Stadtwerke Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main

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Stadtwerke Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main mbH
Logo der VGF
Basisinformationen
Unternehmenssitz Frankfurt am Main
Webpräsenz www.vgf-ffm.de
Bezugsjahr 2013 [1]
Eigentümer Stadtwerke Holding GmbH
Aufsichtsrat Uwe Becker
Betriebsleitung Geschäftsführer
Thomas Raasch
Michael Budig
Thomas Wissgott
Verkehrsverbund Rhein-Main-Verkehrsverbund
Mitarbeiter 2088
Umsatz 237,13 Mio. Euro
Linien
Spurweite 1435 mm (Normalspur)
Straßenbahn 10
Stadtbahn 9
Sonstige Linien Ebbelwei-Expreß
Anzahl Fahrzeuge
Straßenbahnwagen 138 + 8 Beiwagen
Stadtbahnwagen 256
Statistik
Fahrgäste 163,6 Mio. pro Jahr
Fahrleistung 679,3 Mio. km pro Jahr
Haltestellen 86 Stadtbahn
136 Straßenbahn
0 Bus
Einwohner im
Einzugsgebiet
0,7 Mio.
Länge Liniennetz
Straßenbahnlinien 102,44 km
Stadtbahnlinien 110,87 km
Sonstige Betriebseinrichtungen
Betriebshöfe Gutleut
Ost
Heddernheim
Rebstock
Höchst

(Wagenhallen)
Eckenheim
Bommersheim
Neu-Isenburg

(Verkehrsmuseum)
Verkehrsmuseum Frankfurt am Main

Schienenverkehrsnetz

Die Stadtwerke Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main mbH (VGF) ist das kommunale Verkehrsunternehmen des Frankfurter Nahverkehrs. Das Unternehmen ist am 26. Oktober 2009 vom Magistrat der Stadt Frankfurt am Main auf der Grundlage der neuen EU-Verordnung 1370/2007 für die Dauer von 20 Jahren mit dem Betrieb des Schienenverkehrs (U-Bahn und Straßenbahn) beauftragt worden, um u. a. nicht die Existenz der VGF zu entnehmen.[2]

Als Dienstleistungsunternehmen arbeitet sie für traffiQ, die 2001 als Aufgabenträger für den lokalen Nahverkehr in Frankfurt aus der VGF ausgegründet wurde. Ihre Aufgaben sind das Bereitstellen von Fahrzeugen, Fahrdienstleistungen, der Infrastruktur (Haltestellen, Gleisanlagen der Straßenbahn und U-Bahn) und der Betrieb von öffentlichen Kraftfahrzeugstellplätzen. Vom 19. April 2004 bis zum März 2010 war die VGF durch ihren Anteil an der Vias GmbH auch ein Eisenbahnverkehrsunternehmen. Neben der VGF existiert als Tochtergesellschaft der Stadtwerke auch die Mainova. Die VGF entstand 1996 aus der Abteilung Verkehr der Stadtwerke Frankfurt am Main, die ihrerseits 1967 aus der bis dahin eigenständig geführten Städtischen Straßenbahn Frankfurt am Main hervorging.

Im Jahr 2013 beschäftigte die VGF 2088 Mitarbeiter, davon 787 im Fahrdienst. Der Fahrzeugbestand teilte sich auf 256 U-Bahn-Wagen und 119 Straßenbahnwagen. Auf einem Liniennetz von 345,42 Kilometern wurde eine Leistung von 679,3 Millionen Personenkilometern erbracht.

Beteiligungen[Bearbeiten]

Die VGF war bis zum 31. Dezember 2009 mit 49 Prozent an den Offenbacher Verkehrsbetrieben (OVB) der Nachbarstadt Offenbach am Main beteiligt, und mit deren Muttergesellschaft, den Stadtwerken Offenbach Holding (SOH) zusammen wiederum mit 49 Prozent an der MainMobil Offenbach GmbH (MMO) (SOH: 51 Prozent) beteiligt. Von diesen Beteiligungen hat sich die VGF vor dem Hintergrund der Direktvergabe der Schienenverkehrsleistungen getrennt.[3]

Die VGF war bis zum 1. September 2014 zu 51 Prozent an der MainMobil Frankfurt GmbH (MMF) (SOH: 49 Prozent), sowie mit 100 Prozent (seit 1. Januar 2006) an der Verkehrsgesellschaft In-der-City-Bus GmbH (ICB) beteiligt. Mit ICB und MMF hatte die VGF Tochtergesellschaften, die anders als die VGF selber nicht an den Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst (TVöD) gebunden sind, sondern bestenfalls nach dem Tarifvertrag für Omnibusfahrer Hessen (OHE) bezahlt werden, der etwa 30 Prozent niedriger liegt. Ein Großteil des Fahrpersonals im Busbereich wurde über diese beiden Gesellschaften angestellt. Als Beschluss der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Frankfurt am Main am 24. Juli 2014 wurde die ICB mit dem Buslinienbündel "D" direkt beauftragt. Als Folge dieser Beauftragung wanderten die bisherigen VGF-Töchter ICB und MMF unter das Dach der Holding. Alle Omnibusse der VGF gingen in den Besitz der ICB über, den Betriebshof Rebstock sowie die Fahrschule pachtet werden von der ICB gepachtet.

Die VGF war auch zu 50 Prozent – neben der Rurtalbahn GmbH – an der Bahngesellschaft Vias GmbH beteiligt, die seit 11. Dezember 2005 das 210 Kilometer lange Netz der Odenwaldbahn befährt. Auf fünf Linien werden drei Landkreise und die Städte Frankfurt am Main und Darmstadt berührt. Die Beteiligung wurde im März 2010 aus rechtlichen Gründen an die Dänische Staatsbahn (DSB) abgegeben.

