Stadum

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Stadum
Stadum
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Stadum hervorgehoben
Koordinaten: 54° 44′ N, 9° 3′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Nordfriesland
Amt: Südtondern
Höhe: 5 m ü. NHN
Fläche: 19,74 km2
Einwohner: 991 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 50 Einwohner je km2
Postleitzahl: 25917
Vorwahl: 04662
Kfz-Kennzeichen: NF
Gemeindeschlüssel: 01 0 54 125
Adresse der Amtsverwaltung: Marktstraße 12
25899 Niebüll
Webpräsenz: www.stadum.de
Bürgermeister: Werner Klingebiel
Lage der Gemeinde Stadum im Kreis Nordfriesland
Karte

Stadum (friesisch: Ståårem) ist eine Gemeinde in der Schleswigschen Geest im Kreis Nordfriesland in Schleswig-Holstein. Das Gut Fresenhagen und der Ortsteil Holzacker liegen im Gemeindegebiet.

Geografie und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadum liegt etwa 20 km östlich von Niebüll an der Bundesstraße 199 nach Flensburg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Archäologische Funde belegen, dass das Gemeindegebiet seit der Mittelsteinzeit besiedelt ist. Zwei Hünengräber aus der Bronzezeit liegen im Langenberger Forst. 1976 wurde in einer Baugrube ein Rinderskelett gefunden. Das Tier hat nachweislich im 4. Jahrhundert gelebt, was auf eine frühe landwirtschaftliche Nutzung im Gemeindegebiet hindeutet. Der Ort wurde 1486 erstmals urkundlich erwähnt, tauchte jedoch bereits 1359 in einem Kirchenbuch auf. Der Ortsname bedeutet Wohnstätte. Auf dem Gut Fresenhagen wurde die Leibeigenschaft 1796 abgeschafft.

Am Luftwaffen-Standort Stadum und dem Fliegerhorst Leck löste im Jahre 1994 die ehemalige Flugabwehrraketengruppe 39 mit dem Waffensystem HAWK das aufgelöste Aufklärungsgeschwader 52 ab, gefolgt von Flugabwehrraketengruppe 25 zwischen 2005 und 2012. Heute untersteht der Standort Stadum der Streitkräftebasis. Die Truppenunterkünfte befinden sich in der nach General Hermann von der Lieth-Thomsen benannten General–Thomsen–Kaserne in der Gemeinde Stadum. Am 15. Juli 2017 wurde die General-Thomsen-Kaserne in Stadum umbenannt in Südtondern-Kaserne.[2]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Februar 1974 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Holzacker eingegliedert.[3]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit der Kommunalwahl am 26. Mai 2013 hat die Wählergemeinschaft AWG sechs und die Wählergemeinschaft WGS fünf Sitze in der Gemeindevertretung. Die Wahlbeteiligung betrug zuletzt 55,5 Prozent.[4]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „In Blau auf silbernem, mit einem widersehenden, springenden roten Wolf belegten Dreiberg drei mit ihren Ästen ineinander verschlungene silberne Laubbäume.“[5]

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ort gibt es einen Kindergarten, sowie eine Grundschule, die etwa 60 Schüler zählt. Die anliegende Turnhalle wird vom Turn- und Sportverein Stadum für ein breites öffentliches Sportangebot genutzt. In unmittelbarer Nähe der Schule befindet sich ebenfalls ein öffentliches solarbeheiztes Freibad mit Kiosk und DLRG-Wache.

Der Ort Stadum gehört zum evangelischen Kirchspiel Leck und hat ein eigenes Kirchenhaus mit Glockenstapel im Ort. Der Ortsteil Holzacker gehört zum Kirchspiel Enge-Stedesand und hat kein eigenes Gotteshaus.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Musiker Rio Reiser (1950–1996) lebte seit den 1970er Jahren bis zu seinem Tod auf einem Hof in Fresenhagen und war dort beigesetzt. Nach dem Verkauf des Hofes wurde er im Februar 2011 auf den Alten St.-Matthäus-Kirchhof in Berlin umgebettet.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Liste der Kulturdenkmale in Stadum stehen die in der Denkmalliste des Landes Schleswig-Holstein eingetragenen Kulturdenkmale.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Stadum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2015 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. https://www.shz.de/lokales/nordfriesland-tageblatt/neuer-name-mit-heimat-bezug-id17320046.html
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 182.
  4. Web-Redaktion: Ergebnisse der Gemeindewahl 2013 im Amt Südtondern. In: www.amt-suedtondern.de. Amt Südtondern, abgerufen am 22. Juni 2013.
  5. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein