Eigenbetrieb Stadtwerke in eine GmbH umgewandelt und ein Jahr später wurde die Stadt Neu-Ulm Gesellschafter der neuen Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH.

Aus wirtschaftlichen Erwägungen wurde 1998 eine Neustrukturierung der Stadtwerke zur SWU-Unternehmensgruppe mit Gründung der SWU Energie GmbH und SWU Verkehr GmbH vorgenommen. Aus dem gleichen Grund erfolgte 1999 die Gründung der Energie Plus Handels- und Servicegesellschaft mbH (Energie Plus) und damit die Einführung der Marke „SchwabenStrom“. Die Energie Plus wurde im August 2008 in SWU Vertrieb GmbH umfirmiert.

Die im Januar 2007 vorgelegte Auswertung zum Preisvergleich deutscher Gasanbieter des Bundeskartellamtes platzierte die SWU unter 35 verglichenen Unternehmen auf Rang 34 und damit zum zweitteuersten Anbieter bundesweit.

Die Historie der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1853 Bau des Gaswerkes am Neutor
  • 1857 Bau der "Städtischen Gasfabrik Ulm"
  • 1871 Gasvertrag mit der Stadt Ulm
  • 1873 Inbetriebnahme der ersten zentralen Wasserversorgung in Ulm
  • 1895 Inbetriebnahme des Ulmer Elektrizitätswerkes an der Olgastraße
  • 1897 Fahrt der ersten Ulmer Straßenbahn durch die Hirschstraße
  • 1899 Lieferung des ersten Stroms aus Wasserkraft
  • 1906 Umstellung der Ulmer Straßenbeleuchtung von Gas auf Strom
  • 1906 Fertigstellung des Wasserkraftwerks Ludwigsfeld
  • 1946 Umwandlung in einen städtischen Eigenbetrieb
  • 1953 Inbetriebnahme des größten Ulmer Wasserwerkes „Böfinger Halde“
  • 1982 Umwandlung der Stadtwerke in eine GmbH
  • 1983 Aufnahme der Stadt Neu-Ulm als Gesellschafter
  • 1998 Neustrukturierung der Stadtwerke zur SWU Unternehmensgruppe
  • 1998 Gründung der „SWU Energie GmbH“ und der „SWU Verkehr GmbH“
  • 1999 Gründung der „SWU Vertriebs-Gesellschaft mbH“
  • 1999 Einführung der Marke „SchwabenStrom“
  • 2000 Gründung der „SWU TeleNet GmbH“
  • 2001 Einführung Öko-Audit und ISO 14001
  • 2002 Beschäftigung von mehr als 1.000 Mitarbeitern und rund 50 Auszubildenden
  • 2005 Gründung der SWU Netze GmbH
  • 2007 Jubiläum: 150 Jahre Gasversorgung in Ulm
  • 2008 Einführung von „SWU NaturStrom“
  • 2008 Bau einer der größten Photovoltaik-Anlagen bei Evo-Bus in Neu-Ulm
  • 2009 Erweiterung der Straßenbahnlinie 1 bis Böfingen
  • 2009 Inbetriebnahme des Wasserkraftwerkes Kostheim
  • 2010 Staustufenerhöhung am Wasserkraftwerk Böfinger Halde
  • 2010 Einführung von SWU „NaturGas 10“ und „SWU NaturGas 30“
  • 2010 Eröffnung des „ServiceCenter Neue Mitte“ (vereint alles Dienstleistungen der SWU mit den Bürgerdiensten der Stadt Ulm)
  • 2011 Fertigstellung des Holzvergasungs-Heizkraftwerkes in Senden

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e SWU Geschäftsbericht 2014. SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH, 2015, abgerufen am 28. Oktober 2015 (PDF).
  2. SWU Unternehmensgruppe mit Beteiligungen. Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm Netze GmbH, März 2015, abgerufen am 29. Oktober 2015.
  3. SWU Fuhrpark – Busse. SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH, 1. Januar 2016, abgerufen am 15. November 2016.
  4. SWU Verkehr betreibt Bahnstrecke Senden – Weißenhorn - Pachtvertrag ist unterzeichnet. newstix, 9. Juli 2009, abgerufen am 17. Februar 2012.
  5. Freistaat schreibt Regionalverkehre Ulm – Senden – Weißenhorn aus. Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie, 10. Dezember 2012, abgerufen am 12. Dezember 2012.
  6. Niko Dirner: Wichtige Phase für Wiederbelebung der Zugstrecke Senden-Weißenhorn. In: Südwest Presse. 10. Februar 2012, abgerufen am 17. Februar 2012.
  7. Niko Dirner: Senden/Weißenhorn, Bahnbetreiber gesucht. In: Südwest Presse. 12. Dezember 2012, abgerufen am 12. Dezember 2012.
  8. Niko Dirner: Exklusiv: Stadtwerke kaufen Bahnstrecke. Südwest Presse, 17. Oktober 2013, abgerufen am 21. Dezember 2013.
  9. Bahnstrecke Ulm - Weißenhorn eröffnet. In: Südwestpresse. 14. Dezember 2013.
  10. Offizieller Spatenstich zur Linie 2. SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH, 16. Oktober 2015, abgerufen am 27. Oktober 2015.
  11. Bürgerinformation, Eselsberg Wissenschaftsstadt, Erste Baumaßnahmen für die Linie 2 ab Oktober 2015. 31. August 2015, abgerufen am 27. Oktober 2015 (PDF).
  12. Vgl. SWU-Unternehmensgruppe, Imagebroschüre 2006, S. 10. Abgerufen am 8. Februar 2009 (PDF).

Koordinaten: 48° 24′ 15″ N, 9° 59′ 4″ O