Im Dezember 2002 beteiligte sich die VGF als „strategischer Partner“ an der Hanauer Straßenbahn. Diese Beteiligung wurde im Zuge der Verflechtung mit der OVB wieder aufgegeben.

Fuhrpark[Bearbeiten]

Im Fuhrpark befinden sich die Straßenbahntypen K (für den Ebbelwei-Expreß), die Niederflurfahrzeuge R und S, sowie mehrere Museumsfahrzeuge, von denen die meisten im VGF-eigenen Verkehrsmuseum ausgestellt sind, während von den Nachkriegstypen L bis Pt je ein Exemplar betriebsfähig vorhanden ist. Der Typ Pt (letzte Hochflurbaureihe im Linienbetrieb) wurde im März 2007 ausgemustert. Der U-Bahnbetrieb wird mit Fahrzeugen der Typen Ptb, U2, U3, U4 und U5 abgewickelt. Die 146 bestellten und seit 2008 ausgelieferten U5-Fahrzeuge sollen die bis zu 40 Jahre alten U2-Fahrzeuge ablösen.

Linien[Bearbeiten]

In Frankfurt werden folgende Linien bedient:

U-Bahn[Bearbeiten]

  • U1 : Südbahnhof ↔ Willy-Brandt-Platz ↔ Hauptwache ↔ Heddernheim ↔ Nordwestzentrum ↔ Ginnheim
  • U2 : Südbahnhof ↔ Willy-Brandt-Platz ↔ Hauptwache ↔ Heddernheim ↔ Nieder-Eschbach ↔ Bad Homburg Gonzenheim
  • U3 : Südbahnhof ↔ Willy-Brandt-Platz ↔ Hauptwache ↔ Heddernheim ↔ Oberursel Bahnhof ↔ Oberursel Hohemark
  • U4 : Bockenheimer Warte ↔ Hauptbahnhof ↔ Konstablerwache ↔ Seckbacher Landstraße ↔ Riederwald Schäfflestraße ↔ Enkheim
  • U5 : Hauptbahnhof ↔ Konstablerwache ↔ Musterschule ↔ Eckenheim ↔ Preungesheim
  • U6 : Praunheim Heerstraße ↔ Bockenheimer Warte ↔ Hauptwache ↔ Konstablerwache ↔ Zoo ↔ Ostbahnhof
  • U7 : Hausen ↔ Industriehof ↔ Bockenheimer Warte ↔ Hauptwache ↔ Konstablerwache ↔ Zoo ↔ Eissporthalle/Festplatz ↔ Riederwald Schäfflestraße ↔ Enkheim
  • U8 : Südbahnhof ↔ Willy-Brandt-Platz ↔ Hauptwache ↔ Heddernheim ↔ Riedberg
  • U9 : Ginnheim ↔ Nordwestzentrum ↔ Riedberg ↔ Nieder-Eschbach

Straßenbahnlinien[Bearbeiten]

  • 11: Höchst Zuckschwerdtstraße ↔ Nied Kirche ↔ Hauptbahnhof ↔ Fechenheim Schießhüttenstraße
  • 12: Schwanheim Rheinlandstraße ↔ Hauptbahnhof/Münchener Straße ↔ Konstablerwache ↔ Bornheim Mitte ↔ Eissporthalle / Festplatz ↔ Fechenheim Hugo-Junkers-Straße/Schleife
  • 14: Bornheim Ernst-May-Platz ↔ Ostendstraße ↔ Südbahnhof ↔ Louisa Bahnhof
  • 15: Niederrad Haardtwaldplatz ↔ Südbahnhof (↔ Offenbach Stadtgrenze zeitweise)
  • 16: Ginnheim ↔ Hauptbahnhof ↔ Südbahnhof ↔ Offenbach Stadtgrenze
  • 17: Rebstockbad ↔ Hauptbahnhof ↔ Stresemannallee ↔ Louisa Bahnhof ↔ Neu-Isenburg Stadtgrenze
  • 18: Preungesheim Gravensteiner-Platz ↔ Friedberger Warte ↔ Konstablerwache ↔ Lokalbahnhof (↔ Offenbach Stadtgrenze zeitweise)
  • 19: Schwanheim Rheinlandstraße ↔ Niederrad Bahnhof ↔ Südbahnhof (nur 2 Fahrten pro Richtung)
  • 20: Hauptbahnhof ↔ Schweizer-/Gartenstraße ↔ Stadion Straßenbahn (nur während Veranstaltungen im Stadion (Commerzbank-Arena))
  • 21: Nied Kirche ↔ Hauptbahnhof ↔ Stadion Straßenbahn
  • Ebbelwei-Expreß: Zoo → Römer/Paulskirche → Hauptbahnhof → Messe/Festhalle → Hauptbahnhof → Südbahnhof → Zoo
  • Lieschen: Riedhof ↔ Waldspielpark Louisa ↔ Oberforsthaus (nur während des Volksfestes Wäldchestag), bis 2013[4]

Bus[Bearbeiten]

Die VGF betreibt inzwischen keine Buslinien mehr. Eine Auflistung aller Frankfurter Stadtbuslinien und deren Betreiber findet man im Artikel über den städtischen Aufgabenträger traffiQ.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Zahlenspiegel 2013, http://www.vgf-ffm.de/fileadmin/data_archive/Downloads/VGF_Zahlenspiegel-fuer-2013.pdf
  2. EU-Verordnung 1370/2007 über öffentliche Personenverkehrsdienste auf Schiene und Straße
  3. Geschäftsbericht 2009 der VGF, S. 33
  4. http://www.fnp.de/lokales/frankfurt/Lieschen-sagt-leise-Adieu;art675,791765, zugegriffen am 27. März 2014

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]